Fußball Chemie – Teltow

Gute Leistung wird nicht belohnt

Sie sind gerannt, haben gekämpft und auch spielerisch eine gute Partie geboten. Doch für einen Punktgewinn hat es für die Landesligafußballer vom TSV Chemie Premnitz gegen den RSV Eintracht Teltow nicht gereicht. Letztendlich gewann der Tabellenführer glücklich mit 1:0.

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Dabei konnte Chemie einen guten Start hinlegen. Zwar waren die Gäste optisch überlegen, aber es war der TSV, welcher die ersten Möglichkeiten besaß. Martin Otto brachte einen Freistoß zu Marian Krause, der von der Strafraumkante abzog, Gästetorwart Carsten Busch aber vor keine allzu große Aufgabe stellte. Eine richtig dicke Chance hatte Premnitz dann durch Sebastian Krumbholz der mit einem langen Ball in Szene gesetzt wurde. Frei vor Busch legte er auf Marco Lindemann ab, der den Ball auch im Tor unterbrachte, dabei jedoch im Abseits stand (18.). Jetzt meldete sich auch der RSV mit einer ersten Gelegenheit im Spiel an. Markus Stachnik jagte eine zu kurz abgewehrte Ecke über das TSV-Gehäuse. Wenig später konnte sich Felix Baitz zum ersten Mal auszeichnen, als Thomas Poznanski einen Freistoß sehenswert über die Mauer hob, der TSV-Schlussmann den Ball aber aus dem Eck kratzte. In der nächsten Szene stand dann Schiedsrichter Tobias Starost im Mittelpunkt. Über den linken Flügel drang Daniel Scheinig in den Strafraum ein und lief auf Guido Block auf. Der zweifelhafte Pfiff ertönte und Stachnik ließ sich die Chance nicht entgehen und schob überlegt zur Gästeführung ein (27.). Danach war es Scheinig der bei einem Konter der Randberliner gerade noch geblockt werden konnte. Für Chemie hatte einzig Otto noch eine Möglichkeit. Sein Freistoß war aber zu unplatziert, um Busch vor große Probleme zu stellen. Somit hatten die Gäste das letzte Wort in Halbzeit eins. Wieder war es der starke Stachnik der aus der Distanz abzog. Baitz musste sein ganzes Können zeigen, um den Ball an die Latte zu lenken, von dort ging er ins Aus.

Egal was Olaf Krause seiner Mannschaft gesagt hat, es waren anscheinend genau die richtigen Worte. Der TSV spielte jetzt enorm stark. Zur ersten Gelegenheit nach der Pause kam der eingewechselte Florian Zimmermann, der knapp verzog (52.). Wenig später war es Christian Freidank, der nach langer Verletzungspause in den Kader rutschte, aus großer Entfernung aber knapp vorbei schoss. Premnitz hatte damit aber Blut geleckt und war jetzt eindeutig das bessere Team. Wieder war es Schiedsrichter Starost, der in den Mittelpunkt rückte. Diesmal gab er einen Foulelfmeter für Chemie, der ebenfalls mehr als zweifelhaft war. Daniel Pfefferkorn trat an den Punkt, scheiterte jedoch mit einem schwachen Schuss an Carsten Busch (71.). Doch Chemie ließ sich nicht beirren. Nach einer Flanke stieg Pfefferkorn hoch und legte auf Daniel Huxdorff quer, der ohne Probleme einnetzte. Starost hatte im Einsatz von Pfefferkorn aber ein Foulspiel erkannt (73.). Wenig später setzte sich Zimmermann gegen drei Gegenspieler durch verzog dann aber knapp.  Premnitz war jetzt drückend überlegen. Pfefferkorn zog in den Strafraum, konnte beim Torschuss noch behindert werden, sodass sein Ball knapp über den Kasten strich. Die Hintermannschaft des Spitzenreiters wirkte zunehmend unsicherer. Nach einem Ballgewinn im Strafraum stand Konstantin Gäde vor Busch, traf mit seinem Schuss aber nur den Pfosten (85.). Im Gegenzug kamen dann die Teltower zu einem Konter. Baitz behielt in dieser Eins-gegen-Eins-Situation gegen Stachnik aber das bessere Ende für sich. Die letzte Möglichkeit hatte aber wieder Chemie. Freidank jagte einen Freistoß hauchzart am Tor vorbei. Danach war Schluss und Chemie hatte es verpasst sich für eine couragierte Leistung zu belohnen. So sah es auch Trainer Olaf Krause: „Respekt, wie sich meine Mannschaft in dieses Spiel gebissen hat. Wir hätten uns aufgrund der zweiten Hälfte mindestens einen Punkt verdient gehabt. Wenn man sieht, wer heute alles gefehlt hat und das dann mit Kaiser noch ein Spieler im Spiel verletzt raus muss, kann man nur den Hut vor dieser Leistung ziehen.“  Für Chemie kommt die Osterpause genau richtig. In zwei Wochen geht es dann auf die weite Reise nach Templin.

Chemie: Baitz, Block, Kaiser (44. Zimmermann), Krause, Lindemann (52. Freidank), Huxdorff, Gäde, Kremp, Otto (81. Gelb-Rot), Pfefferkorn, Krumbholz 

Vorbericht

Der Spitzenreiter kommt

Am Sonnabend empfangen die Fußballer vom TSV Chemie Premnitz mit dem RSV Eintracht Teltow den neuen Tabellenführer der Landesliga. Dabei gehören die Randpotsdamer nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der Chemiker, musste die Mannschaft von Olaf Krause gegen diesen Gegner in letzter Zeit einige empfindliche Niederlagen einstecken.

Der RSV Eintracht Teltow gehörte bereits vor der Saison zu den absoluten Aufstiegskandidaten und dürfte seit der Verpflichtung des ehemaligen Profis Carsten Busch noch einmal deutlich stärker geworden sein. So musste der erfahrene Torwart in bislang neun Spielen erst sechs Gegentore hinnehmen. Die Defensive stellt dann auch die größte Stärke der Teltower dar, keine andere Mannschaft der Liga hat bisher weniger Treffer zugelassen. Im Aufstiegsrennen hat die Mannschaft vom Ex-Premnitzer André Kather den Ludwigsfelder FC am letzten Spieltag durch einen glücklichen 3:2-Erfolg gegen den FK Hansa Wittstock überholt und will den Platz an der Sonne nicht mehr hergeben. Trainer Kather sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg Richtung Brandenburgliga und möchte in Premnitz die nächsten wichtigen Punkte einfahren. Doch das dürfte nicht leicht werden, da das Team auswärts meist Probleme hat und dort schon einige Punkte liegen ließ.

Schwierig stellt sich die Situation beim TSV im Moment dar. Nach der Niederlage in Brieselang ist man auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Erschwerend hinzu kommt, dass die personelle Lage dramatische Züge annimmt. Neben den Langzeitverletzten Freidank, Paege und Neudorf gesellen sich jetzt weitere Ausfälle dazu. Gegen den Tabellenführer werden auch Björn Stuhlmacher, Marcel Zorr und Sascha Weser definitiv fehlen. Und ob Martin Otto spielen kann steht aufgrund gesundheitlicher Probleme auch noch in den Sternen. Die Mannschaft stellt sich also fast von allein auf. Einzig Dennis Lapin kehrt in den Kader zurück. „Wir haben natürlich einige Ausfälle zu beklagen. Das macht die Aufgabe nicht leichter, aber wir wollen es dem RSV so schwer wie möglich machen“, schaut Olaf Krause auf die Partie voraus. Wenn eines den TSV in dieser Saison bisher auszeichnete war es die Moral, welche so manchen unerwarteten Punktgewinn sicherstellte.

Geleitet wird die Partie von Tobias Starost aus Perleberg. Er wird um 15 Uhr anpfeifen.

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