Fußball Premnitz-Templin

Lapin-Tor macht Klassenerhalt perfekt

„Landesklasse nie mehr, nie mehr, nie mehr“, schallte es am Samstag aus der Premnitzer Mannschaftskabine. Vorrausgegangen war ein 2:1 Heimsieg gegen den SC Victoria Templin, der letzte Abstiegszweifel vergessen ließ. Nach einer starken Rückrunde wurde der Klassenerhalt doch noch auf den letzten Drücker perfekt gemacht.

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Man merkte dem TSV zunächst an, dass einiges auf dem Spiel steht. Nur langsam fand man in die Partie und übernahm die Kontrolle. Die Gäste aus Templin zeigten aber auch von Anfang an, dass sie nicht angereist waren, um Geschenke zu verteilen. Nach einer guten Viertelstunde drang Gäde in den Strafraum ein, wurde im letzten Augenblick aber noch am Torschuss gehindert. Kurz danach nahm Kaiser langen Anlauf, schoss aus der Distanz aber über das Tor. Die Partie verflachte jetzt wieder zusehends. Nach einer abgewehrten Ecke fasste sich Gäde ein Herz und drosch den Ball aus gut 30 Metern in den Torwinkel(28.). Ein absolutes Traumtor, das unglaublich viel Druck abfallen ließ. Premnitz versuchte weiter nach vorne zu spielen und hatte durch Hilmer eine nächste Möglichkeit, die dieser aber knapp vergab. Auf der Gegenseite hatte der TSV Glück als Matthias Bock beim vermeintlichen Ausgleich im Abseits gestanden haben soll.  Diese Szene zeigte auch auf welch dünnem Eis sich Chemie bewegte. Kurz vor der Pause hatte Premnitz dann noch eine gute Gelegenheit durch Hintz. Er ließ seinen Gegner aussteigen, fand seinen Meister aber in Markiewicz im Gehäuse der Gäste. Somit blieb es bei der 1:0-Halbzeitführung und Premnitz brauchte nicht auf das Ergebnis der Konkurrenten gucken.

Nach der Halbzeit hatten die Uckermärker ihre beste Phase. Zunächst zog Hoff ab, aber Krause konnte Schuss blocken. Die anschließende Ecke fand Schauseil, der seinen Kopfball nur haarscharf am Tor vorbei setzte. Wieder nur kurz später marschierte Neumann durch die TSV-Abwehr konnte den scheidenden Rotter aber nicht überwinden. Den Nachschuss konnte Rotter ebenfalls in Klasse-Manier vereiteln. Doch noch war die Drangphase der Gäste nicht überstanden. Nach einem Freistoß stieg wieder Schauseil am höchsten und köpfte den Ball an den Pfosten, den Abpraller drückte dann Christian Bock über die Linie (57.). Dieser Ausgleich war mittlerweile auch verdient. Doch wenn eines die Chemiker in dieser Saison auszeichnete, dann war es die Moral. Hilmer hatte kurz danach eine gute Möglichkeit den TSV wieder in Führung zu bringen, verzog aber knapp. Premnitz zog jetzt wieder merklich das Tempo an. Hintz setzte sich auf dem Flügel durch und brachte die Flanke genau auf den eine Minute zuvor eingewechselten Lapin. Dieser ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen und köpfte den Ball sehenswert ein (67.). Nur wenig später stand Lapin nach einer Ecke wieder goldrichtig, seinen Schuss hielt Markiewicz aber stark. Premnitz kontrolliert nun die Partie und außer einer scharfen Hereingabe, die geklärt werden konnte erspielte sich Templin keine nennenswerten Chancen mehr. Abgerundet wurde diese gelungene Partie durch die Einwechslung von Martin Otto, der nach 10-monatiger Verletzungspause erstmals wieder auf dem Platz aktiv sein konnte. Auch er hatte noch seine Möglichkeit, zielte aber zu hoch. Wenig später war dann Schluss und der Abpfiff vom guten Schiedsrichter Dreschkowski ging im Jubel der Premnitzer unter.

„Wahnsinn, dass wir doch noch die Klasse halten konnten. Für mich persönlich war es enorm wichtig in meinem letzten Spiel als Aktiver nicht abzusteigen. Kompliment auch an die Mannschaft die dem Druck stand hielt“, so Mario Rotter, der sich jetzt eine Auszeit vom Fußball nehmen möchte und als Spieler wie Trainer seinen Abschied bekannt gab. Dabei bedankte er sich bei allen Helfern und der Mannschaft für 8 tolle Jahre beim TSV. Doch die Mannschaft ist bei Olaf Krause in guten Händen und wird sicherlich den Ein oder Anderen Neuzugang präsentieren können. Die Mannschaft tritt jetzt noch beim Turnier des Mögeliner SC zum 100-jährigen Bestehen an, ehe die Spieler in die wohlverdiente Pause gehen können.

 

Premnitz : Rotter, Block, Krause, Zorr, Jankow, Huxdorff (90. Fingerhut), Kaiser, Gäde, Hintz (81. Otto), Stuhlmacher, Hilmer (65. Lapin)

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