Fußball Interview Heino Rügen 2002/2003

Einstelliger Tabellenplatz angestrebt

FUSSBALL / Interview mit Heino Rügen, dem Trainer der 1. Männermannschaft des TSV Chemie Premnitz 2002/2003

In einem Gespräch mit Peter Kaiser gab Heino Rügen, Trainer der Landesligamannschaft des TSV Chemie Premnitz, Auskunft über die abgelaufene Saison und einen Ausblick auf die Saison 2002/03.

Herr Rügen, die Saison in der Landesliga Nord ist seit einiger Zeit beendet. Wie fällt Ihr persönliches Fazit zum abgelaufenen Spieljahr aus ?

Rügen: Als Aufsteiger bin ich mit dem 6. Tabellenplatz nur bedingt zufrieden. In der Anfangsphase haben wir den Schwung des Aufstiegs mit rüber gebracht. Wir sind mit vier Siegen hervorragend in die Saison gestartet. Erst der VfL Nauen hat uns am 5. Spieltag bei der 0:3-Heimniederlage auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Trotzdem konnten wir lange Zeit das Niveau der Landesliga Nord spielerisch mitgestalten. Erst im Schlussdrittel der Meisterschaft ging uns die Puste aus.

Wo lagen Stärken und Schwächen des TSV Chemie ?

Rügen: Unsere Stärke war eindeutig die mannschaftliche Geschlossenheit. Wir haben immer versucht nach vorn zu spielen und aus allen Mannschaftsteilen Druck und Torgefahr zu erzielen. Auch Auswärts haben wir oft die offensivere Variante mit drei Spitzen gewählt. Vor allem bei Standardsituationen strahlte unsere Mannschaft enorme Torgefahr aus. Die durchgängig konstanteste Leistung lieferte für mich unser Libero Mathias Baetz ab. Er ist kaum aus der Ruhe zu bringen und spielt dennoch unheimlich abgeklärt. Einige Schwächen zeigten unsere Torhüter. Hier werden wir in der kommenden Saison mit Einzeltraining arbeiten, um das vorhande Leistungsniveau stabiler zu gestalten.

Wie erklären Sie sich den deutlichen Einbruch am Saisonende?

Rügen: Unser Spielerpotenzial war für die Doppelbelastung Meisterschaft/Pokal einfach zu klein. Die vielen verletzungsbedingten und anderweitigen Ausfälle waren nicht zu kompensieren. Junge Spieler oder Spieler der zweiten Mannschaft waren dem Spitzenniveau der Landesliga nicht gewachsen. Das soll aber überhaupt kein Vorwurf sein, denn kämpferisch haben diese Spieler ihr Bestes gegeben. Ein Fitnessabfall war am Ende der Saison bei einigen Leistungsträgern nicht zu übersehen. Als in der Tabelle nach unten für uns nicht mehr viel ging, war die Trainingsbeteiligung mangelhaft. So haben wir viele Punkte und eine bessere Platzierung den Gegnern überlassen. Das war für mich der einzige Wehrmutstropfen, es war eindeutig mehr drin.

Herr Rügen, nun zu dem, was bei den Anhängern des TSV Chemie Premnitz natürlich von größter Bedeutung sein dürfte. Wann geht es in Premnitz wieder los und welche Vorbereitungsspiele wird die Mannschaft bestreiten?

Rügen: Trainingsauftakt ist am 23. Juli, mit je vier Trainingseinheiten pro Woche einschließlich der Vorbereitungsspiele. Dabei kommt es zu folgenden Vorbereitungsspielen: Zunächst spielen wir am 27. Juli, 15 Uhr, beim SV Empor Schenkenberg. Es folgt das Heimspiel am 31. Juli, 18.30 Uhr, gegen den FSV Luckenwalde. Dann, auch zu Hause, am 3. August, 14 Uhr, gegen die Mannschaft vom FC Hen- nigsdorf 98. Wir spielen am 7. August, 18.30 Uhr, bei Grün Weiß Klein Kreutz. Am 10. August, 14 Uhr, kommt Rot-Weiß Nennhausen. Danach reisen wir am 14. August(18.30 Uhr) zum FC Stahl Brandenburg. Am 17. August, 14 Uhr, (H) ist BSC Rathenow Kontrahent und am 21. August, 18.30 Uhr, endet die Vorbereitung mit einem Heimspiel gegen Schwarz-Rot Neustadt. Bevor es dann am 31. August, um 15 Uhr, zum ersten Punktspieltag der Saison 2002/03 im Stadion der Chemiearbeiter gegen den FC Schwedt 02 geht, müssen wir am Sonntag den 25. August, um 15 Uhr, wie schon im Vorjahr, in der ersten Pokalrunde beim FSV 1995 Ketzin/Falkenrehde antreten.

Welche Veränderungen wird es im Kader der Landesliga-mannschaft geben?

Rügen: Wir werden den Trainingskader der 1. Männermannschaft auf insgesamt zwanzig Spieler erhöhen. Dabei muss es Ziel sein, so junge und talentierte Spieler wie Stefan Ecke, Marcel Liebner und Robert Rades, um nur einige zu erwähnen, an den Männerbereich heranzuführen. Aus dem Kader der zweiten Mannschaft stoßen künftig Michael Rahn, Thomas Marschner, Andreas Gretzinger und Ronny Henke zum Trainingskader der ersten Mannschaft. Neu in der Truppe sind die Spieler Steven Schmeling, ein junger ehrgeiziger Defensivmann aus Bamme, und die beiden Angreifer Michael Schmücker (Spaatz) und Patrick Albrecht (FSV Optik Rathenow II). Verlassen haben uns dagegen Sören Kirchner, er kehrt zu seinem Heimatverein Grün-Weiß Klein Kreutz zurück und Christian Fehlberg, der beim FSV Optik Rathenow spielen wird.

Herr Rügen, gestatten Sie mir eine abschließende Frage. Welche Ziele und Wünsche haben Sie für die kommende Saison ?

Rügen: Bekanntlich ist das zweite Jahr für einen Neuling meist schwerer als das erste. Wir streben erneut einen einstelligen Tabellenplatz an. Nach meinen Wünschen befragt, würde es mich freuen, wenn die Zusammenarbeit mit allen ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren genauso gut funktioniert wie im Vorjahr. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich noch einmal bei meinen treuen Helfern, Oliver Löbel (Co-Trainer), Bernd Kramer ( Trainer II. Männer), Günter Gottschalk (Mannschaftsleiter), Herr Zahn ( Physiotherapeut) sowie Peter Kaiser für die Unterstützung im abgelaufen Spieljahr zu bedanken. Nicht zu vergessen unsere Sponsoren Rampf-Bau GmbH, Stadtwerke Premnitz, Fassadenbau Dressel, Bauelemente Premnitz und Firma Antl-Raumausstatter, ohne die ein Spielbetrieb in der Landesliga Nord nicht möglich wäre.

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