Fußball Premnitzer Fußball 1992/1993

Premnitzer Fußball wohin rollst du?

Premnitz. „Wir fangen da wieder an, wo wir nach der letzten Saison aufgehört haben,“ so erklärte der Chef des Premnitzer Fußballs Günter Gottschalk. 23 Spieler stehen für die neue Saison zur Verfügung, so daß Besetzungsschwierigkeiten in der neuen Umgebung, der Kreisliga Brandenburg/Belzig/Rathenow, kaum in Erscheinung treten können.Erfreulich, daß im Nachwuchsbereich eine Kinder-, Knaben-, Schüler- und Juniorenmannschaft an den Punktspielen beteiligt sind. Allerdings ist nicht zu übersehen, das die Führungsetage sehr dünn besetzt ist. Hans-Joachim Krull ist neben „Gokel Gottschalk“, wie er in Fußballkreisen genannt wird, der einzige Mannschaftsleiter und verantwortlich für Finanzen – der außer den Übungsleitern im Nachwuchsbereich, Werner Groß, Mathias Roth und Ulrich Mattetat,

den Herren in schwarz,Peter Schienitzki, Michael Flottron,Andy Aulenbach und Otto Weichbrodt (auch noch im Handball aktiv), zur Verfügung stehen. Ob das ausreicht, damit alle anstehenden Probleme gelöst werden können? Die Zukunft wird es zeigen.

Neu ist,das Bernd Rosenberg, 37 Jahre, verheiratet und zwei Kinder, seit 1962 Mitglied der damaligen BSG Chemie, von Beruf BMSR Mechaniker, heute Anlagenfahrer in Bleitetra, wiederholt bester Torschütze und ein Jahr beim WSV Rathenow als Trainer tätig, wieder nach Premnitz zurückgekehrt ist. MAZ sprach mit Bernd Rosenberg.

MAZ: Sie waren sehr erfolgreich in Rathenow. Warum sind Sie nach Premnitz zurückgekommen?

Bernd    Rosenberg: Es stimmt, wir haben vieles erreicht beim WSV. Es hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, und ich habe viele neue Freunde gewonnen. Es gab aber auch unterschiedliche Meinungen zwischen mir und Jörg Freimuth, was letztlich dazu führte, daß ich meine Tätigkeit einstellte.

MAZ: Was erwarten Sie von der jetzigen Premnitzer Mannschaft?

Bernd Rosenberg: Zumindest, daß wir den von Günter Gottschalk begonnen Weg erfolgreich fortsetzen können. Ich bin überzeugt, daß wir auch in der neuen Umgebung bestehen. Unser Ziel ist der Klassenerhalt, alles weitere wird sich dann schon finden.

MAZ: Was hat sich gegenüber Ihrer aktiven Zeit zu heute im allgemeinen und auf Premnitz bezogen verändert?

Bernd Rosenberg: Erst einmal muß ich sagen, daß die großen Leistungsunterschiede nicht mehr vorhanden sind.Zu meiner Zeit hatte Premnitz die besten Voraussetzungen,davon ist heute nicht mehr viel übrig geblieben.

MAZ: Wie ist das derzeitige Leistungsvermögen der Spieler einzuschätzen?

Bernd Rosenberg: Im technischen Bereich und in der Ausdauer erstaunlich gut. Im Durchsetzungsvermögen ist noch Nachholebedarf vorhanden. Ich möchte besonders das gute Verhältnis der Spieler untereinander hervorheben. Spieler wie Mathias Mätzke, Thomas Marschner und Andre Kather sind auf dem besten Wege, an Leistungen der ehemaligen Ligaspieler anknüpfen zu können.

MAZ: Wie sieht es mit den Zu- und Abgängen aus?

Bernd Rosenberg: Das ist sicherlich ein heikles Problem, wenn ich an unsere talentierten Spieler Fehlberg und Rügen denke, die nach Nennhausen abgewandert sind.Diese Art und Weise von Nennhausen war unsportlich und hat einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Giese und Mertens kamen von Optik Rathenow.Bugge und Rost hatten einige Zeit pausiert und fanden zum Fußball zurück.Das trifft auch für Kather (Rathenow) zu, der zwischenzeitlich mal Tischtennis spielte. Unverständlich die Verzögerung der Abmeldung von Fräßdorf (WSV).

Das Gespräch führte Ulrich Hahn

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