Chemie Premnitz-SG Lichtenberg 47 1968/1969

29.11.1968

BSG Chemie Premnitz-SG Lichtenberg 47 1:0

 

Aufstellung

 

Reinhard Wittner,Heinz Trumpf,Bernd Kuhlmey,Walter Himburg,Wilfried Schubert

Manfred Weigmann,Peter Fischer,Werner Michalzek,Bernd Schubert,Horst Sandowski

Horst Geißler (ab 55.min Helmut Reimann)

 

Zuschauer: 1000

 

Schiedsrichter:Kulicke(Oderberg)

 

Tore: 1:0 Bernd Kuhlmey 72.min

 

Der 1 :0-Erfolg vom Vorsonntag bei Energie Cottbus sollte keine Eintagsfliege bleiben. Dabei hatten es die Chemiker im Spiel auf eigenem Platz gegen Lichtenberg schwerer als erwartet. Fast wäre die Rechnung der Gäste, einen Punkt aus Premnitz zu entführen, aufgegangen. Die Berliner verstanden es, mit einer massierten Deckung und nur 3 Sturmspitzen, den Premnitzer Rhythmus erfolgreich zu stören. Zudem fehlte bei Chemie im Mittelfeld eine Spielerpersönlichkeit, die das Premnitzer Spiel hätte führen können. Trotzdem gab es Möglichkeiten, Tore zu erzielen. So in der 8. Minute, als B. Schubert völlig freistehend verzog. Michalzik und Geißlers Kopfbälle strichen nur knapp neben oder über das Tor. Wittner im Chemiegehäuse wurde kaum ernsthaft geprüft. Nur zweimal, in der 50. und 63. Minute, musste er bei Freistößen von Kunefke und Deglow sein Können unter Beweis stellen. Zuvor jedoch (53.) hatte B. Schubert wieder die Möglichkeit, Marguardt zu bezwingen. Doch sein Schuss traf nur die Unterkante der Latte. Turbulente Szenen spielten sich von nun an im Strafraum der Gäste ab. Die Mannen um Kapitän Kuhlmey fanden zum eigenen Spiel und stürmten pausenlos. Das erlösende Tor lag in der Luft, doch immer wieder waren Abwehrspieler der 47er zur Stelle, um den Ball von der Linie zu holen, wenn Marquardt bereits geschlagen war. In der 72. Minute war es aber dann soweit. Ein Freistoß von Weigmann aus halbrechter Position landete maßgerecht auf Kuhlmeys Kopf und der ließ Marguardt keine Chance.

Trotz Aufbegehrens der Gäste blieb es bei diesem 1:0. Chemie war clever genug, um sich den ersten Doppelpunktgewinn auf eigenem Platz nicht mehr entreißen zu lassen.