Verein-Geschichte

Die Geschichte des TSV Chemie Premnitz e.V.

 

Der Anfang des organisierten Sportes in Premnitz

Es war im Jahre 1909, als sportinteressierte junge Männer des kleinen Dorfes Premnitz im Havelland den ersten Sportverein gründeten. Als Namen wählten die Gründer Gustav Müller, Paul Käpernick, Gustav Peters und Paul Michelmann den Namen „MTV“ – Männer-Turn-Verein Premnitz. Geräteturnen und Leichtathletik zählten zu den ersten Sportarten.

Als Vorsitzender wurde Gustav Müller gewählt. Er blieb MTV-Chef bis zum Ende des MTV im Jahre 1939.

Interessierte Handballer bildeten 1924 eine Feldhandball-Mannschaft — die Geburtsstunde der Premnitzer Traditionssportart Handball.

In diese Zeit fällt auch die Etablierung der Sportart Kegeln (Bohle). Bekanntester Sportler des MTV war Bruno Müller. Er war ein vielseitiger Sportler, denn er war nicht nur einer der besten Kegler, sondern auch ein guter Leichtathlet.

In den ersten 15 Jahren fanden die Übungen und Wettkämpfe im Freien auf privaten Wiesenflächen an der heutigen Fontane- und Bergstraße statt.

Nach dem 1. Weltkrieg und dem Aufbau des Kunstseidenwerkes erhielt der MTV in den 20er Jahren Konkurrenz durch die Sportgruppen des Arbeiter-Turn und Sportbundes. Es waren Turnerinnen und Turner, aber auch Leichtathleten und Sportmusiker (Schalmeien), die im Premnitzer Sport neue Akzente setzten und sich beim Bau und der Inbetriebnahme des ersten Premnitzer Sportstadions (alter Sportplatz) aktiv beteiligten.

Am 26. und 27. Juni 1926 wurden nach einjähriger Bauzeit das Stadion und das Funktionsgebäude feierlich eingeweiht und zum ersten Mal genutzt. An vielen Wettkämpfen beteiligten sich die Schüler der Volksschule und der Familien-Schule des Kunstseidenwerkes. In seiner Festrede übergab der Gemeindevorsteher Görner die Nutzung des Stadions für Vereine und Schulen frei. Herr Hauptlehrer Hoppenheit von der Volksschule übernahm im Namen der Schulen das Stadion. Vor zirka 1000 Bürgern umrahmten Sportgruppen des Arbeiter- Turn- und Sportbundes die feierliche Inbetriebnahme.

Anfang der 30er Jahre wurden die sportlichen Aktivitäten des Arbeiter-Turn- und Sportbundes verboten. Die Bohlekegler verließen 1931 den MTV und gründeten den Keglerverein „Gut Holz“.

Jährliche Höhepunkte des sportlichen Lebens des MTV waren die Bergfeste mit Havelstafette.

Im 2. Weltkrieg waren die sportlichen Aktivitäten in Premnitz weitgehend eingestellt.

Neubeginn 1945 – die Gründerjahre der Betriebssportgemeinschaft Chemie Premnitz

Die unter Hoheit der sowjetischen Besatzungsmacht stehende Leitung des Kunstseidenwerkes gestattete der Gewerkschaft und der Jugendorganisation, Sportgruppen. in verschiedenen Sportarten zu bilden, die sich regelmäßig an Training und an noch unorganisiertem Wettkampfrunden beteiligten.

Es waren die Handballer, die sich zur ersten Sportmannschaft nach dem Weltkrieg zusammenfanden. Zu ihnen zählten Heinz Becker ‚Willi Meyer, Willi Mewes, Franz Kluhe, Karl-Heinz Stelle, Otto Rosin und Uli Hahn.

Andere Werksangehörige und Premnitzer Bürger interessierten sich für Tischtennis, Schwimmen und Fußball. Zunächst standen den Premnitzer Sportlern für ihre Sport-Ausübung der alte Sportplatz, einige freie Werkhallen im Kunstseidenwerk, das Volkshaus (Lindenhof) und der nun für alle Bürger zugängliche Premnitzer See zur Verfügung.

Im Februar 1949 wurde die Betriebsportgemeinschaft des Kunstseidenwerkes Premnitz aus den Sportgruppen Handball, Tischtennis, Schwimmen und Fußball gegründet. Die Gründer-Persönlichkeiten waren Heinz Grade, Werner Porep, Siegfried Conrad und Ernst Gutschmidt.

Die BSG Leitung und die Sektionsleiter forderten vom Trägerbetrieb eine Verbesserung der Sportstätten. So den Neubau eines Mehrzwecksportplatzes und ein Schwimmbad am Premnitzer See. Die Realisierung eines neuen Sportgeländes mit einem Mehrzwecksportplatz begann im Jahre 1950. Es entstand der heutige Hauptplatz (Inbetriebnahme 1952).

Der neue Sportplatz und die Unterstützung durch den Trägerbetrieb hatten einen positiven Einfluss auf die Leistungsentwicklung der 1. Männermannschaft. Mit dem Landesmeister wurde die Qualifikation zur Teilnahme an den Spielen um die DDR-Meisterschaft gesichert. Gegen Rostock wurde gewonnen, gegen Magdeburg unglücklich und knapp verloren.

Die Premnitzer Fans waren begeistert. In diese Zeit fallen auch die erbitterten Duelle zwischen den Premnitzer und Milower- Handballmannschaften. Bis in diese Tage setzt sich diese Rivalität mit den Folgen zu Fragen einer engen und notwendigen Zusammenarbeit zwischen den Sportvereinen Chemie Premnitz und Germania Milow fort.

Die Sektion Tischtennis fand nach Gründung regen Zuspruch und zählte schnell mehr als 50 Mitglieder. Erster Erfolg unter der Leitung von Werner Porep war ein 2. Platz bei der Landesmeisterschaft der Pioniere 1950 durch Joachim Furchtmann und Siegfried Benz im Doppel. Die 1. Frauenmannschaft wurde Bezirksmeister 1953 und stieg in die DDR-Liga auf Bezirksmeister im Doppel wurden Ilse Boebl und Ilse Brankow. Die Sportfreunde Günter Mumm, Heinz Lange und Lothar Schanz waren damals die Leistungsträger der Männermannschaft, die in der Bezirksliga spielte.

In der zweiten Hälfte der 50er Jahre wurde es in dieser Sportart etwas ruhiger. Die Leitung hatte in dieser Zeit Sportfreund Eduard Tesch.

Die Sektion Schwimmen unter der Leitung der Sportfreunde Siegfried Conrad, Fritz Kaiser und Heinz Grade entwickelte sich trotz unzureichender Übungs und Wettkampfbedingen prächtig (bis zu 180 Mitglieder). 1950 wurde mit dem Bau der Wettkampfanlage am Premnitzer See (Sprungturm, Wettkampfbahnen 50m mittels Steganlage und ein Funktionsgebäude) begonnen und 1954 fertiggestellt. Die Anlage war ein großer Fortschritt und hatte zu enormen Leistungssteigerungen der jungen Schwimmsportler geführt. Doris Wiese und Jürgen Stieler waren Teilnehmer an der zentralen Pionierspartakiade in Dresden. Hildegard Köpke wurde Bezirksmeister 1954— 1960 in100m und 200m Brust. Die Frauenstaffel mit Hildegard Köpke, Rita Kaiser, Heike Stieler und Doris Wiese gewann Gold beim Turn- und Sportfest 1959 in Leipzig.

Die Sektion Fußball hatte es am Anfang schwer. Die Leistung der Mannschaft stagnierte und hatte wenig Anhänger. Es war ein Beginn für spätere Entwicklungen.

Mitte der 50er Jahre bildete sich ein leistungsstarker Spielmannszug in der BSG Chemie, der sich gut entwickelte und über die Landesgrenzen bekannt wurde. Auch die Boxsportanhänger versuchten kurz nach der Gründung der BSG diese Sportart in Premnitz heimisch zu machen. Trotz erfolgreicher Anfänge, wie Landesmeisterschaft und 1. Platz in der DDR-Liga wurde der Aufstieg in die Oberliga abgelehnt. Trainer Oskar Willenberg hatte seine Boxstaffel, die Brüder Mazur, Lesinski, Twirdy, Schmidt, Kanter, Hahn, Melzer, Rau, Schwarz, Klette und Henschel gut entwickelt. Anfang 1960 stellte diese Sektion ihre Arbeit ein.

Im Februar 1957 gründeten die Sportfreunde Wolfgang Sommer, Werner Porep, Karl Goetsch und Alfred Endrikat die Sektion Wassersport. Erster Sektionsleiter war Kurt Stuf. Das Chemiefaserwerk hatte der BSG die Kulturbaracke auf dem Gelände der Kasernierten Volkspolizei als Bootshaus zur Verfügung gestellt. Am 1. Mai 1957 übergab der Werkdirektor, Erich Winkler, ein erstes Kanu-Rennboot an die Kanuten. Damit war die Grundlage für die Teilnahme an Kanu-Regatten geschaffen. Annemarie Pieper, Renate Langhans, Jutta Seile, Udo Albrecht und Harald Seile waren die ersten Premnitzer Kanusportler. Dem Aufbau des Wohngebietes „Zentrum“ musste das erste Bootshaus der BSG weichen. Die Gemeinde Premnitz stellte das völlig zerstörte Sägewerk an der Milower Brücke der BSG als Ersatzgelände zur Verfügung. Es begann ein neuer Anfang.

1956 wurde auf Initiative von Walter Schmidt, ein ehemaliger Boxer, die Sportart Turnen in Premnitz wieder gegründet. Eduard Pritzkow, Hans Harsdorf, Apostolus Kristallis waren die Pioniere dieser Sportart in der BSG Chemie Premnitz.

Die Betriebssportgemeinschaft Chemie Premnitz auf dem Weg zu einer Groß-BSG

Die Entwicklung des VEB Chemiefaserwerk „Friedrich- Engels“ als Trägerbetrieb und der Bevölkerungszuwachs von Premnitz in den 60er Jahren stellten neue Anforderungen an die Entwicklung des Sportangebotes. Die Leistungen der Chemiesportler, insbesondere der Handballer, waren in Fachkreisen anerkannt. Zu ihren Spielen kamen bis zu 1000 Zuschauer. Der Trend im Handball ging Anfang der 60er Jahre endgültig zum Hallenhandball über. Die bisher von den Handballern. genutzten Werkhallen des CFW wurden für die Erweiterung der Produktion benötigt. So wurde durch die BSG-Leitung unter Werner Stäbe an den Trägerbetrieb die Forderung gestellt, eine große Sporthalle in Premnitz anbauen, um das erreichte Leistungsniveau zu sichern. Mit großem Verhandlungsgeschick gegenüber dem Trägerbetrieb und dem Rat des Bezirkes Potsdam als Geldgeber (Lottomittel) sicherte die BSG-Leitung den Bau der Sporthalle mit internationalem Spielfeldmaß, Zuschauerrängen, Vorrichtungen für weitere Hallen- sportarten, wie Turnen, Tennis und Volleyball am Tor 2.

Im Jahr 1962 wurde die Sporthalle fertiggestellt und feierlich eingeweiht. Premnitz verfügte zu diesem Zeitpunkt über die modernste Sporthalle im Bezirk und wurde in den folgenden Jahren Gastgeber internationaler Sportveranstaltungen im Handball und Turnen. In dieser Zeit wurde auch das Sportgelände um einen weiteren Rasenplatz, zwei Tennisplätze und dem Stadionturm erweitert.

Die Wassersportler steckten viel Kraft und Liebe in den Ausbau des alten Sägewerkes an der Milower Brücke zu einem schmucken und sportgerechten Bootshausgelände.

Mit diesen neuen Sporteinrichtungen und der finanziellen und personellen Unterstützung durch den Trägerbetrieb kam es bei den ballspielenden Sektionen zu beispielhaften Entwicklungen. Im Handball wurde eine ständige Zugehörigkeit in der DDR-Liga erreicht. Es wurde 8-mal der Aufstieg in die DDR-Oberliga geschafft.

Die älteren Handballanhänger der Region erinnern sich noch an die Leistungsträger im Premnitzer Handball dieser Zeit wie Horst Kertz, Karl-Heinz Groß ,Wolfgang Stolle, Harald Reim, Dieter Markau, Manfred Herrmann, Achim Ruppin, Jörg Braun und Waldemar Dohrn. Als Trainer fungierten in dieser Zeit die Sportfreunde Großkreuz, Beckmann und Reim.

Nach Jahren der Stagnation wurde die Sportart Fußball in Premnitz attraktiver. Durch Zugänge von Fußballern aus Rathenow, Brandenburg und anderen Orten entwickelte sich in wenigen Jahren eine leistungsstarke 1. Fußballmannschaft. Diese Mannschaft wurde dann auch durch die Betriebsleitung, insbesondere durch den Betriebsdirektor, Karl Kaiser, gefördert.

Im Jahre 1967 sicherte sich die Mannschaft in dem Aufstiegsspiel in Espenhain den Aufstieg in die DDR- Liga. Trainer Weitkuhn hatte eine leistungsstarke Elf geformt, die in den 60er Jahren die Liga-Zughörigkeit sicherte und tausende Zuschauer ins Chemiestadion lockte.

Im Jahr 1962 übernahm Peter Kutzer die Sektion Turnen. Mit den Sportfreunden Pritzkow, Harsdorf, Hentschel und dem Ehepaar Kristallis wurden in der Sportart Turnen erste Erfolge erzielt. Mit der Sporthalle an der Südschule konnte die materielle Basis erweitert werden. So wurde folgerichtig 1966 ein Leistungstrainings- zentrum Turnen bei der BSG eingerichtet.

Die an Tennis interessierten Premnitzer nahmen 1967 die Tennisanlage in Besitz. Zunächst waren es 25 Sportfreundinnen und Sportfreunde.

Erst 1964 kam nach langer Pause die Leichtathletik wieder ins Premnitzer Sportangebot. Uwe Kanty kam nach Premnitz und begann, für die Leichtathletik Interessenten an den Premnitzer Schulen und der Betriebsberufschule zu gewinnen. Mit Klaus Fiehöfer übernahm 1967 ein gut ausgebildeter Sportlehrer die Sektionsleitung. Er war auch viele Jahre erfolgreich als Übungsleiter. Die Sportart hatte schnell viele Mitglieder, besonders im Kinder- und Jugendalter.

Im Jahr 1962 hatte sich die Sektion Wassersport in eine Sektion Kanu und eine Sektion Segeln umorganisiert. Die Segler der ersten Stunde waren Karl Goetsch, Fritz Schlüter, Hermann Schulz und Alfred Endrikat. In den folgenden Jahren entstanden die Seglerhalle und der Kanurennstall. Die Kanuten und Segler organisierten die ersten gemeinsamen Bootskorso. Die Rennkanuten errangen zahlreiche Siege zu den Kreismeisterschaften.

Einige Sportfreunde aus der Sektion Bohle wechselten mit Hermann Maigatter zur Sportart Bowling und gründeten die Sektion Bowling, deren erster Sektionsleiter Hermann Maigatter wurde. Auf Initiative und unter aktiver Mitwirkung der Mitglieder wurde aus einer 2- Bahnen „Schere“ am Klubhaus Bunsenstraße eine 2- Bahnen-Bowlingbahn und nach Anbau zwei weiterer Bahnen und einem Sozialtrakt eine schmucke 4-Bahnen Bowlinganlage. Zur Einweihung der Anlage 1966 war der vielfache DDR-Meister Chemie Buna Halle dabei. Siegfried Sommer, bester Spieler von Buna, Meister des Sports und EM-Teilnehmer, fand Gefallen an Premnitz und schloss sich der BSG Chemie Premnitz an. Er war fortan eine große Stütze und Motor für die Entwicklung des Premnitzer Bowlingsportes. Bei der Bildung der Bowling-Sonderliga 1967 der DDR qualifizierten sich die Premnitzer Herren für diese höchste Liga. Nach 2. und 3. Plätzen wurde die 1. Mannschaft 1970 erstmals DDR- Meister. Irene Haase war die erste Premnitzer Bowlingspielerin, die einen Einzel-DDR-Meistertitel nach Premnitz holte.

Die Sektion Schwimmen war zu Beginn der 60erJahre auf einem hohem Leistungsniveau. Sie zählte zum damaligen Zeitpunkt über 150 Mitglieder. Viele Sportfreunde haben sich in dieser Zeit in der Sektion verdient gemacht.

Doris Strehle, Horst Kresse, Heinz Liebner, Wolfgang Wichmann, Heide Ruge waren damals die Leistungsträger.

Die Sektion verlor 1966 ihre Sommer-Übungs- und Wettkampfstätte am Premnitzer See. Nach 10 Jahren Nutzung wurde die Steganlage im Herbst 1965 gesperrt und abgebaut. Die Schwimmer konnten fortan nur noch in Brandenburg im Hallenbad ihre Übungen und Wettkämpfe mit viel Zeit- und Kostenaufwand durchführen. Der Wunsch nach einem neuen, beheizbaren Bad entstand schon zu diesem Zeitpunkt.

Die Anfänge im Premnitzer Schachsport sind nicht mehr exakt feststellbar. Zu den Pionieren gehört Walter Ahrens. Von seiner Ehefrau Susanne unterstützt, übernahm er die Sektionsleitung und setzte erste Maßstäbe. 1961 waren die Schachspieler Gastgeber der DDR-Meisterschaft in Premnitz. Die Sektion Schach hatte als Übungs- und Wettkampfstätte das runde Zimmer im Klubhaus Bunsenstraße. 1967 übernahm Dr. Hans-Ulrich Dost die „Führung“. Fritz Lorenz, Alwin Lache und Hellmut Hofmann waren die erfolgreichen Übungsleiter in diesem Zeitabschnitt.

Die BSG Chemie Premnitz hatte sich in den 60er Jahren zu einer Groß-BSG entwickelt. Über 1000 Mitglieder in ll Sektionen trieben auf den neuen Sportanlagen aktiv Sport. Für die vorbildliche Entwicklung des Sportangebotes in Premnitz wurde die BSG Chemie Premnitz 1965 mit der „Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille“ ausgezeichnet.

Für die Organisation der Premnitzer Sportarbeit, die Betreuung und Herrichtung der Sportanlagen für Übung und Wettkampf, die Finanzierung der Sportdurchführung, Erhalt und Ausbau der Sportstätten nach Vorgaben der ehrenamtlichen BSG-Leitung und den Sektionsleitungen war vom Trägerbetrieb ein hauptamtliches Arbeitskollektiv unter Leitung von Sportfreund Uli Hahn bestellt.


Die BSG Chemie Premnitz – die Nummer 1 im Bezirk Potsdam

Mit der Vorbereitung und Inbetriebnahme der Chemiefasergroßanlagen Wolpryla 65 und Grisuten 72 im Trägerbetrieb zog es viele neue, insbesondere junge Familien nach Premnitz. Hier gab es in den 70er Jahren vier polytechnische Oberschulen und eine große Betriebsberufsschule. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in der BSG Sport trieben, stieg auf über 800.

In den Sportarten Handball und Leichathletik wurden zwei weitere Trainingszentren den Sektionen angegliedert. Die Nachwuchsbereiche konnten Mannschaften in allen Altersklassen bilden. Die Arbeit der über 100 Übungsleiter wurde vom Betrieb unterstützt, oft auch in Form von Freistellungen von der Arbeit für die Übungsdurchführung.

In den Premnitzer Trainingszentren wurden talentierte Kinder und Jugendliche so ausgebildet, dass sie den Anforderungen einer Delegierung an die Sportschulen entsprachen. Da diese Anforderungen sehr hoch waren, wurde nur ein kleiner Anteil der zu den Trainingszentren zählenden Mitglieder an die Sportschulen delegiert. U. a. wurden die Leichtathletin Katrin Kanty, Sabine Kertz, Kati Kovacs und ihre männlichen Sportfreunde Jan Möller, Jörg Wartenberg, Holm Hänsel und Mario Poppe an die Sportschule Potsdam, die Turnerinnen Britta Jäger, Solvay Heuchert und Daniela Schiewe an die Sportschule Frankfurt/Oder und die Turner Dirk Schiewe und Kai Fichtner an die Sportschule Potsdam delegiert. Von den vielen Handballern schafften es nur wenige, weil ihre in dieser Sportart erforderlichen Körpermaße nicht ausreichten. Die jungen Handballer Bernd Mätzke, Karsten Heinz, Uwe Rheinsberg, Ralph Liebner, Heiko Kummer und Uwe Gutschmidt schafften die Delegierung. Durch die Arbeit in den Trainingszentren hatten die integrierten Sektionen leistungsstarke Riegen, Mannschaften und Einzelsportler, die für die BSG bei den regionalen oder nationalen Meisterschaften gute Platzierungen erreichten, so die Leichtathleten Susanne Wernsdorf, Uwe Czarnofski, Karina Wagner und Arne Bochmann und die Turnerinnen Anke Steiner, Susanne Machan, Birgit Kühn und Caroline Hänsch. Besonders deutlich zeigte sich dies in der Premnitzer Traditionssportart Handball.

Die B-Jugendmannschaften erzielten bei den DDR- Meisterschaften sehr gute Platzierungen. Gleichzeitig wurde für die Männermannschaften ein guter Nachwuchs trainiert.

In den Sportarten Schwimmen und bei den Rennkanuten gab es auch negative Entwicklungen. Ein Grund dazu war bei den Schwimmern die fehlende Wettkampfstätte in Premnitz.

Die Ausbildung von Rennkanuten und das Training der Sportler auf der Havel wurde aufgrund der Intensivierung der Schifffahrt auf der Havel zwischen Berlin und Hamburg zum immer größeren Risiko, so dass diese Sportart eingestellt werden musste.

Die an Wassersport interessierten Sportler fanden dann im Kanutourismus mit Wettkämpfen eine neue Sportart. Schnell wuchs diese Sportdisziplin an Mitgliedern. Pioniere in dieser Sportart waren Norbert Ölschläger und Wolfgang Drescher.

Auch die Sektion Volleyball hatte guten Zuwachs und wurde unter der Leitung von Norbert Berg und dem aus Salzwedel zugezogenen Reinhold Czauderna eine leistungsstarke Gemeinschaft.

Großen Zuspruch bei den Kindern und Jugendlichen fanden die Sportarten Fußball, Tennis, Tischtennis, Judo, Schach und Bowling.

Die bisherigen Sportstätten einschließlich der Sanitäreinrichtungen entsprachen nicht mehr den Anforderungen. So wurde auf dem Sportgelände der BSG mit vielen Initiativen und klugen Ideen nach kurzer Bauzeit das „Mehrzweckgebäude“ fertiggestellt. Neben Umkleideräumen, Duschen und Toiletten für die Sektionen Fußball, Leichtathletik, Tennis und Kraftsport, zog das Sportbüro mit Beratungsraum und die Sektion Judo ein. Die Sektion Judo u. a. von den Aktiven Gerd Haberstroh und Detlef Lang gegründet, gewann durch die stationäre Judohalle das Interesse der Kinder und Jugendlichen an dieser Sportart. Rainer Zemlin und Berthold Kamin konnten als Übungsleiter eine Vielzahl von Judokas heranbilden.

Frau Schienitzki verstand es, an den Schulen mit Erfolg das Interesse für die Sportart Schach zu wecken. Mehrfach. wurde der weibliche und männliche Nachwuchs Mannschaftsbezirksmeister. Grit Westphal, Ramona Koch, Silvia Koch und Toni Sonne kamen in der DDR-Liga zum Einsatz. Silvia Koch war in den 70er Jahren die stärkste Jugendspielerin im Bezirk Potsdam. Den größten Erfolg im Nachwuchsbereich erzielte später Jens Gottschalk mit dem Gewinn der DDR-Meisterschaft in der Altersklasse

Im Tischtennis begann Anfang 1970 die Zeit von Bernd Rose und Bernd Dammann. Die Leitung übernahm ein junger Tischtennisspieler, Harald Wegwerth. Es entwickelte sich eine spielstarke Nachwuchsgruppe mit Mathias Buß, Christian Maaß, Jörg Vogeler, Andres Ruge, Katja Titze und Fatima Vozari.

1975 wurde die Sektion Spielmannszug wieder ins Leben gerufen. Unter der Sektionsleitung von Heinz Seelig fanden rasch 64 Sportfreunde Interesse an dieser Sportart. Schon 1977 wurde der Spielmannszug bei den Bezirksmeisterschaften in Rathenow Bezirksmeister. An den Bezirksmeisterschaften 1979 in Premnitz wurde der Nachwuchszug Bezirksmeister. Er verteidigte diesen Titel auch1980 und stieg damit in die Leistungsklasse II auf. Die Premnitzer Spielleute traten auf vielen regionalen Veranstaltungen auf und erhielten von den Zuschauern viel Beifall. Das war ein schönes Dankeschön für die umsichtigen Übungsleiter Rosemarie Krone, Thomas und Werner Siebert, Hannelore Bodemann, Hans-Peter Lubadel, Peter Cimander und Daniela Vogelei.

Auch der Kraftsport fand Interesse bei den Jugendlichen. Deshalb wurde im ehemaligen Anglerhaus auf dem Sportgelände ein Kraftraum eingerichtet, der Heimstatt der neuen Sektion wurde. Natürlich nutzten auch die Sportgruppen der übrigen Sektionen diese neuen Möglichkeiten.

Der Trend der sportlichen Interessen älterer Sportfreunde waren Freizeitsportaktivitäten innerhalb der Woche ohne vorgeschriebene Wettkampfsysteme an Wochenenden. So fanden die von der BSG angebotenen Veranstaltungen der jährlichen Stadtmeisterschaften in den Sportarten Fußball, Handball, Schach und Bowling eine hohe Resonanz.

Auch die Sektion Turnen bot in diesen Jahren Übungsstunden in Gymnastik für Frauen und im Geräteturnen für Frauen und Männer im fortgeschrittenen Alter an. Die Übungsleiterinnen Renate Nestler, Ursel Schmidt und Marina Wolf sowie Sportfreund Horst Alex hatten einen guten Zuspruch.

Auch eine Sektion Wandern und Touristik bildete sich in diesen Jahren, die unter der Leitung von Gottfried Reichelt ein jährliches Wanderprogramm anbot und von den Mitgliedern gut genutzt wurde.

In der Sektion Kanu entstand die Gruppe der Wasserwanderer, die mit ihren motorisierten Booten die Seen und Flüsse der Republik erkundeten. Schon 1970 hatten sich die BSG-Wassersportler einen vereinseigenen Zeltplatz an der Lutze bei Möthlow gepachtet und hergerichtet. Er war in den Sommermonaten gut belegt.

Die Schwimmsportler kämpften weiterhin um ein neues Premnitzer Bad. Etwas besser waren für sie die Trainingsbedingungen nach der Inbetriebnahme der Volksschwimmhalle in Rathenow geworden.

In den achtziger Jahren war dann die Planung des Projektes „Freibad Premnitz“ fertiggestellt und der Bau begann. Vorübergehend wurde in dieser Zeit in den Sommermonaten auch das Schwimmbecken in Gapel genutzt.

Unter der Regie von Heinz Tietze und Fritz Wiese erfolgte die Erweiterung der Bowlingbahn auf 10 Bahnen mit speziell entwickelten Aufstellautomaten (Strippe). Den BSG-Leistungssportmannschaften standen die sechs neuen Bahnen, die vier alten Bahnen dem Freizeitsport der Brigaden und allen BSG-Mitgliedern für Übung und Wettkämpfe zur Verfügung.

Die Bowlingmannschaften, sowohl die Herren als auch die Damen, spielten in der Sonderliga der DDR und erspielten eine Vielzahl von DDR-Meisterschaften in Mannschaftsrunden und im Einzel. Die FDGB-Pokale sind im lückenlosen Besitz der BSG Chemie Premnitz. Auch der Nachwuchs in dieser Sportart wurde leistungs- stärker und erzielte regionale und nationale Meistertitel, insbesondere z. Bsp. Ingrid Grade.

Die Fußballer spielten nach Abstieg aus der DDR-Liga in der Bezirksliga. Die guten Rahmenbedingen in Premnitz zogen viele gute Fußballer aus anderen Vereinen von fern und nah an, so u. a. Ulli Janeck und Klaus Wolf aus Schwarza. Als Trainer waren Nationalspieler Gerd Voigt, Heinz Trumpf und der Brandenburger Eckhard Märzke verpflichtet. Viele Übungsleiter, wie Helmut Stache und Siegfried Döring (u. a.) führten viele Nachwuchsmannschaften zu regionalen Erfolgen.

Im Handball wurde die Zugehörigkeit zur DDR-Liga in diesem Zeitabschnitt gesichert. Peter Knebel kam als Handballspieler nach Premnitz und wurde ein erfolgreicher Übungsleiter für den Nachwuchs und für die 1. Mannschaft. Eine gute und erfolgreiche Übungsleitertätigkeit leisteten die Sportfreunde Dr. Gerhard Missfelder, Hans-Georg Reinsberg, Dieter Markau, Harald Reim, Manfred Herrmann und Hans Awe. Erfolgreiche Nachwuchsspieler wie Werner Gericke, Uwe Boltze, Ralph und Günter Krücken, Volkmar Schmidt und Frank Groß bestimmten das hohe Leistungsvermögen des Premnitzer Handballs in dieser Zeit mit. Als Funktionäre und Schiedsrichter waren Werner Köppen, Dieter Lang, Wilfried Krüger, Horst Schmalbach und Achim Welzer aktiv.

Die Sektionen Handball, Bowling und Leichtathletik maßen sich bei internationalen Vergleichskämpfen mit Mannschaften aus Polen, Ungarn, der Sowjetunion und aus Rumänien.

Im Jahr 1983 wurde eine Baracke an der großen Sporthalle frei, und die BSG richtete darin eine stationäre Tischtennishalle ein, die von den Tischtennisspielern mit Freude in Besitz genommen wurde. In dieses Gebäude zog dann die kurz zuvor gegründete Sektion Billard mit ein. Erster Sektionsleiter war Peter Schienitzki, danach übernahm Hans-Joachim Ruppin die Leitung. Im Familienbillard wurden Bernd und Rainer Bohling für die BSG erstmals DDR-Meister. Enrico und Achim Ruppin holten danach noch zweimal diesen Titel.

In der BSG-Leitung und in den Sektionsleitungen hatten nun viele junge Sportfreunde Verantwortung übe­nommen: Bernd Müller von Werner Porep bei den Kanuten, Manfred Gutschmidt von Fritz Köpke, Werner Siebert von Heinz Seelig, Doris Strehle von Horst Kresse, Ralph Kühn von Hellmut Sturm. Sie wurden den Aktiven wichtige Mitstreiter. Mit Hans-Jörg Daur, Peter Golücke, Klaus Fiehöfer, Doris Strehle und Roland Schmidt übernahmen junge Sportfreunde die Regie in der BSG- Leitung in der auf über 2500 Mitglieder zählenden Sportgemeinschaft, die den Premnitzer Einwohnern und den Werksangehörigen in 19 Sportarten ein aktives, regelmäßig sportliches Leben bot.

Im Jahre 1987 wurde der langjährige Geschäftsführer Uli Hahn in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

Die BSG Chemie Premnitz wurde für ihre Arbeit mehrmals als vorbildliche Sportgemeinschaft im DTSB der DDR ausgezeichnet.

Neubeginn 1990 als TSV Chemie Premnitz e.V.

Es war ein komplizierter Übergang von einer Betriebssportgemeinschaft der DDR in einen gemeinnützigen Verein der BRD. Für solche Wandlungen gab es keine Vorbilder oder Lehrbücher. Die Konsultationen mit befreundeten Vereinen der BRD aus alten Zeiten (Schüttdorf 09) zeigten die großen Unterschiede in der Finanzierung der Sportdurchführung und der Unterhaltung der Sportstätten auf. Es gab viele nützliche Ratschläge zur Satzungsgestaltung, die Arbeit mit Sponsoren und Spenden usw. Die Frage, wie man ohne Konkurs eine Groß-BSG in einen großen gemeinnützigen Sportverein umstellt, blieb unbeantwortet. So standen Anfang des Jahres 1990 für die Leitungen der Gemeinschaft folgende Aufgaben zur Lösung an:

*Umstellung der Finanzierung des Vereins und der 18 Abteilungen. Bis zum 30.06.1990 wurde der Verein im Wesentlichen aus Mitteln des Kultur- und Sozialfonds des Chemiefaserwerkes einschließlich geringer Mitgliedsbeiträge (15,- M der DDR pro Jahr und Mitglied) finanziert. Ab dem 01.07.1990 musste der Verein aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Sponsorenmitteln und Zuschüssen von der Stadt und dem Land den Sportbetrieb finanziell absichern.

• Sicherung und Finanzierung der Premnitzer Sportstätten für den TSV und seinen Abteilungen.

• Aufrechterhaltung aller Abteilungen der BSG im Verband des neuen TSV Chemie Premnitz e. V.

• Sicherung der Einstufung der Eingruppierung höherklassiger Mannschaften des TSV Chemie in die Wettkampfsysteme der BRD.

Die Umwandlung der BSG Chemie in TSV Chemie Premnitz e. V, wie auch die Wahl des Vorstandes, erfolgte schon auf einer Mitgliederversammlung im Februar 1990. Alle Sektionen der BSG bestätigten die neue Satzung des TSV und wurden Abteilungen des Großvereins mit einem neuen Finanzsystem. Jede Abteilung wurde ab 1990 für seine Finanzen selbst verantwortlich. Der Vorstand des TSV gibt die Mindestbeiträge vor und erhebt für die Nutzung der Sportstätten einen jährlich auf der Mitgliederversammlung zu beschließenden Sportstättenbeitrag der Abteilungsmitglieder des TSV. Die Abteilungen verfügen über ihnen zugeordnete Spenden und Sponsorenmittel in eigener Regie. Die Verwaltung der TSV-Finanzen wird in der zentralen Buchhaltung geführt und vom Kassenwart und den Kassenprüfern kontrolliert und geprüft. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 15. Juli 1990. Ab Juli 1990 musste der TSV die von der Märkischen Faser AG verausgabten Löhne und Gehälter für die Hallen- und Platzwarte sowie den hauptamtlichen Geschäftsführer und einen Großteil der Betriebskosten der Sportstätten an das Werk erstatten. Die Finanzierung erfolgte aus den Sportstättenbeiträgen der Abteilungen und einem einmaligen Zuschuss des Landessportbundes. Zur Sicherung der Sportstätten schloss der Vorstand mit dem Vorstand der Märkischen Faser AG einen Pachtvertrag über alle Sportstätten, die Eigentum des Werkes waren, für einen Zeitraum von 10 Jahren ab. Der Antrag des TSV an die Treuhandanstalt auf Eigentumsübertragung der Sportstätten wurde nicht positiv entschieden. Die Sportstätten wurden als Teil der Immobilien, die nicht zu Produktionszwecken notwendig, und zu Zeiten der DDR entstanden sind, 1992 an die Stadt Premnitz als Eigentum überführt. Mit der Stadt erfolgte eine vertragliche Regelung über die Nutzung der Sportstätten.

Noch zu DDR-Zeiten hatte die Regierung Mittel für die Fertigstellung des Premnitzer Schwimmbades mit dem 50-m- Schwimm- und einem Nichtschwimmerbecken bereitgestellt. Unter der Regie der Stadt wurde es noch im Sommer 1990 unter dem Namen „Fit — Point“ feierlich eingeweiht. Wohl hatten nun die wenigen verbliebenen Mitglieder der Abteilung Schwimmen um Doris Strehle nun auch im Sommer gute Übungs- und Wettkampfbedingungen, aber für die Nutzung der Schwimmhalle im Winter mussten die Schwimmer nun Nutzungsentgelte entrichten. Deshalb wurde 1990 in eine Schwimmge meinschaft mit dem Schwimmverein Einheit Rathenow eingewilligt, um die Winternutzung kostenlos zu umgehen. Zur Entlastung von Doris Strehle übernahm Bärbel Hennig die Abteilungsaufgabe bei den Schwimmern, die nun an vielen Altersschwimmfesten und Meisterschaften auf Bundesebene teilnahmen.

Die Abteilung Wandern löste sich auf. Die Reisefreiheit lockte nun erst einmal in die weite Welt.

Die Wassersportabteilungen des TSV passten ihre Organisation den neuen Bedingungen an. Es wurde eine Abteilung Wasserwandern unter Leitung von Heinz Grade, der bereits 1949 die Abteilung Schwimmen mit gegründet hatte, gebildet. Die Kanutouristen bildeten nun die Abteilung Kanu unter Leitung von Norbert Oelschläger. Die Segler wurden von Wolfgang Scheifhacken in die neue Zeit geführt. Der ehemalige Campingplatz an der Lutze wurde vom TSV nicht übernommen. Einige Campingfreunde gründeten daraufhin den Verein „Lutze e. V.“ und wurden Pächter des Platzes an der Havel. Die Segler, die die Lutze als Sommerliegeplatz genutzt hatten, pachteten unter dem Dach des TSV einen Uferstreifen an einem Erdeloch in Fohrde und richteten dort ihr Sommerquartier ein.

Die Spielleute knüpften neue Kontakte mit bundes-deutschen Klangkörpern besonders zum Spielmannszug „Schloss Ricklingen 1951 e. V.“. Der TSV-Spielmannszug ist bei vielen Premnitzer Veranstaltungen, wie Fasching, Dachsbergfest u. a. nicht wegzudenken. Werner Siebert hatte es verstanden, die Abteilung stabil zu entwickeln.

Die 1. Handballmannschaft stufte der DHB in die 2. Bundesliga Nord ein. Die 1. Mannschaften im Bowling wurden in die 1. Bundesliga eingegliedert. Die 1. Fußballmannschaft hatte sich aufgelöst. Die Abteilung begann mit verbliebenen Premnitzer Fußballspielern und Premnitzer Übungsleitern, wie Werner Groß, Horst Sandowski, Bernd Helbig und Dietmar Möhring, eine neue leistungsstarke Mannschaft aufzubauen. Eine treue Seele der Abteilung Fußball war in. dieser Zeit Günther Gottschalk, der sich für alles verantwortlich fühlte.

Die Handballer konnten die Klasse der 2. Bundesliga nicht halten, spielten dann aber auch aufgrund der Zugänge aus Brandenburg in der Regionalliga für längere Zeit eine bedeutende Rolle.

Die Bowlingmannschaften des TSV hatten bei den Entscheidungsspielen mit Wolfsburg (Männer) und Nürnberg (Frauen) gute Ergebnisse erzielt, mussten dann aber erkennen, dass mit den Erfahrungen auf „Strippen-bahnen“ und dem bisherigen Ballmaterial die Bundesligen nicht zu halten waren.

Für die Abteilungen Tischtennis und Billard und ihren Aktiven verbesserte sich 1992 die Sportstättenfrage. Die Stadt stellte dem TSV mietfrei eine Steinbaracke in der Heimstraße zur Verfügung. Mit Unterstützung der Stadt und mit aktiver Unterstützung der Mitglieder wurden in diesem Haus eine stationäre Tischtennishalle, eine Billardsportstätte und entsprechende Sanitäreinrichtungen geschaffen. Im Billard setzte daraufhin eine sehr gute Leistungsentwicklung ein. Die Mannschaft stieg in die höchste Klasse auf und Katja Tietze wurde bundesdeutsche Meisterin in dieser Disziplin.

Mit der Schließung des Klubhauses verlor die Abteilung Schach ihr langjähriges Spiellokal. Die Schachspieler erhielten im Mehrzweckgebäude im Stadiongelände Räumlichkeiten für Übung und Wettkämpfe. Der dienstälteste Abteilungsleiter des TSV, Dr. Ullrich Dost, erhielt aktive Unterstützung durch Georg Waleschkowski bei der Intensivierung des Nachwuchsbereiches. Durch dessen umsichtige Werbung und Ausbildung von Schülern entstand wieder ein leistungsstarker Nachwuchs bei den Schachspielern, wie Annika Bünger und Christoph Barks.

Für die Kraftsportler wurden die Kraftsporträume mit neuen, modernen Geräten ausgestattet.

Die Premnitzer Bowlingfamilie hatte Glück. Ein Unternehmer aus der Schweiz, selbst Spieler in der 1. Bundesliga, bot sich an, mit dem TSV und weiteren Persönlichkeiten die Premnitzer Bowlinganlage zu modernisieren, um den marktwirtschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Die im Jahre 1993 gegründete Bowling Premnitz GmbH, in die der TSV als Gesellschafter mit eintrat, organisierte die Projektierung, die Finanzierung und die Realisierung des umfangreichen Umbaus. Die GmbH pachtete die Gebäude Bowlingbahn und Gästehaus für 10 Jahre. In den ersten 4 Monaten des Jahres 1994 erfolgten nach den Projektunterlagen des englischen Innenarchitekten Silvermann die umfangreichen Um- und Einbauten. Am 20.05.1994 wurde die neue, moderne Bowlinganlage ,,Superbowl“ feierlich im Beisein von Bürgermeister Dr. Aurich und dem Initiator, Ferdinand Janka (Engelberg), in Betrieb genommen. Die neue Bowlinghalle brachte nicht nur für die Mitglieder der Abteilung Bowling des TSV, unter Leitung von Ralph Kühn, ideale Übungs- und Wettkampfbedingungen, sondern auch den Bürgern der Stadt eine attraktive Stätte, sich als Freizeitbowler zu betätigen. Auch viele Kinder und Jugendliche wurden Anhänger dieser Sportart und oft auch Mitglied im TSV. Die sportlichen Erfolge stellten sich schnell ein. Nicht nur die Senioren holten die ersten bundesdeutschen Medaillen. Nico Falke wurde als erster Premnitzer Jugendlicher bundesdeutscher Meister im Einzel.

Mit dem Bau der neuen Bahn kam Peter Lorenz, ein Premnitzer und Absolvent der DHfK Leipzig, nach Hause zurück und übernahm den Landesleistungsstützpunkt Bowling in Premnitz. Als Bundestrainer übernahm er auch ehrenamtlich das Training der 1. Männer und der besten jungen Nachwuchsspieler. Der Wiederaufstieg in die Bundesligaebene war nur eine Frage der Zeit und gelang schon 1995. Premnitz war zum Bowling-Leistungszentrum der neuen Bundesländer aufgestiegen.

Ab 1992 deutete sich bereits an, dass die sich geänderter gesellschaftlichen Verhältnisse zu einem deutlichen Mitgliederrückgang im TSV führen werden. Mit den. Entlassungen im Werk, der Schließung der Lehrlingsausbildung und der BBS setzte ein großer Bevölkerungsrückgang in Premnitz ein, der auch infolgedessen zu vielen Mitgliedsabgängen führte. Da auch viele aktive Übungsleiter und ehrenamtliche Funktionäre aus beruflichen oder persönlichen Gründen Premnitz oder den Verein verließen, ging die Anzahl der Riegen, Übungsgruppen und Mannschaften zurück. Besonders bedauerlich war es, dass das Geräteturnen im Kinder- und Jugendalter aufgrund fehlender Übungsleiter und der ernsten Erkrankung von Peter Kutzer im TSV eingestellt werden musste.

Der Tennisboom in der Bundesrepublik bescherte dem TSV und den Tennisspielern eine günstige finanzielle Möglichkeit, die verschlissene Tennisanlage im Sportgelände zu rekonstruieren und um einen dritten Platz zu erweitern. Die TSV—Tennisspieler, wie Kurt Sünder, Klaus Wolf, Klaus Ullrich, Heinz Zahn, Detlef Scheffel, Wilhelm Langner, Manfred Bleschke und, u. a., der schon langjährige Abteilungsleiter Achim Rateitschak freuten sich über die gebotene Chance, mit einem zinslosen Kredit des Berliner Tennisverbandes diese Maßnahme zu realisieren. Die neuen Bedingungen führten zur Leistungssteigerung der Jugendlichen und der Senioren.

Die Leichathleten unter dem Abteilungsleiter Uwe Kanty und den Übungsleitern Hans-Jörg Kesten, Jörg Wartenberg, Ingrid Bach u. a. verstanden es, die Leistungsstärke der jugendlichen Leichtathleten aufrechtzuerhalten. In Premnitz wurde ein Landesleistungszentrum des Landessportbundes eingerichtet. Viele Landesmeister- ehren und Achtungserfolge auf Bundesebene waren der verdiente Lohn für die Athleten und ihre Übungsleiter. Mit Anett Engel, Silvana Bach und Collet Rampf wurden in den letzten Jahren einige Premnitzer Talente an die Sportschule Potsdam delegiert. Aber auch die in Premnitz trainierenden Madlin Dossow, Janne Engeleiter und

Robert Klein erzielten auf Landes- und Bundesebene viele Medaillen. Aber auch die Senioren beteiligten sich an diversen Veranstaltungen. Besonders die guten Platzierungen von Sportfreund Heinz Zahn (Ak 65) im Drei- und Weitsprung auf Bundesebene und bei Europameisterschaften werben für die Premnitzer Leichtathletik. Die Traditionsveranstaltungen der Abteilung Leichtathletik, wie Dachsberglauf, Hallenmeetings und der Hoch- und Stabhochsprung mit Musik, sind feste Bestandteile im Premnitzer Sportkalender.

Die Sanitäranlagen im alten „Elfmeter“ wurden Mitte der 90er Jahre als unzumutbar eingestuft. Der TSV-Vorstand beantragte in Abstimmung mit der Stadt Mittel aus dem „Goldenen Plan Ost“ für den Sportstättenbau eines Funktionsgebäudes mit Sanitär- und Umkleideräumen, getrennt nach Geschlechtern, beim LSB. Diese wurden bewilligt und das neue Gebäude zur Freude der Fußballer und der Premnitzer Schulkinder im Jahr 1998 in Nutzung genommen.

Das hohe Niveau der Handballer, sowohl im Männer- als auch im Nachwuchsbereich, konnte in den 90er Jahren gesichert werden. Die Premnitzer Talente wie Volkmar Schmidt, Günter Krücken, Heiko Thiedecke, Tom Winter, Stefan Köpke, Jens Riedel, Guido Weichbrodt und Martin Saul, verstärkt mit erfahrenen Sportfreunden aus Brandenburg, konnten in der Regionalliga Nordost die Leistungsstärke unter Beweis stellen. Als Übungsleiter in dieser Zeit waren Dr. Gerhard Missfelder, Harald Reim, Dieter Markau, Uwe Boltze und Volkmar Schmidt im Einsatz. Zu den Spielen kamen die vielen Anhänger dieser Sportart in die Sporthalle am Tor 2. Die starke Belastung der Sporthalle machte eine Parketterneuerung im Jahre 2000 erforderlich, die aus GFG-Mitteln des Kreises Havelland durch die Stadt finanziert wurde.

Diese Maßnahme erfüllte auch den Wunsch der Mitglieder der stabil arbeitenden Abteilung Volleyball, unter Leitung von Hagen Schulze, zwei Spielfelder in der Halle wettkampfmäßig einzurichten.

Zur gleichen Zeit wurde der Tartan—Mehrzwecksportplatz im Sportgelände realisiert, ebenfalls aus Mitteln des „Goldenen Plan Ost“ und mit Beteiligung des TSV finanziert.

Zu Beginn des Jahres 2000 hatte sich der Mitgliederstand halbiert. Die Statistik wies nur noch 1200 Mitglieder in den 18 Sportarten auf.

Der Freizeitsport genoss im TSV nach wie vor einen hohen Stellenwert. Besonderen Zuspruch bei aktiven und passiven Sportfreunden fanden die jährlichen Meisterschaftsrunden im Hallenfußball und Hausliga — Bowling. Während bei den Fußballern die „Alten Herren“ bis in die heutigen Tage das stärkste Kollektiv dieser Freizeitsportart ist, waren es bei den Hausligarunden die Mannschaften „haveldata“ und „Graue Wölfe“. Die Gymnastikveranstaltungen des TSV sind nach wie vor gut besucht. Mit der neuen Übungsgruppe um Übungsleiterin Renate Gerke wurde der Abgang der alten Gruppe „Frauenturnen“ ausgeglichen.

Im Jahr 2001 hatte ein Brandstifter die Judohalle im Mehrzweckgebäude im Sportgelände angezündet. Die Judohalle und die angrenzenden Umkleidekabinen und Sanitäreinrichtungen wurden durch den Brand und die Löschaktivitäten unbrauchbar. Die Judokas hatten ihre Trainingsstätte, ihre Judomatte und viele Sportutensilien verloren. Das Mehrzweckgebäude stand auch für die Leichtathleten, Tennisspieler, Kraftsportler und Schulen vorübergehend nicht zur Verfügung. Auf Vorschlag von Bürgermeister Roy Walenta wurde die ehemalige Schulküche der Dachsbergschule zu einer Judohalle mit Umkleidemöglichkeiten und Sanitäreinrichtungen umge-baut. Die Judomatte wurde u. a. aus Spenden ansässiger Firmen in Premnitz bezahlt. Die Zwischenlösungen in Schulsporthallen führten zu Mitgliederrückgang und Leistungseinbußen. Mit der Inbetriebnahme der neuen Judohalle 2003 setzte ein neuer Boom dieser Sportart unter Abteilungsleiter Karsten Fischer ein. Bei regionalen und nationalen Meisterschaften wurden durch Toni Giese, Stefanie Dörner, Christi Süß, Stefan Niesecke und Hannes Vetter Meisterehrungen erreicht. Einen großen Anteil an der positiven Leistungsentwicklung bis in die jüngste Zeit hat als Übungsleiter Berthold Kamin, der auch noch als aktiver Judoka auf sich aufmerksam macht.

Durch die Initiative des Geschäftsführers des TSV, Dieter Gawe, wurden mit ABM—Kräften, unterstützenden Firmen und den Mitteln des Vereins die Umkleidekabinen und Sanitäreinrichtungen im Mehrzweckgebäude wieder hergestellt und modernisiert.

Im Jahr 2002 verlängerte die Stadt den Nutzungsvertrag für die Sportstätte Heimstraße nicht weiter. Der TSV wurde aufgefordert, das Gebäude bis 2004 zu räumen. Die Stadt hatte den Verkauf der Grundstücke an Eigenheimbauer beschlossen. Damit waren die Tischtennis- und Billardspieler mit ihren Sporttischen ohne Räumlichkeiten. Die Suche nach geeigneten Nachfolgeeinrichtungen-gestaltete sich kompliziert, die Stadt konnte keine Lösung anbieten. Die Stadtwerke um Bernd Henniges boten sich an, die obere Etage der Wärmestation in der Friedrich-Engels-Str. als Tischtennishalle aus Mitteln des TSV auszubauen. Mit Initiative der Mitglieder der Abteilung Tischtennis und mit viel Geschick von Geschäftsführer Dieter Gawe, wurde eine respektable Lösung erreicht. Mit Inbetriebnahme der neuen Tischtennishalle 2003 setzte eine positive Ent- wicklung der Abteilung ein. Nicht nur die gestandenen Spieler um „Chef“ Harald Wegwerth, sondern auch neue, junge Sportinteressierte fanden den Weg in diese neue Einrichtung. Sie wurden von dem verantwortlichen Übungsleiter Grzybek ausgebildet. Der Premnitzer Nachwuchs wurde 2007 Landesmeister.

Schmerzvoller gestaltete sich die Suche nach geeigneten Räumen für die Billardtische. Dabei kam es zu internen Auseinandersetzungen in der Abteilung. Der Vorstand entschied sich für den Ausbau des alten Küchengebäudes am Klubhaus Bunsenstraße. Der TSV pachtete für 25 Jahre das Gebäude von einer Hausverwaltung in Hanau und finanzierte aus Eigenmitteln und Fördermitteln (zinsloser Kredit) den Umbau. Die Inbetriebnahme im Mai 2005 brachte wieder etwas Ruhe in diese Sportart, die aber viele Mitglieder verloren hatte. Die 1. Mannschaft mit Uwe Ebel, Enrico Ruppin, Katja Thiedecke und Peter Schulz sind das Aushängeschild dieser Sektion.

Die erfolgreiche Entwicklung der drei Wassersportabteilungen des TSV wurde durch die Rückübertragung des Bootshausgeländes an der Milower Brücke im Jahre 2003, und damit dem Auslauf des Pachtvertrages mit der Stadt im Jahr 2006, gestoppt. Der TSV konnte sich mit der Erbengemeinschaft auf einen neuen Pachtvertrag nicht einigen. Die geforderten Bedingungen und die Höhe des monatlichen Pachtzins sind für eine Vereinsnutzung nicht akzeptabel. Deshalb bemüht sich der TSV, mit den Wassersportlern eine Ersatzsportstätte mit Unterstützung der Stadt und dem LSB (Goldener Plan Brandenburg) in Gapel zu errichten. Die Projektierungsarbeiten und das Genehmigungsverfahren sind im Laufen. Sportfreund Jürgen Wandke, der 2004 von Heinz Grade die Leitung der Abteilung Wasserwandern übernahm, ist ein umnsichtiger Hauptkoordinator des neuen Projektes und hofft nun auf eine rasche Baugenehmigung.

Mit der Insolvenz der Märkischen Faser AG änderten sich 2001 erneut wichtige Rahmenbedingungen in der Finanzierung einer leistungsorientierten Handballmannschaft. Finanzielle Gründe zwangen den TSV, die 1. Mannschaft aus der Brandenburgliga abzumelden. Damit verließen die Brandenburger Sportfreunde und talentierte Premnitzer Handballer den Verein. Uwe Phillip, der von Manfred Gutschmidt die Leitung der Abteilung Handball übernommen hatte, verstand es, den Nachwuchsbereich trotz deutlich schlechterer Rahmenbedingungen im hohen Leistungsniveau aufrechtzuerhalten. Die fehlenden Premnitzer männlichen Kinder und Jugendlichen ab 2003 wurden über mehrere Jahre durch die Bildung einer Nachwuchsspiel- gemeinschaft mit dem TSV Germania Milow, unter der Leitung von Harald Reim, überbrückt.

Mit der Kündigung dieser Spielgemeinschaft durch den Milower TSV kann der TSV Chemie Premnitz e. V. nicht mehr in allen Altersklassen eine Handballmannschaft bilden. Noch wurde die B-Jugendmannschaft des TSV Chemie Premnitz 2007 Landesmeister.

Die Abteilung Fußball unter der umsichtigen Leitung von Sportfreund Peter Kaiser vollzog in den Jahren ab 2000 eine stabile Entwicklung. Mit den Übungsleitern Christian Fehlberg, Heino Rügen und Uwe Schulz hat sich die 1. Mannschaft weiterentwickelt und konnte die Landesklasse halten. Mit dem mit dem FSV Optik abgeschlossenen Nachwuchsspielgemeinschaftsvertrag trägt die Abteilung den fehlenden Kindern und Jugendlichen in Premnitz Rechnung.

Die Abteilung Bowling verzeichnete in den letzten Jahren Höhen und Tiefen. Die 1. Männermannschaft ist seit dem Aufstieg 2003 in der 1. Bundesliga und wurde bereits Deutscher Meister. Die Mannschaft hat im Jubiläumsjahr die Silbermedaille erkämpft. Auch die 2. Männermannschaft schaffte den Aufstieg 2006 in die 2. Bundesliga. Tobias Gäbler, Kai Günter, Thomas Block, Stefan Bock, Lars Tangermann und David Sandowski haben im Einzel oder Doppel bundesdeutsche Meisterschaften erspielt.

Tobias Gäbler und Kai Günter sind seit Jahren Nationalkader und haben auch internationale Meisterschaften erzielt. Kai Günter holte 2008 den Vizeweltmeistertitel nach Premnitz.

Bei den Premnitzer Bowlerinnen blieben solche Erfolge aus. Ausnahmen sind die Sportfreundinnen Helga Reim. und Käte Levin, die als Seniorinnen in ihren Altersklassen zu Meisterehren bzw. Medaillengewinnen kamen. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga war einmalig. Den Damen fehlen die Leistungsträger. Ralph Kühn hat die Leitung der Abteilung Bowling an die Sportfreundin Dagmar Scheffer übergeben, die mit viel Umsicht die Geschicke der mitgliederstarken Abteilung lenkt.

Am 1. Januar 2009 wurde auf Initiative von Sportfreund Bernd Wacker die Abteilung Nordic Walking als 19. Sportart gegründet.

Seit 2004 ist Uwe Wittschorek Geschäftsführer des TSV. Er löste Dieter Gawe nach vierzehn erfolgreichen Arbeitsjahren für den TSV Chemie Premnitz e. V. ab.

 

 

Ein Gedanke zu „Verein-Geschichte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.