Fußball 1.Männer Halbserienbilanz 2010/2011

 

Chemie zieht Bilanz! 

 

 

Die Hinrunde in der Landesklasse West hätte für den TSV Chemie Premnitz kaum besser laufen können. Nach 13 Spielen  steht der TSV mit 32 Zählern an der Tabellenspitze der Weststaffel. Gefolgt vom VfL Nauen und der SG Eintrach Friesack die ebenfalls 13 Spiele bestritten haben und mit 26 bzw. 25 Punkten auf den Platzen 2 und 3 rangieren. 

Die ehrgeizige junge Premnitzer Mannschaft, die nach der Vizemeisterschaft  im Vorjahr die Favoritenrolle zu tragen hat und dieser auch gerecht wurde, kann auf eine sehr erfolgreiche Hinrunde zurückschauen. Nur ein einziges Mal musste sich der TSV am Ende geschlagen geben. Beim 1:0 in Nauen verlor man denkbar knapp und recht unglücklich. Obwohl dem Trainergespann Rotter / Peter nicht immer alle Spieler zu Verfügung standen, zeigte sich die Mannschaft sehr konstant. Vor allem der ausgeglichen besetzte Kader war der Garant  für die Spitzenposition.

Mit nur 10 Gegentoren stellt der TSV die stabilste Abwehr der Staffel. Die von vielen skeptisch gesehenen Umstellungen in der Premnitzer Defensive erwies sich als Volltreffer. Nicht nur das Sebastian Kaiser seine Sache auf der Liberoposition sehr ordentlich macht, sondern auch Guido Block der nun im Mittelfeld die Fäden zieht, sorgte für mehr Stabilität im gesamten Premnitzer Spiel. Aber auch im Offensivbereich konnte man an Qualität zulegen.  Der sehr variabel einsetzbare Robert Rades kehrte nach einem Jahr vom FC Stahl Brandenburg zurück  und ist neben Michellé Schröder der erfolgreichste Torschütze. Spieler wie Christian Freidank, Marian Krause, Björn Stuhlmacher und Daniel Huxdorff haben enorm zugelegt.

Überraschend schnell hat der lange verletzte Konstantin Gäde nach seiner Operation zu alter Leistungsstärke zurück gefunden. Große Hoffnungen ruhen auf Sascha Weser und Daniel Schönfeldt. Bei beiden erhofft man sich das sie endlich mal über einen längeren Zeitraum von Verletzungen verschont bleiben, um das vorhandene große fussballerische Potential  unter Beweis stellen zu können. 

Auch im Landespokal bewies der TSV Chemie seine gewachsene Leistungsstärke.  Nach dem Landesligaabsteiger Wittenberge / Breese (2:0)  hatten auch die aktuellen Landesligisten Potsdamer Kickers (4:0) und der SC Oberhavel Velten (3:1) in Premnitz keine Chance aufs weiterkommen. Einen faden Beigeschmack hatte die Hinrunde für den TSV aber doch. Das Landespokalsspiel gegen die Potsdamer Kickers sollte das wohl teuerste Spiel der vergangenen Jahre für die Premnitzer werden. Bei der Einwechslung eines farbigen Spielers der Gäste wurde dieser mit den Worten „Bananajo“ und geh zurück nach Afrika bedacht. Dieses war dem Sportgericht ein Urteil von 500,00 € Geldstrafe zuzüglich 254,00 € Verfahrenskosten für den TSV Chemie Premnitz wert. Abt. Leiter Peter Kaiser dazu. “ Bei aller Wertschätzung für die Fairness , finde ich persönlich die Höhe solcher Geldstrafen und das war das niedrigste Strafmaß was das Sportgericht treffen konnte für völlig überzogen. Wenn Zuschauer Feuerwerkskörper oder Gegenstände mit ins Stadion nehmen und damit Unfrieden stiften, kann ich das als Verein vielleicht noch verhindern aber wenn sich Besucher in Ihrer Wortwahl vergreifen sind die Vereine und Ordnungskräfte völlig machtlos. Im Gegensatz zum bezahlten Fußball laufen in den unteren Amateurligen keine Überwachungskameras ,somit  ist auch schwierig  solche Leute im Nachhinein zur Rechenschaft zu ziehen , da es mit der Zivilcourage in der heutigen Zeit nicht weit her ist. Eine gelbe Karte wie es im Fußball im sportlichen Bereich üblich ist, gibt es vor einem Sportgericht nicht. Obwohl der TSV sofort präventive Maßnahmen ergriff, es wurde ein Sicherheitsdienst unter Vertrag genommen, bekamen wir keine zweite Chance. Das viele Geld hätten man auch in weitere Sicherheitsmaßnahmen stecken können. Im Endeffekt stehen die Vereine allein auf weiter Flur. Von Ihrem Verband , der übrigens von den Beiträgen Ihrer Vereine ganz gut Leben kann, erfährt man diesbezüglich keinerlei Unterstützung. Für mich persönlich stellt sich als langjähriger ehrenamtlicher Funktionär langsam die Frage ob das noch der Amateursport ist, für den es sich lohnt nicht nur seine Freizeit zu opfern.“  

Die Planungen für die Rückrunde des TSV stehen fest. Nach dem Trainingsbeginn am 05.01.2011, nimmt eine Vertretung an den „Ulli Hahn Classics“ in Premnitz teil. Ein erster Test ist für den 15.01.2011 auf dem Kunstrasenplatz in Rathenow geplant. Nach dem eigenen Hallenturnier dem „Premnitzer Wintercup“ am 21.01.2011 (Premnitz AH, TSV I, TSV II, Mögeliner SC, Rot Weiß Nennhausen , Pokalverteidiger FSV Optik Rathenow)  steht am 22.01.2011 um 13.00 Uhr gegen Blau Weiß  Pessin der nächste Test an. Eine Woche später am 29.01.2011, 13.00 Uhr trifft man  auf die A- Juniorenmannschaft vom BSC Süd 05 Brandenburg und am 05.02.2011, 13.00 Uhr ist zum Abschluß der Vorbereitung eine Spiel gegen Havelland Roskow geplant. Bis auf den Test in Rathenow, sind alle weiteren Spiele auf dem Kunstrasenplatz in Fohrde geplant. Ob diese Spiele zur Austragung kommen , ist ungewiss da der Fußball Landesverband für den 29.01.2011 und 05.02.2011 bereits Nachholspiele gegen Wittstock und Wittenberge festgelegt hat. 

Der Kader des TSV wird bis auf eine Ausnahme zusammenbleiben. Marcus Rummel hat sich beim TSV wieder abgemeldet und steht nicht mehr zur Verfügung. Ob Zugänge zu verzeichnen sein werden wird sich erst nach Ablauf der Wechselfrist zeigen.An der Zielsetzung eine Platzierung unter den ersten drei zu erreichen wird sich aber auch nach der Hinrunde nichts ändern. Es macht keinen Sinn in der Öffentlichkeit das Ziel Aufstieg auszugeben.  Trainer Mario Rotter dazu “ Es sind einfach zu viele Faktoren die über Wohl oder Übel in der Landesklasse entscheiden.  Allein die Festlegung der Nachholspiele zu diesem frühen Zeitpunkt machen eine gezielte Vorbereitung völlig unmöglich“.  Trotzdem wird der TSV Chemie Premnitz die Favoritenrolle nicht abschieben können und wird auch in der Rückrunde für alle anderen  der Gegner sein wo man sich besonders ins Zeug legen wird.

 

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