Fußball 5. Chemie Premnitz – SR Neustadt 2014/2015

Unglücklich verloren

Lange Zeit sah es so aus, als wenn das Spitzenspiel der Landesliga/Nord keinen Sieger sehen würde. Doch nach einem Doppelschlag kurz vor Schluss musste sich der TSV Chemie Premnitz dem SV Schwarz-Rot Neustadt mit 0:2 geschlagen geben.      Next Bilder

Dabei muss man den Chemikern ein großes Kompliment machen, fielen letztlich neun Spieler beim TSV aus, die alle zur Stammbesetzung gezählt werden können. Kurzfristig fiel mit Kapitän Marian Krause ein weiterer wichtiger Spieler aus. Doch Chemie startete stark in Partie. Nach wenigen Minuten war es Florian Zimmermann, der nach einer guten Aktion nur den Pfosten traf (9.). Wenig später war es erneut Zimmermann, der für Premnitz gefährlich wurde. Aber auch hier stand der Pfosten einem erfolgreichen Abschluss im Weg. Danach übernahm Neustadt die Kontrolle über das Spiel und bestimmte die Partie zunehmend. Große Möglichkeiten erspielten sich die Gäste allerdings nicht, lediglich kurz vor der Halbzeit musste ein Schuss von Torjäger Paul Döbbelin im Strafraum geblockt werden. Premnitz agierte taktisch clever und machte die Räume geschickt eng.

Nach der Pause hatten die Premnitzer Anhänger den Torschrei schon auf den Lippen, als Martin Otto’s Hammer von der Strafraumgrenze nur an die Lattenunterkante prallte (46.). Chemie verlegte sich jetzt mehr und mehr auf die Defensive und versuchte durch Konter zum Erfolg zu kommen. Neustadt zog das Tempo merklich an und kam durch Döbbelin zu einer Gelegenheit, die Felix Baitz klasse entschärfte. Mit vereinten Kräften konnte der Nachschuss geblockt und der Ball aus der Gefahrenzone gespielt werden (57.). Danach kam Döbbelin zu weiteren guten Gelegenheiten, in denen aber die Genauigkeit fehlte. Nach einem Kopfball, infolge einer Ecke hätten die Dossestädter in Führung gehen müssen. Dieser flog aber über das Tor. Kurze Zeit später zeigte, der gut leitende Schiedsrichter Patrick Franke, nach einem Foul an Döbbelin auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte trat an und scheiterte an einem stark reagierenden Baitz im TSV-Tor. Danach beruhigte sich das Spiel wieder und beide Seiten erspielten sich kaum Möglichkeiten. Premnitz wurde nochmals über Standardsituationen gefährlich, Marvin Krause bekam hinter seinen Ball aber nicht genügend Druck (74.). Neustadt lief sich jetzt öfter in der TSV-Defensive, um den guten Libero Sascha Weser, fest. Doch kurz vor Spielende schlug es doch noch im Chemie-Kasten ein. Nach einem Ballverlust im Angriff konterten die Gäste schnell und Tobias Preuss hatte keine Mühe zur 0:1-Führung einzuschießen (86.). In der Folge warf der TSV noch einmal mit dem Mute der Verzweiflung alles nach vorne, lief aber erneut in einen Konter, der durch Stephan Wolfert zum 0:2 führte und damit den Schlusspunkt unter eine spannende Partie setzte (88.). Trainer Olaf Krause nach der Partie: „Erst einmal möchte ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment für eine taktisch gute Leistung aussprechen. Trotz der zahlreichen Ausfälle haben wir das lange Zeit sehr gut gemacht. Dennoch habe ich mich selten so nach einer Niederlage geärgert. Dreimal Aluminium zu treffen und dann kurz vor Schluss ausgekontert zu werden, ist mehr als ärgerlich.“ Chemie steht jetzt im breiten Mittelfeld der Tabelle und muss am kommenden Samstag zum SC Victoria Templin reisen.

Premnitz: Baitz, Weser, Kaiser, Ritter, Lapin, Stuhlmacher, Marvin Krause, Reinefeldt, Krumbholz, Otto, Zimmermann (85. Nehring)

 

Neustadt kommt zum Spitzenspiel

Auf ein hitziges Spiel, welches offensiv geprägt sein dürfte, können sich die Zuschauer am Sonnabend im Stadion der Chemiearbeiter freuen. Beim Spiel zwischen dem TSV Chemie Premnitz und dem SV Schwarz-Rot Neustadt handelt es sich um die Spitzenpartie des fünften Spieltages in der Landesliga/Nord.

Mit den Dossestädtern ist in diesem Jahr zu rechnen, stehen sie bei vielen Trainern weit oben auf dem Zettel, wenn es um mögliche Aufstiegskandidaten geht. Das hat die Mannschaft von Peter Oberschmidt auch gleich zu Beginn bewiesen. Drei Siegen zum Auftakt folgte am letzten Wochenende mit einem Unentschieden der erste Punktverlust. Auch im Pokal konnte die Mannschaft für Furore sorgen, indem man den FSV Optik Rathenow ausschaltete. Die positive Entwicklung ist aber nicht erst seit Saisonbeginn abzusehen, schon in der letzten Rückrunde zeigten die Schwarz-Roten, welch großes Potenzial in ihnen steckt und landeten in der reinen Rückrundentabelle auf Rang drei. Gepaart mit körperlicher Robustheit einher geht die individuelle Klasse des Kaders. Mit Paul Döbbelin steht der beste Landesligatorjäger der letzten Jahre in Neustadts Kader. Auch in dieser Saison hat er bereits fünfmal zugeschlagen. Dazu beweist die Mannschaft eine neue Stabilität in der Defensive.

Kleine Sorgenfalten zeichnen die Stirn von TSV-Trainer Olaf Krause hinsichtlich der Aufstellung für das Spitzenspiel. David Paege und Marco Neudorf fallen ohnehin aus, Sebastian Kremp muss arbeiten. Dazu kommen die Ausfälle von Jonathan Schmidt und Christian Freidank, welche sich im Urlaub befinden. Wäre das nicht schon genug, stehen hinter den Einsätzen von Marco Lindemann (angeschlagen) und Daniel Pfefferkorn (Seminar) dicke Fragezeichen. Doch genau für solche Situationen wurde der Kader vor der Saison breiter aufgestellt. Umso mehr wird es darauf ankommen, taktisch clever zu agieren und die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen. „Wir wissen natürlich um die Schwere der Aufgabe, Neustadt gehört zu den absoluten Favoriten auf den Staffelsieg. Auch wenn wir viele Ausfälle zu verkraften haben, glaube ich an unsere Chance zu punkten“, ist Olaf Krause optimistisch.

Anpfiff ist am Sonnabend um 15 Uhr im Stadion der Chemiearbeiter. Geleitet wird die Partie von Patrick Franke aus Beelitz.

 

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