Fußball Premnitz-Schenkenberg 2000/2001

TSV Chemie Premnitz – SV Empor Schenkenberg 2:2 (0:1)

 

PREMNITZ ■ Die Fußballer des TSV Chemie Premnitz hat­ten sich für ihren ersten Punkt­spielauftritt in heimischen Ge­filden gegen den SV Empor Schenkenberg sehr viel vorge­nommen. Ein Sieg sollte die zu­letzt mäßigen Leistungen ver­gessen machen.

Entsprechend engagiert be­gannen die Gastgeber. Die Gä­ste wurden früh attackiert, so daß der TSV sich schnell Vor­teile verschaffte. So hatte Mat­thias Groß schon in der 4. Mi­nute die Chance zur frühen Führung ausgelassen. Das Ver­geben dieser Möglichkeit soll­te für das Premnitzer Angriffs­spiel an diesem Tage sympto­matisch sein.

Leider versagte der überfor­derte Schiedsrichter dem TSV nach 13 Minuten einen klaren Strafstoß, als er ein Foul im Strafraum an Jan Berner nicht bestrafte. Nur wenig später vereitelte der Gästetorwart mit letztem Einsatz einen Schuß von Christian Fehlberg. Völlig überraschend dann nach 20 Minuten das 1:0 für den SV Em­por Schenkenberg. Einen harmlosen Schuss bekam Ri­cardo Theiß nicht unter Kon­trolle, und es war passiert.
Dieses Gegentor brachte die Chemiker völlig aus dem Kon­zept. Von einem konstrukti­ven Spielaufbau war nichts mehr zu erkennen. Kein Prem­nitzer Spieler war in der Lage, wieder Ruhe in die eigenen Reihen zu bringen. Glück für den TSV, dass der Aufsteiger die Gunst der Stunde nicht er­kannte.

Nach dem Wechsel wirkte die Premnitzer Mannschaft viel entschlossener. Als Matthias Seil in der 47. Minute mit einem schönen Schuß in den Winkel das 1:1 erzielte, schien die Begegnung zu kippen. Der TSV entwickelte den nötigen Druck und kam zu hochkaräti­gen Chancen. So vergaben Fehlberg (48.), Kersten (52.), Lücke, Krause (56.) und Mat­thias Groß (60.) 100-prozenti­ge Einschußmöglichkeiten.

Nachdem Christian Fehl­berg in der 72. Minute am Tor­wart scheiterte, staubte er nur eine Minute später zum 2:1 ab. Schenkenberg hatte nun kaum noch etwas entgegenzu­setzen. Die endgültige Ent­scheidung schien in der 87. Mi­nute fällig zu sein. Matthias Groß nahm einen Pass von Seil auf und hatte freie Bahn in Richtung Tor. Aber auch hier blieb er im Abschluss viel zu unkonzentriert und vergab kläglich.

Für das Auslassen der vielen klaren Chancen wurde der TSV in der 88. Minute bestraft. Nach einem Konter steuerte ein Schenkenberger auf das TSV-Gehäuse zu. Thomas Böhm verhinderte mit letztem Einsatz einen Torschuß. Ob­wohl er klar den Ball spielte, der Gegner kam dabei zu Fall, entschied der schwache Schiedsrichter auf Strafstoß. Die Gäste verwandelten sicher zum 2:2.Nach diesem Remis sollte auch dem letzten TSV-Spieler klar sein, dass man die Nase in den nächsten Spielen nicht mehr ganz so hoch nimmt und sich auf das Wesentliche konzentriert, und zwar aufs Fußballspielen, und jeder einzelne die Fehler zuerst bei sich suchen sollte.                               pk

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