Fußball 1.Männer Saisonübersicht 1981/1982

Premnitzer Wunsch ging in Erfüllung

Fußball-Bezirksliga: Aufsteiger Chemie sorgte für einen Rekord Motor Süd am Ende sehr stark / Kompliment den vier Neulingen

Als bei der Meisterehrung 1981/82 durch den BFA Fußball die im Finale unterlegenen Premnitzer den Babelsbergern zum Wiederaufstieg gratulierten, da hatten sie für das kommende Spiel jähr auch gleich ihren Wunsch parat. „Am besten wäre es so“, so meinten die Verantwortlichen, «wenn wir im Falle eines erneuten Staffelerfolges in den Endspielen auf Stahl Brandenburg II oder Motor Babelsberg II treffen würden!“ Verständliche Gedanken, denn jeder Fußballfreund weiß, daß ja die 2. Mannschaften nicht aufstiegsberechtigt sind. Nun, der Premnitzer Wunsch blieb bei Stahl II nicht ungehört, Chemie konnte die Finals gegen den Süd-Ersten aus Brandenburg ohne jedes Nervenkitzeln bestreiten. Nur: Attraktiv sind solche Endspiele natürlich nicht. Ganze 600 Zuschauer zeigten noch ihr Interesse am Ausgang der Meisterschaft, im Vorjahr kam die stattliche Kulisse von 8000 zusammen. Bleibt deshalb die Frage, ob man nicht auch bei uns so verfahren sollte wie im Bezirk Rostock. Dort nämlich bestreiten nur die aufstiegsberechtigten Teams beider Staffeln die Endspiele.

Damit keine Mißverständnisse aufkommen. Diese Vorgeschichte soll keinesfalls den hochverdienten Titelgewinn der bis zum Juni von Peter Fischer betreuten Elf schmälern. Schließlich lag die Mannschaft von der 3. Runde an ununterbrochen an der Spitze der Nord-Staffel, und wie ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht, war am Ende von den Verfolgern weit und breit nichts zu sehen. Die 2:1-Siege gegen Stahl Brandenburg II vervollständigten dann eine Serie, die in der bisherigen Geschichte der zweigleisigen Bezirksliga ihresgleichen sucht; In 28 Begegnungen gab es für Premnitz nicht eine Niederlage. Wenn das kein Sonderapplaus wert ist! Stützen der Elf waren Goldmann, Hurtig, Groß und Ginzel, auch der 38jährige Dietmar Möhring stellte sich mit Erfolg noch einmal zur Verfügung. Inzwischen hat sich das Team mit Dieter Schorrig (vorher Lok Parchim) einen neuen Übungsleiter verpflichtet, und sicher wird auch der eine oder andere neue Spieler für die DDR-Liga-Meisterschaft hinzukommen.

Überraschendes gab es in dieser Staffel kaum, fast alle Vertretungen blieben im Erwartungsbereich. Bemerkenswert sind so lediglich die Verbesserung von Landbau Neustadt von Platz 10 auf Platz 7 und die respektable erste Halbserie der SG Einkenkrug. Da nämlich waren die Finkenkruger Zweiter und hatten nur eine Niederlage hinnehmen müssen. Umgekehrt verlief die Entwicklung bei Einheit Nauen, das seinen erneuten 7. Rang den Leistungen der 2. Halbserie verdankte. Hier wurden 18 der insgesamt 25 Pluspunkte erkämpft. Keine Anpassungsschwierigkeiteu zeigte Wiederaufsteiger Aufbau Zehdenick, der sich auf eigenem Platz als schwer zu bezwingender Rivale erwies. Wusterhausen mußte wie schon im ersten Bezirkslijgajahr bangen, schaffte den umjubelten Klassenerhalt aber schlierilich doch über die Ausscheidungsspiele gegen Lok Brandenburg. Lok Elstal hingegen, im Vorjahr in der Süd-Staffel unbekümmerter Sechster, fand im Norden keine Bande. Der 2:1-Sieg gegen den Mitabsteiger Sachsenhausen blieb das einzige Erfolgserlebnis.

Vornehmlich Stahl Oranienburg und electronic Neuruppin werden die kommende Meisterschaft mit neuen Hoffnungen in Angriff nehmen, denn die „Barriere Premnitz“ gibt es nicht mehr. Um so gespannter darf man darauf sein, welche Rolle DDR-Ligaabsteiger Motor Hennigsdorf spielen wird.

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