Fußball 1.Männer Interview mit Mario Rotter 2012/2013

FUSSBALL: In der Breite besser aufgestellt

Quelle : http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12370766/61769/Vor-dem-scharfen-Saisonstart-heute-mit-dem-Pokalspiel.html

Vor dem „scharfen“ Saisonstart, heute mit dem Pokalspiel gegen SV Falkensee/Finkenkrug, spricht TSV-Trainer Mario Rotter über sein Team

Die Mannschaft vom TSV Chemie Premnitz zeigte als Aufsteiger in der Landesliga Nord 2011/12 eine sehr gute Leistung. Heike Wilisch sprach mit Trainer Mario Rotter über die Ziele im neuen Spieljahr.

MAZ: Waren Sie zufrieden mit der ersten Saison in der Landesliga?

MARIO ROTTER: Mit dem 5 Platz als Aufsteiger war ich sehr zufrieden. Dabei bin ich von der Mannschaft nicht so überrascht. Überraschend ist die Platzierung eher von den äußeren Bedingungen her. Bei wenig Personal und unserem relativ kleinen Trainingspensum ist das ein hervorragendes Ergebnis, auch wenn wir zum Ende konditionell ein wenig abgefallen sind. Doch trotz der Niederlage im letzten Heimspiel darf man die gesamte Saison natürlich nicht schlecht reden. Der 5. Platz ist absolut in Ordnung.

Ihre Bilanz in den Heimspielen war ja tatsächlich bemerkenswert. Worauf führen Sie die Heimstärke Ihrer Mannschaft zurück?

ROTTER: Eigentlich komisch. Es ist ja nicht so, dass wir zu Hause einen Hexenkessel mit 500 Zuschauern haben. Trotzdem waren wir schon die zweite Saison im eigenen Stadion sehr gut. Und bei der einzigen Niederlage am Saisonende haben uns unsere treuen Fans, die auch auswärts dabei sind, wieder aufgebaut.

Einige Spieler haben die Mannschaft im Sommer verlassen. Wie sieht die personelle Situation jetzt aus?

ROTTER: Das Problem war, dass mit Lars Posorski ein langjähriger TSV-Spieler Trainer bei Stahl Brandenburg geworden ist. Als Stahl den Klassenerhalt geschafft hat, hat er natürlich den kürzesten Weg genommen und Spieler aus Premnitz angesprochen. Und da auch ein bisschen Geld im Spiel war, ist es relativ einfach, junge Spieler zu überreden. Sechs, sieben Spieler waren im Gespräch, da konnte einem bei unserem relativ kleinen Kader schon Angst werden. Aber wir konnten den größten Teil überzeugen, bei uns zu bleiben. Schließlich sind nur zwei Spieler gegangen. Michelle Schröder, der ein sehr guter Fußballer ist, aber charakterlich einige Schwächen hat, und Sören Knoop. Bei Knoop haben wir uns schon geärgert, immerhin hat er in der letzten Saison elf Tore geschossen. Hinzu kommt, dass Björn Stuhlmacher, der 18 Tore geschossen hat, schon lange eine Weltreise plant. Insgesamt ist das natürlich für uns krass. Für Stuhlmacher geht es aber erst im Frühjahr los und bis dahin steht er auch zur Verfügung. Außerdem haben wir mit Lappin, Hilmer und Sommer drei sehr gute junge Leute aus der SG Rathenow/Premnnitz dazugewonnen. Dadurch sind wir auch in der Breite besser aufgestellt als im letzten Jahr. Von den Jungs bin ich nach der Vorbereitung sehr angenehm überrascht. Sie sind sehr gut ausgebildet und eine Bereicherung für uns. Das gilt auch für die beiden Neuzugänge Martin Otto und Frank Hegner. Martin hat sich in der Vorbereitung als absoluter Gewinn gezeigt. Bei Frank Hegner bin ich sehr zufrieden, endlich einen Torwart gewonnen zu haben. Das war Harakiri in den letzten Jahren. Die Vorbereitung war sehr ordentlich und die Krönung war seine Leistung beim Vorbereitungsspiel in Friesack, wo er hervorragend gehalten hat. Er wird auf jeden Fall im Pokal seinen Einsatz haben. Und wenn er da überzeugt, wird er auch gegen Schönwalde im Tor stehen. In den nächsten beiden Punktspielen bin ich erstmals in der Saison im Urlaub. Sollte es auch da gut laufen, wird er vorerst im Tor bleiben.

Wie ist die Vorbereitung gelaufen?

ROTTER: Sehr gut. Wir haben erstmals dreimal in der Woche trainiert. Das wurde von den Spielern sehr gut angenommen. Alle haben voll mitgezogen. Auch am leidigen Thema Kondition wurde sehr gut gearbeitet. Die Ergebnisse in den Testspielen waren durchwachsen. Aber da mache ich mich überhaupt nicht heiß. Es fehlen immer wieder Spieler und man spielt mit zusammengewürfelter Mannschaft. Friesack war ein sehr guter Testgegner. Aber auch da waren wir ohne Ersatzspieler, so dass wir mit den Ergebnissen insgesamt sehr zufrieden sind. Das gilt auch für die Partie gegen den FSV Optik, immerhin haben wir hier drei Klassen Unterschied. Das sollte man alles nicht überwerten. Wichtig ist nach dem Ausscheiden von Christian Peter im vergangenen Jahr, dass wir Olaf Krause, der ja in Premnitz schon ewig dabei ist, als Trainer dazu gewinnen konnten. Er nimmt mir sehr viel ab und entlastet mich. So konnte ich mich auch mal auf anderen Sachen konzentrieren, zum Beispiel auf die Gewinnung von Sponsoren.

Wo will der TSV Chemie Premnitz in der kommenden Saison in der Landesliga Nord stehen?

ROTTER: Ein Platz zwischen fünf und zehn ist realistisch. Obwohl wir Abgänge hatten, sind wir in der Breite besser aufgestellt. Wir können mehr variieren und Ausfälle besser kompensieren. Und mit Guido Block und Marco Lindemann stehen sehr erfahrene Spieler weiter zur Verfügung. Leider wird sich die Verletzung von Konstantin Gäde hinziehen, aber das sollte kein so großes Problem werden. Mit Schönwalde und Oranienburg haben wir einen schwierigen Start, aber spätestens gegen Kyritz müssen wir gewinnen, um vernünftig aus den Startlöchern zu kommen.

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