Fußball 7.Stahl Brandenburg-BSG Chemie Premnitz 1975/1976

BSG Stahl Brandenburg-BSG Chemie Premnitz 1:1

 

Aufstellung:

 

Michael Ginzel

Wilfried Schubert

Dietmar Möhring

Vogt

Peter Fischer

Horst Sandowski

Reinhard Gottong

Bernd Helbig

Bernd Rosenberg

Manfred Kempf

Joachim Schulz

 

Zuschauer: 2800

 

Schiedsrichter: Göbel(Babelsberg)

 

Tore: 0:1 Dietmar Möhring 45.min, 1:1 Horst Kölsch 90.min

 

 

Hut ab vor dem Neuling

Der Neuling aus Premnitz hätte die favorisierten Havelstädter fast matt gesetzt- Daß es trotzdem noch ein Remis wurde, ist mehr dem Glück als dem fußballerischen Können der Havelstädter zuzuschreiben. Chemie-Übungsleiter Gerhard Vogt mußte aus der Not eine Tugend machen. Mit Dennstedt, Hurtig, Groß und Hopp standen vier Stammspieler auf der Verletztenliste. So fand man Vogt als Libero in der Elf und der etatmäßige letzte Mann, Dietmar Möhring, spielte Vorstopper. Ein kluger Schachzug, wie sich erweisen sollte. Stahl stürmte von Beginn an, aber kopflos. Wenig Beweglichkeit im Spiel, kaum Aktionen über die Außenstürmer und die Schüsse aus der zweiten Reihe von Jesse, Weingärtner oder Ozik stellten Ginzel vor keine Probleme, weil sie meist „in die Wolken“ gingen. Der Torerfolg blieb aus, und Unsicherheiten schlichen sich in Form von Fehlpässen und unnötigen Zweikämpfen im Stahl-Spiel ein. Das nutzte der Neuling, machte sich nach 30 Minuten frei. Vogt dirigierte von hinten heraus, vorn wurden Rosenberg und Kempf mit Steilpässen auf die Reise Richtung Stahl-Tor geschickt. Und einer dieser Konter saß dann, als Möhring per Kopf nach Flanke von Sandowski zum Schrecken der Stahl-Anhänger das 0:1 erzielte. Wer nun gedacht hatte, Brandenburg würde nach der Pause endlich Linie in die Aktionen bringen, hatte sich getäuscht. Auch die eingewechselten Malyska (er wurde vor dem Spiel zur NVA verabschiedet) und Kraschina konnten das Ruder nicht herumreißen. Auf 21:5 stieg das Ecken-Verhältnis für die Gastgeber, doch die Elf des Neulings hielt die taktische Marschroute konsequent und geschickt ein. Nach dem 22. Eckstoß schließlich erzielte Kölsch, doch noch das 1:1.

Kurios, nicht wie die Tore fielen, sondern wann: Das 0:1 mit dem Pausenpfiff des ohne Fehl und Tadel leitenden 25jährigen Potsdamers Göbel, der Ausgleich mit dem Schlußpfiff vor 2800 Zuschauern.

 

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