Fußball Premnitz-Optik Rathenow II 1992/1993

TSV Chemie Premnitz-SV Optik Rathenow II 0:2

Im Fußball-Punktspiel der Kreisliga zwischen dem TSV Chemie und Optik Rathenow II trauten die 100 Zuschauer ihren Augen nicht, als sich die Rathenower mit nur zehn Spielern vorstellten. So übernahm der TSV von Beginn an die Initiative, war klar spielbestimmend und hatte zahlreiche Chancen.

Die Premnitzer hatten an diesem Tage jedoch die falschen Schußstiefel angezogen. Bernd Rosenberg prüfte Karsten Gäde im Rathenower Gehäuse mit einem sehenswerten 25 m-Freistoß. Rosenberg war es auch, der in der 32. Minute aus Nahdistanz vergab.Auch Heiko Fräßdorf blieb unter seinen Möglichkeiten, Mathias Mätzke war zu sehr in den Ball verliebt, sah nur selten seine Mitspieler und setzte seine Schüsse über und neben das Tor.Thomas Krause vergab nach einem Rosenberg-Freistoß, so daß es nach Ablauf der ersten Halbzeit torlos in die Kabinen ging.Bemerkenswert, daß Sebastian Franke im Premnitzer Tor erstmals in der 39. Minute geprüft wurde.Weitere Versuche auf das Premnitzer Tor wurden abgeblockt oder verfehlten ihr Ziel, so sehr sich Ralf Franke und Sven Blümbach bemühten.Die zweiten 45 Minuten begannen mit drei Eckbällen in Folge durch Mathias Mätzke, die aber nichts einbrachten.

Premnitz drängte, legte sich in der Rathenower Hälfte fest und konnte auch jetzt die sich bietenden Chancen nicht nutzen. Mätzke traf mit einem, Kopfball nur den Pfosten (53. Min.). Eine Freistoßvariante Rosenberg-Marschner führte nicht zum Erfolg, und auch Jan Berner konnte aus Nahdistanz den Ball nicht im Rathenower Tor unterbringen. Als in der 78. Minute Andreas Giese versuchte, im Strafraum den Ball mit den Händen zu spielen, mußte der Schiedsrichter Driebusch auf den Elfmeterpunkt zeigen. Diese Chance ließ sich Ralf Franke nicht nehmen, und mit dem 1:0 wurde das Spiel auf den Kopf gestellt. Die Premnitzer hatten diesen Schock noch nicht richtig verdaut, da schlug es bereits vier Minuten später durch Sven Blümbach zum zweiten Mal ein. Die Überraschung war perfekt. Ein Kompliment den zehn Rathenowern, die aufopferungsvoll zu Werke gingen und am Ende mit zwei Punkten belohnt wurden.

Ulrich Hahn

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