Fußball Premnitz-Wittenberge 1995/1996


Landesklasse West 

 

TSV Chemie Premnitz-Veritas Wittenberge 1:0

 

 

PREMNITZ ■ Am Samstag kam es zum Spitzenspiel der Fußball Landesklasse/West. Der TSV Chemie Premnitz empfing den Tabellenführer von Veritas Wittenberge. Der TSV Chemie hatte zum ersten Mal in dieser Saison die große Gelegenheit, durch eigene Kraft an die Tabellenspitze zu rücken. Dazu musste aber ein Erfolg gegen einen sehr starken Gegner her. Es entwickelte sich von Beginn an eine Spiel auf sehr hohem Niveau. Die Gastgeber vom TSV Chemie begannen, wie erwartet, etwas defensiver. So hatte Wittenberge zumeist optische Vorteile und kam nach fünf Spielminuten, nach einer Ecke per Kopf zu einer ersten Chance. Premnitz versteckte sich keineswegs. Einmal in Ballbesitz ging dann alles sehr schnell in Richtung Gästegehäuse. Hier zeigte sich, dass der Tabellenführer aus Wittenberge immer dann schlecht aussah, wenn schnell über die Flügel gespielt wurde. Hier war vor allem Christian Fehlberg als Spielgestalter ein ständiger Unruheherd in der gegnerischen Hälfte. Nach zirka 20 Minuten brach die stärkste Phase des TSV an. Nun bekamen die zirka 100 Zuschauer viele gute Kombinationen der Premnitzer Elf zu sehen. Die Gäste hatten einige Male Glück, dass die Geschosse von Fehlberg einige Male nur knapp das Ziel verfehlten. In der 34. Minute war es dann soweit. Jan Berner setzte sich auf dem rechten Flügel durch und bediente den völlig frei stehenden Christian Arndt. Dessen Kopfball sprang von der Lattenunterkante über die Torlinie zum vielumjubelten 1:0. Diese Führung bestärkte den TSV Chemie Premnitz in seiner auf Konter ausgerichteten Spielweise. Ein überragendes Spiel lieferte Rene Kersten ab. Er meldete den albanischen Spielmacher des FSV Wittenberge weitestgehend ab und schaltete sich zudem immer wieder bei schnellen Gegenstößen mit in den eigenen Angriff ein. Nach hochklassigen ersten 45 Minuten pfiff Schiedsrichter Daniel Friedrich zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Bemühen der Gäste aus Wittenberge immer stärker, dem Spiel eine Wende zu geben. Konnten die Chemiker bis zur 60. Minute ein spielerisches Gleichgewicht halten, gerieten sie dann immer mehr unter Druck. Für ihr großes kämpferisches Aufbegehren verdiente sich die Mannschaft um Kapitän Steve Lücke ein großes Lob. Mit aller Macht stemmte sich das Team gegen die spielerisch nun überlegenen Gäste. Mit etwas Glück (Pfostenschuss 71. Min.) und Geschick überstand der TSV Chemie Premnitz diese spielentscheidende Phase. In der Schlussphase der Begegnung bekam der TSV bei einigen Kontern wieder selbst die Möglichkeit, das zweite und wohl entscheidende Tor zu erzielen. Wittenberge versuchte in den letzten Minuten, mit allen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Sie brachten durch ihre nun immer härter werdende Gangart viel Hektik in ein ansonsten faires Spiel. Nach einer Vielzahl von Fouls war dann Jan Berner in der 80. Minute nach einem eher harmlosen Foul der Leidtragende, der mit gelb-rot vom Platz musste. Premnitz sicherte sich aber auch in Unterzahl diesen wichtigen Erfolg und die damit verbundene Tabellenführung. Trainer Peter Bogaczyk sprach nach dem Spiel von einer sehr disziplinierten Leistung seiner Mannschaft, aus der Rene Kersten noch herausragte.

Am kommenden Samstag reist der TSV Chemie Premnitz nach Potsdam zur Sportunion. Wenn man den Gegner nicht auf die leichte Schulter nimmt, sollte ein voller Erfolg im Bereich des Möglichen sein

 

Premnitz: Franke, Briese (ab 47. Ohle), Böhm, Lücke, Bogaczyk, Seil, Kersten, Berner, Fehlberg, Groß, Arndt.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.