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BFC Dynamo-BSG Chemie Premnitz 1967/1968

29.11.1967

BFC Dynamo-BSG Chemie Premnitz 1:1

 

Aufstellung

 

Reinhard Wittner,Rolf Hagen,Walter Himburg,Bernd Kuhlmey,Heinz Trumpf,Wilfried Schubert,Bruno Filip,Hans-Dietrich Kircheis,Klaus Berger,Peter Fischer,Hans Böttcher

Zuschauer: 1000

 

Schiedsrichter: Kootz(Ribnitz)

 

Tore: 1:0 Peter Lyszczan 15.min, 1:1 Klaus Berger 28.min

 

 

Premnitz ist nach wie vor für Überraschungen gut

BFC Dynamo-Chemie Premnitz 1:1 (1 :1)

Für den Favoriten BFC Dynamo gab es vor 1000 Zuschauern auf eigenem Boden im Treffen mit dem Neuling der Fußball-Liga ein böses Erwachen. Es reichte trotz zeitweiser starker Überlegenheit nur zu einem Unentschieden. In den vorangegangenen 5 Heimspielen waren die Berliner ohne Punktverlust geblieben. Spätestens nach einer halben Stunde mussten sie merken, dass diese Partie gegen den Aufsteiger nicht im Spaziergängertempo zu lösen sei. Mit bemerkenswerter taktischer Disziplin und einem vorbildlichen Kampfgeist setzte sich Premnitz zur Wehr. Selbst der frühzeitige Verlusttreffer -Torwart Wittner hatte in der 15. Minute gegen den platzierten Schrägschuss des Dynamo-Mittelstürmers Lyszczan keine Chance – brachte den Gast nicht aus dem Konzept. Obwohl Chemie vor dem Wechsel gegen den starken Wind spielen musste, glückte im strömenden Regen noch im ersten Abschnitt der Ausgleich. Der Exberliner Berger hob in der 28. Minute das Leder geschickt über den falsch postierten Dynamo-Schlussmann Bräunlich.

Das war Wasser auf die Mühlen der tüchtigen Premnitzer. Als auch mit Beginn der zweiten Hälfte der BFC nicht zu einem besseren Spiel fand, witterten die Gäste mehr und mehr Morgenluft. Sie beschränkten sich zeitweise nicht nur auf eine massierte Deckung, aus der Hagen, Himburg, Kuhlmey und Schubert noch herausragten, sondern konterten oftmals gefährlich. Besonders Berger, Fischer und Böttcher machten der Dynamo-Abwehr mit dem überheblich wirkenden Stopper Carow bei den Gegenattacken sehr zu schaffen. So war der Berliner Torhüter Bräunlich mehrmals Retter in höchster Not. Am Verdienst des Punktgewinns bestand auch im Lager des Gastgebers kein Zweifel.

Trainer Günter Weitkuhn (Chemie Premnitz): „Über dieses Unentschieden, das ja nicht nur glücklichen Umständen entsprang, freuen wir. uns ehrlichen Herzens. Wir haben die Lehren aus dem 0 : 8 in Eisenhüttenstadt gezogen. Ganz hervorragend die Konsequenz unserer engeren Abwehr.“

Premnitz spielte mit: Wittner; Hagen, Himburg, Kuhlmey, Trumpf, Schubert, Filip, Kircheis, Berger, Fischer, Böttcher

H. G. BURGHAUSEN