Fußball 1.Männer Interview Trainer 1979/1980

Vor dem Punktspiel

Aktuelles Interview mit Ernst Kurth, Übungsleiter der I. Männer, Fußball

Frage: In der Saison 1979/80 spielt Chemie Premnitz nun wieder in der Staffel C. Wie bewerten Sie diesen Wechsel?

E. Kurth: Die Staffeleinteilungen wurden vom Präsidium des DFV der DDR beschlossen und sind nun für alle verbindlich. Darum ist es auch müßig, darüber ohne Ende zu lamentieren.

Das Fluidum der Staffel C ist uns allen bekannt.

Nun kommt es darauf an, so schnell wie möglich die Einstellung für diese Aufgabe zu finden. Ich bin sicher, daß das gelingt.

Frage: Seit wann und wie bereiten Sie die Mannschaft auf die Punktspiele vor?

E. Kurth: Seit dem 4. 7. 1979 läuft das Training der Vorbereitungsperiode. Schwerpunkt unserer Arbeit war bis hierher die Verbesserung des physischen Leistungsvermögens. Wir haben den Umfang des Trainings erhöht und so wesentliche Voraussetzungen geschaffen, um das Belastungsniveau zu verbessern. In der Endphase der Vorbereitung werden nun Wettkämpfe das Programm beleben, in denen vor allem die Zusammenarbeit der Spieler in der Mannschaft positiv entwickelt werden wird.

Frage: Nun gab es Veränderungen in der Mannschaft. Welche Auswirkungen haben sie auf die Leistungsstärke der Mannschaft?

E. Kurth: Es gelang uns, der Mannschaft vier Spieler zuzuführen. Es sind dieses: Stephan Lipsky von Stahl Riesa, Roman Heinrichs von Stahl Hennigsdorf, Andreas Pfeiffer von Motor Rathenow und Wilfried Nowitzki von Traktor Schönberg.

Das ist sehr erfreulich.

Leider gab es aber auch Abgänge wie Frank Meier und Rüdiger Mrohs zu Lok Stendal. Lutz Hovest wurde zum 1. FC Union Berlin delegiert. Wünschen wir ihm, daß er den Sprung in die Oberliga schafft.

Reinhard Gottong beendete seine aktive Laufbahn.

Noch ungewiß ist die weitere Mitarbeit von Dietmar Möhring, der sich zur Zeit in Babelsberg im Krankenhaus befindet und sich einer Knieoperation unterziehen mußte. Hoffen wir, daß er die Operation ohne Komplikationen übersteht und bald wieder fit ist.Das wesentlichste Problem ist nach wie vor, daß wir insgesamt zu wenig Spieler sind. Hieraus könnten Schwierigkeiten entstehen, wenn es Verletzungen bzw. gelbe Karten gibt, wo Ausfälle von Spielern die Folge sein werden.

Frage: Wie sieht es um den Nachwuchs aus?

E. Kurth: Momentan ist es noch keinen Spieler dieses Bereiches gelungen, den Anschluß an das Liga-Niveau herzustellen.

Es bleibt eine weitere intensive Arbeitsperiode mit den talentiertesten Spielern, die, so hoffen wir, durch die Spiele in der Bezirksligamannschaft zusätzliche Entwicklungspotenzen erhalten.Generell gilt es aber, die Ausbildungsarbeit im Nachwuchsbereich deutlicher zu verbessern. Wir müssen ganz einfach höhere Normen setzen und sie auch erreichen. Nur über diesen Weg kommen wir weiter.

Frage: Am 26. 8. 1979 beginnt die Serie mit dem Heimspiel gegen Wernigerode. Ist Ihnen diese Ansetzung angenehm?

E. Kurth: Wernigerode hat Chemie in der Vergangenheit immer Sorgen bereitet. Es bedarf sicher einer konzentrierten und einsatzstarken Leistung unserer Mannschaft, um erfolgreich zu sein.

Die Spieler der Mannschaft haben mir fest versprochen, in dieser Serie mit vollem Engagement zu spielen und zu kämpfen.

Daß es keine leeren Worte sind, zeigen sie jetzt durch ihre ausgezeichnete Einstellung im Training.

Diese leistungsfördernde Atmosphäre gilt es, durchgängig zu erhalten, dann werden wir auch in dem kommenden Spieljahr unser Leistungsziel erreichen

Wir danken Sportfreund Ernst Kurth für dieses Interview und wünschen ihm und seinem Kollektiv ähnliche Erfolge wie in der vergangenen Saison

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