Fußball Landespokal Premnitz-Neustadt 2001/2002

fussball / TSV Chemie – Neustadt 4:2

PREMNITZ ■ Zum fälligen Pokalspiel empfing der TSV Chemie Premnitz den SV Schwarz Rot Neustadt. Der Gastgeber aus Premnitz zeigte sich von Beginn respektlos. Der TSV Chemie, der auf Stammlibero Matthias Baetz verzichten musste, für ihn spielte Sören Kirchner, versuchte aus einer sicheren Abwehr heraus zum Erfolg zu kommen. Die Gäste, die in der Anfangsphase durch Ronny Krapat zu ersten Gelegenheiten kamen, spielten mit einfachen Mitteln. Der Ball wurde immer wieder lang in die Spitze gespielt. Auf dem hart gefrorenen Boden sicher ein gutes Mittel. Der TSV spielte dagegen zu kompliziert und machte sich damit das Leben selbst schwer. Immer wenn schnell und direkt über die Außenpositionen gespielt wurde, erzielte der TSV auch Wirkung. Vor allem, wenn der schnelle Christian Ohle über die rechte Außenbahn nach vorn marschierte sah die Neustädter Hintermannschaft schlecht aus. Zum Ende der ersten Halbzeit, als die Begegnung eigentlich ausgeglichen war, die Gästeführung. Ronny Krapat traf im Nachschuss zum 0:1. Danach hatte der Verbandsligist seine stärkste Phase. Chemie hatte nun Schwierigkeiten, der Spielfaden ging verloren und nur eine Minute nach dem Führungstor hätte Krapat die Führung ausbauen können. Er scheiterte an Torwart Franke und somit blieb es beim 0:1 zur Pause. Trainer Rügen nutzte die Pause zu einigen Umstellungen und traf damit den Nerv der Neustädter. Christian Fehlberg ging neben Andre Kather in die Spitze, Rene Kersten kam in die Offensive.

Premnitz kam mit viel Elan aus der Halbzeit und bestimmte von nun an mehr als deutlich das Spiel. Angriff auf Angriff rollte auf das Gästetor und bereits in der 46. Minute hatte Dirk Briese eine gute Chance zum Ausgleich ausgelassen. Das Abwehrbollwerk der Neustädter hielt genau bis zur 54. Minute. Schiedsrichter Reimer zeigte nach einer ungeschickten Attacke gegen Christian Fehlberg auf den Elfmeterpunkt. Der gefoulte Spieler trat selber an und vollendete sicher zum 1:1. Von nun an ging es Schlag auf Schlag. In der Gästeabwehr ging es nun drunter und drüber. Der nun immer stärker werdende Fehlberg war nun Dreh- und Angelpunkt im Premnitzer Spiel. Nur zwei Minuten später schlug er einen Freistoß gefühlvoll in den Neustädter Strafraum, der Ball kam nach einem missglückten Abwehrversuch zu Andre Kather und es hieß 2:1. Premnitz setzte erneut entschlossen nach. Nach Kersten-Schuss kam der Ball zu Fehlberg und der setzte den Ball zum 3:1 in die Maschen.

Damit schien die Überraschung in greifbarer Nähe zu sein. Neustadt zeigte sich wenig beeindruckt und nutzte die Premnitzer Feierstunde zum sofortigen Anschluss. Stölcke wurde nicht energisch genug angegriffen und traf zum 3:2. Im weiteren Spielverlauf beruhigte sich das Geschehen wieder. Premnitz spielte nun sehr souverän und zeigte, warum das Team als Aufsteiger in der Landesliga zur Winterpause auf Rang drei rangiert. Neustadt versuchte nun zwar alles, um dem Spiel eine Wende zu geben, rannte sich aber immer wieder an der guten Premnitzer Hintermannschaft fest.

Die Gastgeber blieben auch in der Schlussphase das bessere Team.Als Christian Fehlberg in der 82. Minute das 4:2 gelang, war dieses packende Pokalspiel zu Gunsten des Außenseiters entschieden. Der TSV Chemie steht damit erstmals im Achtelfinale des Landespokals und trifft nun auf Verbandsligisten FSV Wacker Fürstenwalde (2.Februar).

Aufstellung: Franke, Kirchner, Lücke, Ohle, Schneider (62. Ecke), Sell, Köhler, Kersten, Kather, Briese, Fehlberg

 

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