Fußball Werder-Premnitz 2000/2001

Werderaner FC Viktoria -TSV Chemie Premnitz 2:3

Premnitz. Zwei Spieltage vor dem Saisonende übernahm der TSV Chemie Premnitz nach dem 3:2-Sieg beim Werderaner FC Viktoria die Tabellenführung in der Fußball-Landesklasse und hat nun die Chance, den Aufstieg in die Landesliga zu verwirklichen. Vor der Rekordkulisse von 500 Zuschauern – darunter ca. 200 Premnitzer Anhänger – bestimmte der TSV die erste Halbzeit deutlich. Werder fand zum schnellen und druckvollen Spiel der Chemiker keine Einstellung. Vor allem Danny Köhler und der pfeilschnelle Dirk Briese stürzte die Werderaner Hintermannschaft von einer Verlegenheit in die andere.

Bereits in der 4. Minute wurde die Anfangsoffensive des TSV belohnt. Danny Köhler nutzte eine verunglückte Torwart-Rückgabe des Werderaner Wenzel zum 1:0. Nur vier Minuten später schlug es erneut im Tor der Gastgeber ein. Wiederum wurden die Schnelligkeitsnachteile der Werderaner Abwehr sehr deutlich, als Danny Köhler auf und davon zog und den mitgelaufenen Dirk Briese den Ball genau in den Lauf spielte, so dass Briese nur noch den Fuß hin halten musste, um zum 2:0 zu vollenden.

Werder zeigte sich beeindruckt von der Premnitzer Spielstärke und fand überhaupt nicht ins Spiel. Kurz vor der Pause hatten die Premnitzer Anhänger erneut den Torschrei auf den Lippen. Rene Kersten schnappte sich an der Mittelinie den Ball und ließ mit einem unwiderstehlichen Antritt die Werderaner Gegenspieler stehen, scheiterte aber am Torwart.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein wahrer Fußballkrimi. Werder kam wie verwandelt aus der Kabine und setzte den TSV nun mächtig unter Druck. In der 47. Minute bekamen die Platzherren einen Strafstoß zugesprochen, den Edgar Hecht sicher zum 1:2-Anschlusstreffer verwandelte. Werder warf nun alles nach vorn, und der TSV Chemie geriet zeitweise stark unter Druck. Premnitz überstand diese Phase, und nach einer Stunde Spielzeit hatte man Spiel und Gegner wieder unter Kontrolle. Trainer Heino Rügen brachte in der 67. Minute für den gut spielenden, aber erschöpften Andre Kather Steffan Schneider ins Spiel. Schneider spielte immer wieder seine enorme Schnelligkeit aus und konnte in der 75. Minute nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Christian Fehlberg übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 3:1 für die Gäste.

Werder zeigte sich wenig beeindruckt und legte sich in der Endphase noch einmal mächtig ins Zeug. In der 80. Minute gelang den Gastgebern dann auch der erneute Anschlusstreffer zum 2:3.

In der Schlussminute stockte den Premnitzern noch einmal der Atem. Einen Schuss von Ingo Hecht konnte Sebastian Franke im Premnitzer Tor mit letztem Einsatz abwehren. Den Nachschuss setzte der Werderaner an den Pfosten. Damit blieb es beim TSV-Erfolg.     P. Kaiser

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