Fußball 1.Männer Saisonübersicht 1984/1985 II

Die Reduzierung auf 18 Mannschaften trug erste Früchte

Fußball-Bezirksliga bot einen abwechslungsreichen Verlauf

Der Titel eines Potsdamer Fußball-Bezirksmeisters scheint wieder mehr wert zu sein! Denn: Spielte der Titelträger zuletzt in der Aufstiegsrunde zur DDR-Liga überhaupt keine Rolle, so sieht das in der laufenden Qualifikation ganz anders aus. „Durch die Liga-Absteiger Stahl Hennigsdorf, Premnitz und Motor Süd Brandenburg erhöhte sich das Niveau an der Spitze spürbar; auch generell trug die Reduzierung der Bezirksliga auf eine Staffel erste Früchte“, charakterisierte Ludwigsfeldes Sektionsleiter Wolfgang Hempe die Situation aus der Sicht des alten und neuen Meisters.

In der Tat: Die abgelaufene Saisonjahr versprach nicht nur mehr Spannung, noch aus der sondern sie hielt sie auch. Und das sowohl an der Spitze als auch im Kampf um den Klassenerhalt.Sogenannte Spaziergänge jedenfalls gab es für die renommierten Teams kaum,

Laxheiten wurden bestraft.Daß Stahl Hennigsdorf beispielsweise trotz einer bemerkenswerten zweiten Halbserie mit 31 Gewinnpunkten aus 17 Begegnungen nicht das selbstgesteckte Ziel, den Wiederaufstieg, erreichte, lag an „Hängern“ in der Mitte der Herbstrunde,die sich in der Endabrechnung als folgenschwer erweisen sollten.Auch Velten schien eine Zeitlang in der Lage,den Ludwigsfeldern den Staffelsieg streitig zu machen,doch die kräftezehrenden Pokalspiele, die unserem selbstbewussten Bezirksligisten in der ganzen Republik Sympathien ein brachten, sowie notwendig werdende Umbesetzungen stoppten den Veltener Höhenflug. Somit eroberte sich schließlich nicht unverdient die am ausgeglichensten besetzte Mannschaft aus Ludwigsfelde die Krone, wobei die so wjetischen Sportfreunde Morosow und Adshem mit die Akzente setzten. Einesvermochten auch diese exzellenten Fußballer nicht zu verhindern: daß nämlich 2 der 4 Saisonniederlagen derAutomobilwerker ausgerechnet gegen die Mittelfeld-Vertretung von Motor Teltow hingenommen werden mußten.

Verstandlich, daß Teltows Fans nach dem 2:1 bzw. 5:4 jubelten.Bereits deutlich abgeschlagen, kam Ex-DDR-Ligist Premnitz auf den 4. Rang ein, und auch für die Zukunft sieht es nicht gerade rosig um die Chemie-Elf aus, zumal sich Spieler-Trainer Wolfgang Rahn nach PCK Schwedt verabschiedete.Oranienburg, im Vorjahr noch Endspielteilnehmer,konnte den Spitzenkampf nur noch aus der Ferne beobachten,

und auch Neuruppin , Motor Süd und Motor Hennigsdorf blieben Zaungäste.Die 3 Führenden waren tatsächlich eindeutig die Besten, was Eingeweihte wiederum nicht überraschte.

In Schwierigkeiten gebracht sah sich die veranlagte Elf aus Luckenwalde.

Sie lag zur Pause nur auf Rang 16 bei 10 Gewinnpunkten. Die ausgeglichene Bilanz von 17:17 Zählern in der Rückrunde ließ die Fußballwelt in der Kreisstadt aber wieder rosiger aussehen.

Stabiler als in der ersten Hälfte zeigte auch Velten schien eine Zeitlang in sich auch Turbine Potsdam, stellte dem Negativkonto des Herbstes von 13:21 nunmehr eine Bilanz von 19:15 gegenüber. Lok Wittstock kompensierte die durchweg schwachen Auswärtspartien dann daheim vor treuem Stammpublikum mit ansprechenden Resultaten und verblieb nicht unverdient in Potsdams höchster Spielklasse. Diese verlassen mit Bestimmtheit die Neulinge Aufbau Brandenburg (nur ein Sieg!) und Dynamo Potsdam sowie Lok Seddin.

Spitzenreiter in der Sündenkartei mit allein 4 Feldverweisen. Apropos Fairplay-Wettbewerb:

Hier rutschte Motor Babelsberg II nach der Auswertung zur Pause noch auf Platz 2 – am Ende auf Rang 16 ab.

In der Saison 1985/86 ab 31. August wird sich die Bezirksliga nur noch mit 16 Mannschaften präsentieren, wobei die SG Finkenkrug und Empor Wusterhausen neu hinzukommen. Landbau Neustadt hingegen bangt noch um die Zukunft Bezirksliga-Zugehörigkeit hofft, dass Motor Ludwigsfelde den Sprung in die DDR-Liga schafft. Dann bliebe für Neustadt noch ein Platz frei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.