Fußball Premnitz-Wittenberge 1999/2000

TSV Chemie Premnitz-Veritas Wittenberge 1:0

 

Chemie Premnitz gewinnt Spitzenspiel gegen Wittenberge

 

 

PREMNITZ «Am Samstag kam es zum Spitzenspiel der Fußball Landesklasse/West. Der TSV Chemie Premnitz empfing den Tabellenführer von Veritas Wittenberge. Der TSV Chemie hatte zum ersten Mal in dieser Saison die große Gelegenheit, durch eigene Kraft an die Tabellenspitze zu rücken. Dazu musste aber ein Erfolg gegen einen sehr star­ken Gegner her.

Es entwickel­te sich von Beginn an eine Spiel auf sehr hohem Niveau. Die Gastgeber vom TSV Che­mie begannen, wie erwartet, etwas defensiver. So hatte Wit­tenberge zumeist optische Vor­teile und kam nach fünf Spiel­minuten, nach einer Ecke per Kopf zu einer ersten Chance. Premnitz versteckte sich kei­neswegs. Einmal in Ballbesitz ging dann alles sehr schnell in Richtung Gästegehäuse.

Hier zeigte sich der Tabellen­führer aus Wittenberge immer dann schlecht aussah, wenn schnell über die Flügel ge­spielt wurde. Hier war vor al­lem Christian Fehlberg als Spielgestalter ein ständiger Un­ruheherd in der gegnerischen Hälfte. Nach zirka 20 Minuten brach die stärkste Phase des TSV an. Nun bekamen die zir­ka 100 Zuschauer viele gute Kombinationen der Premnit-zer Elf zu sehen. Die Gäste hat­ten einige Male Glück, dass die Geschosse von Fehlberg ei­nige Male nur knapp das Ziel verfehlten. In der 34. Minute war es dann soweit. Jan Ber­ner setzte sich auf dem rech­ten Flügel durch und bediente den völlig frei stehenden Chri­stian Arndt.

Dessen Kopfball sprang von der Lattenunter-kante über die Torlinie zum vielumjubelten 1:0. Diese Füh­rung bestärkte den TSV Che­mie Premnitz in seiner auf Konter ausgerichteten Spiel­weise. Ein überragendes Spiel lieferte René Kersten ab. Er meldete den albanischen Spiel­macher des FSV Wittenberge weitestgehend ab und schalte­te sich zudem immer wieder bei  schnellen  Gegenstößen mit in den eigenen Angriff ein. Nach hochklassigen ersten 45 Minuten pfiff Schiedsrichter Daniel Friedrich zur Pause

 

Nach dem Seitenwechsel wurde das Bemühen der Gäste aus Wittenberge immer stär­ker, dem Spiel eine Wende zu geben. Konnten die Chemiker bis zur 60. Minute ein spieleri­sches Gleichgewicht halten, gerieten sie dann immer mehr unter Druck. Für ihr großes kämpferisches Aufbegehren verdiente sich die Mannschaft um Kapitän Steve Lücke ein großes Lob. Mit aller Macht stemmte sich das Team gegen die spielerisch nun überlege­nen Gäste. Mit etwas Glück (Pfostenschuss 71. Min.) und Geschick überstand der TSV Chemie Premnitz diese spiel­entscheidende Phase.

In der Schlussphase der Begegnung bekam der TSV bei einigen Kontern wieder selbst die Mög­lichkeit, das zweite und wohl entscheidende Tor zu erzie­len. Wittenberge versuchte in den letzten Minuten, mit allen Mitteln zum Erfolg zu kom­men. Sie brachten durch ihre nun immer härter werdende Gangart viel Hektik in ein an­sonsten faires Spiel. Nach ei­ner Vielzahl von Fouls war dann Jan Berner in der 80. Mi­nute nach einem eher harmlo­sen Foul der Leidtragende, der mit gelb-rot vom Platz musste.

Premnitz sicherte sich aber auch in Unterzahl diesen wich­tigen Erfolg und die damit ver­bundene Tabellenführung. Trainer Peter Bogaczyk sprach nach dem Spiel von einer sehr disziplinierten Leistung seiner Mannschaft, aus der René Ker­sten noch herausragte.

 

Am kommenden Samstag reist der TSV Chemie Premnitz nach Potsdam zur Sportunion. Wenn man den Gegner nicht auf die leichte Schulter nimmt, sollte ein voller Erfolg im Be­reich des Möglichen sein,  pk

Premnitz: Franke, Briese (ab 47. Ohle), Böhm, Lücke, Bogac­zyk, Seil, Kersten, Berner, Fehl­berg, Groß, Arndt

 

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