Premnitz- M.Babelsberg 1969/1970

Chemie Premnitz-Motor Babelsberg 3:1 (2:0)

Abwehrschwächen prompt bestraft

Premnitz: Wittner, Scherbeck, Himburg, Trumpf, Michalzik, Möhring, Sandowski, Landhäuser, Fischer, Schubert, Mäß.

Babelsberg: Wendorf, Buchholz, Buchheiser, Teileis, Hilger, Rautenberg, Jacob, Kuhlbrodt, Seibt, Piotrowski, Borowietz.

Zuschauer: 1500.

Schiedsrichter: Trojanowski (Veiten).

Torfolge: 1:0 Schubert (2.), 2:0 Michalzik (40.), 3:0 Landhäuser (56.), 3:1 Piotrowski (85.).

Die Babelsberger, nach dem plötzlichen Ausfall des erkrankten Ingo Ruhloff und des fehlenden Rolf Werder (herzlichen Glückwunsch zur Vermählung), ohnehin nicht mit allzu großen Illusionen nach Premnitz gereist, mußten eine Niederlage hinnehmen, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Der Hauptgrund: Die stärkste Abwehrreihe der Saison 1968/69 in der Bezirksliga ist derzeit brüchig wie ein morscher Stamm. Klaus Buchheiser fand sich in seiner Rolle als letzter Mann kaum zurecht, wobei er seine Aufgabe als Organisator erst gar nicht erfüllte. Da außerdem Vorstopper Hilger in keiner Phase die Wirkung von Werder erzielte, Buchholz vor allem in der ersten Hälfte mit dem trickreichen Mäß sichtliche Schwierigkeiten hatte, war den einsatzstarken und schußfreudigen Chemie-Stürmern Tür und Tor geöffnet, zumal ihnen die legere Manndeckung zusätzliche Vorteile gestattete. So mußte der Plan des Platzbesitzers einfach aufgehen, aus einer verstärkten Abwehr (sehr gut Möhring) heraus mit schnellen Vorstößen zum Erfolg zu gelangen, wobei hier noch ein weiteres Plus genannt sei: Das kluge Umschalten (Landhäuser) von der Abwehr zum Angriff. Gleichwertiges hatten die Babelsberger trotz des unermüdlich rackernden Edgar Borowietz nicht zu bieten.Zum Spielverlauf: Besser konnte es für die Gastgeber nicht beginnen, denn Schuberts Schuß, volley aus der Luft, war unhaltbar. Babelsberg brauchte eine Weile, um sich von dem Schock zu erholen, erzwang von der 20. Minute an aber Gleichwertigkeit Doch vorn wurden die Stürmer hart attackiert. Lediglich Jacob und der überal auftauchende Borowietz erzielten Wirkung. Als dann nach der Pause, mitten in die Drangperiode der Babelsberger hinein, der 3. Chemie-Treffer fiel, war die Partie entschieden. PETER BRANDES

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