Fußball Landespokal Premnitz-Tettau 2005/2006

Der Favoritenschreck schlug erneut zu

Der TSV Premnitz besiegt im Landespokal den KSV Tettau/Schraden mit 1:0

Premnitz (sk). Im Fußball-Landespokal empfing der TSV Chemie Premnitz den Landesligisten KSV Tettau/Schraden. In einem sehr guten Pokalspiel war zu keinem Zeitpunkt ein Klassenunterschied zu erkennen. Die Premnitzer, die aus einer hervorragend agierenden Abwehr ihr Heil im Konterspiel suchten, fanden nach einer kurzen Phase des Abtastens immer besser ins Spiel. Die weit gereisten Gäste hatten vor allem in der ersten Hälfte optische Vorteile, konnten sich aber keine nennenswerten Möglichkeiten erarbeiten. Der Premnitzer Deckungsverband um Libero Jens Fingerhut zeigte keine Blöße. Die Konter der Gastgeber waren stets gefährlich. Nur der letzte Paß wollte nicht gelingen. Hier vergaben die TSV-Spieler einige vielversprechende Möglichkeiten. Die beste hatte Robert Rades in der 27. Minute. Die Gästehintermann-schaft war schon ausgespielt, aber der Schuß Rades, der er unter Bedrängnis abgab, hatte nicht genügend Schärfe. Der Ball blieb kurz vor der Linie des verwaisten KSV -Gehäuses liegen.

Nach der Pause gab der TSV die abwartende Haltung auf und bestimmte die Anfangsphase des zweiten Durchgangs. Die um Gästelibero Gajewski zeigte sofort Wirkung. Premnitz zog das Tempo deutlich an und hätte durch Rades nach 50 Minuten in Führung gehen müssen. Matthias Sell scheiterte wenig später mit einem straffen Schuß aus spitzem Winkel am Gästeschlussmann. Die Platzherren gewannen praktisch jeden Zweikampf. KSV-Torjäger Bartsch war zudem bei Christian Ohle total abgemeldet und kam kaum zur Entfaltung. Nach einem Foul an Christian Fehlberg im Strafraum zeigte der solide Unparteiische Jahn auf den Elfmeterpunkt. Spätestens jetzt schien die Führung des Landesklassenvertreters aus Premnitz fällig. Der gefoulte Spieler trat selbst an und scheiterte am gut reagierenden Gröger im Tor des KSV Tettau/Schraden. Eigentlich werden Mannschaften für das Auslassen vieler klarer Möglichkeiten am Ende bestraft. Die Premnitzer blieben diesmal von der alten „Fußballerweisheit“ verschont. Der TSV blieb die spielbestimmende Mannschaft. Als Rene Kersten nach hervorragender Vorarbeit von Guido Block, Libero Gajweski die Hacken zeigte und zum 1:0 einschoß, spiegelte das Ergebnis auch den Spielverlauf wieder. Mit der Führung im Rücken versteckte sich der TSV Chemie nicht.

Allerdings kamen die Gäste nach dem Gegentor wieder besser ins Spiel. Doch zunächst scheiterte Fehlberg mit einem verdeckten Schuß an Gröger. Im Gegenzug kam der Landesligist zu seiner einzigen echten Tormöglichkeit. Nach einem Eckball rettete Mario Rotter im Tor der Chemiker mit einem Riesenreflex die Führung, als er einen Kopfball von der Fünfmeterlinie hervorragend abwehrte. In der Schlußphase setzte der TSV noch einmal ein Zeichen, als Rene Kersten erst einen mächtigen Kracher an die Querlatte setzte und dann den Abpraller mit dem Kopf über das Tor drückte. Am Ende waren sich beide Seiten einig, dass es am verdienten Sieg des TSV Chemie nichts zu deuteln gab. Premnitz, das in der Vorrunde die SG Michendorf ausschaltete, eliminierte nach dem SV Kloster Lehnin und Forst Borgsdorf mit dem KSV Tettau/Schraden nun schon den dritten höherklassigen Gegner im Landespokal. Im Achtelfinale (12. November) müssen die Premnitzer beim Sieger der Partie Hansa Wittstock gegen den Ludwigsfelder FC (Oberligist) antreten.

Aufstellungen: TSV Chemie Premnitz – Rotter, Briese, Fingerhut, Nürnberg, Ohle, Seil (59. S. Boltze), Kersten, R. Boltze (89. Ecke), Block, Fehlberg, Rades (86. Liebner).

KSV Tettau/Schraden – Gröger, Berner, Leßmann, Sarodnick, Nicklisch, Schuster (24. Ruhland), Bartsch, Noack, Lesche, Kaubisch, Gajweski

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