Fußball Landespokal Premnitz-Neuruppin 2003/2004

TSV verkaufte sich teuer

FUSSBALL / Premnitz unterliegt Oberligist MSV Neuruppin mit 0:3 Toren

PREMNITZ ■ In der 2. Runde des Landespokals musste der TSV Chemie Premnitz nach einer standesgemäßen 0:3 Niederlage gegen den Tabellendritten der Oberliga Nord, MSV Neuruppin, die Segel streichen.

Der MSV begann die Partie engagiert und erarbeitete sich zu Beginn einige hochkarätige Möglichkeiten. So lenkte Selle, im Tor des TSV, einen Bloch-Schuss an die Latte. Nur eine Minute später strich ein Schuss von Rogoli knapp am Premnitzer Tor vorbei. Nach zehn Minuten stand erneut Selle im Blickpunkt, als er erneut eine so genannte hundertprozentige Chance der Gäste vereitelte.Dann aber fing sich die junge Premnitzer Elf. Der MSV blieb zwar spielbestimmend, tat sich gegen die massive Deckung der Premnitzer sehr schwer. Leider schied Kapitän Rene Kersten schon in der 15. Minute verletzt aus. Für Kersten gab Steven Schmeling nach langer Verletzungspause seinen Einstand.Chemie wurde nun mutiger und als Briese, er war mit einem Alter von 26 Jahren der älteste Chemiker auf dem Platz, seinen Widerpart Rogoli abschütteln konnte, musste sich der MSV-Keeper Daase zum ersten Mal strecken. Vor allem der sehr lebendige Robert Rades zeigte Straßburg immer wieder die Hacken und war so ein ständiger Unruheherd. In der Defensive war zuerst der hochgelobte Ben-Hatira und später auch Seeger bei Stefan Ecke gut aufgehoben.Die letzte klare Möglichkeit der ersten Halbzeit hatte Christian Ohle für den TSV Chemie. Er hatte in der 40. Minute plötzlich freie Bahn, als er nach einem Zuspiel von Ecke alleine auf Torwart Daase zulief, den Ball dann aber nicht am langen Neuruppiner Torsteher vorbei brachte.

Gästetrainer Dreschler war zur Pause mit dem Auftritt seiner Elf wenig zufrieden. Immer wieder versuchte er lautstark, die Reihen seiner Mannen zu ordnen.Ein weiteres kaum zu verkraftendes Handicap traf den TSV zur Pause. Mit Rene Boltze blieb ein weiterer spieltragender Mann verletzt in der Kabine. Nach dem Ausfall von Kersten, Löbel, Berner und Fingerhut war dies der fünfte potenzielle Stammspieler, der nun nicht mehr zur Verfügung stand.So war es nach der Pause nur eine Frage der Zeit bis der MSV, Trainer Dreschler schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, in Führung gehen würde. In der 48. Minute wehrte Hoffmann einen Straßburg-Kopfball auf der Linie ab, dann war es wieder der starke TSV-Schlussmann Selle, der in der 50. Minute Kopf und Kragen riskieren musste, um das 1:0 zu verhindern. Das fiel dann in der 53. Minute, als Kramer mit einem Flachschuss traf. Nur zwei Minuten später stand den Premnitzern bei einem Pfostenschuss von Rogoli das Glück zu Seite. Vielleicht wäre der MSV noch einmal nervös geworden, wenn Rades nach Jurk-Vorarbeit in der 60. Minute die Riesenchance zum Ausgleich genutzt hätte. So aber zog der Favorit ohne Probleme seine Kreise und kam durch Bloch (68.) und Maske (80.)zu zwei weiteren Treffern zum 0:3-Endstand.

Aufstellung: Selle, Liebner, Briese, Fehlberg, Ohle, Haase (81. Burghardt), Kersten (15. Schmeling), Rades, Jurk, Ecke, Boltze (46. Hoffmann)

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