Fußball – Interview mit Peter Kaiser

Am vergangenen Samstag ist für die Fußballer des TSV Chemie Premnitz eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen zu Ende gegangen. Am Ende stand der knappe Klassenerhalt, den die Mannschaft erst beim letzten Heimspiel gegen Templin sicherstellen konnte. Große Stärke der Chemiker war die mannschaftliche Geschlossenheit, mit der man in der entscheidenden Phase wichtige Punkte einfahren konnte. Insgesamt kamen 30 Spieler zum Einsatz. Die meisten Spiele konnte Guido Block absolvieren, der Altmeister stand in allen Spielen auf dem Feld. Erfolgreichster Torschütze war wie in der Vorsaison Björn Stuhlmacher, er kam auf 9 Treffer. Doch erwähnt sollten auch 7 Platzverweise, die dann doch etwas zu viel des Guten waren. Über die abgelaufene Saison sprachen wir mit dem Abteilungsleiter Fußball des TSV, Peter Kaiser.  

 

Wie ist Ihr Fazit zur gerade abgelaufenen Landesliga-Saison und waren Sie zufrieden?

„Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen. Vor Allem die Hinrunde verlief nicht nach unseren Vorstellungen. Das wir am Ende doch noch den angestrebten Klassenerhalt geschafft haben, war zur Winterpause kaum zu erwarten. Die Liga zeigte sich etwas Zweigeteilt. Spitzenmannschaften wie Oranienburg, Teltow, Rüdersdorf und Schönwalde setzten sich meiner Meinung nach sportlich recht deutlich vom Rest der Liga ab. Hier spiegelten sich die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten wieder.

Vor Allem der enge Kader hat uns arg zu gesetzt. Woran die Mannschaft ja nicht immer ganz schuldlos war. Persönlich ärgern mich die vielen Platzverweise, die wir erhalten haben. Dadurch mussten wir neben den Verletzten immer wieder auf Stammkräfte verzichten und haben es uns unnötig schwer gemacht. Kompliment an unsere Trainer die so das Optimale raus geholt haben.  

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich bei all denen Bedanken die mit uns gezittert, gehofft und gebangt haben. Dank an alle Sponsoren die unsere Fußallabteilung mit Ihren Spenden am Leben erhalten. Nicht zu vergessen unsere kleine aber feine Fangruppe, die unsere Mannschaft zu jedem Auswärtsspiel begleitet hat und die Jungs nach dem letzten Spiel mit Präsenten überraschte.

Danke schön auch an die Mädels und Frauen unserer Spieler die Samstag für Samstag auf Ihre Männer verzichten müssen.“ 

Der Klassenerhalt wurde erst am letzten Spieltag geschafft, hätten Sie vor der Saison gedacht, dass es so eng wird?


„ Ja das habe ich genau so vorher gesagt. Als die Ansetzungen im Juli 2012 erschienen, habe ich dieses Endspiel gegen Templin voraus gesagt. In der sportlichen Leitung war uns Allen klar, dass es nach den Abgängen  schwer werden würde. Man konnte nicht erwarten, dass unsere jungen Leute wie Lapin und Hilmer sofort einschlagen.  Ihnen muss man eine weitere Phase der Anpassung an den Männerbereich einfach zugestehen. Hinzu kam das Wissen, dass mit Stuhlmacher  praktisch der letzte Stürmer nach der Winterpause auch noch für längere Zeit ausfallen würde. „

Welche Spiele waren für Sie Schlüsselerlebnisse?

Wir alle haben bei dem Programm über Pfingsten und Himmelfahrt große Probleme gesehen. Da aber hat sich gezeigt das die Mannschaft zusammengerückt ist und Jeder der irgendwie konnte sich zur Verfügung stellte. Völlig wider erwarten holte die Mannschaft aus den 3 Nachholspielen 9 Punkte und meldete sich eindrucksvoll zurück. Auch die wieder gewonnene Heimstärke in der Rückrunde  war ein Garant für den Klassenerhalt.

Was mich auch beeindruckt hat das sich zum Saisonfinale gegen Templin, bis auf die verletzten Spieler, Alles zur Verfügung gestellt hat was unser Kader her gab. Hier hat man eindrucksvoll bewiesen das man schon ein eingeschworener Haufen ist.“

Hand auf`s Herz nach dem Spiel in Neustadt sah es schlecht aus, haben Sie immer an den Ligaerhalt geglaubt?

„ Ganz ehrlich, nach dem Remis zu Hause gegen Erkner hab ich nicht mehr daran geglaubt das es noch reichen könnte.  Vor allem unsere erfahrenen Kräfte wie Block, Hintz und Lindemann waren dann aber die treibenden Kräfte, die immer wieder daran erinnerten das es erst zu Ende ist, wenn rechnerisch nichts mehr geht. Am Ende hatten wir auch das nötige Glück, als bei unserer kleinen Niederlagenserie am Saisonende andere Mannschaften diese Schwächephase nicht nutzen konnten.“ 

Wann beginnt die Vorbereitung und wie wird die Mannschaft dann aussehen?

Wir werden am 11.07. 2013 in die Vorbereitung auf die neue Saison gehen. Am 11.07.2013 empfangen wir Borussia Brandenburg zum Testspiel.  Eine Woche später gibt es einen Test gegen den FSV Optik Rathenow II. Weiter geht es am 27.07.2013 in Brandenburg bei der Bugatrophy 2013. Weitere  Testspiele sind in Planung und werden kurzfristig bekannt gegeben.

Zu Veränderungen in der Mannschaft kann ich folgendes Sagen. Mario Rotter hat nach dem Spiel gegen Templin seine sportliche Laufbahn für beendet erklärt. Weiterhin hat er auch sein Amt als Cheftrainer zur Verfügung gestellt. Ich möchte mich bei Mario für ganz tolle 8 Jahre beim TSV bedanken. Er ist mit mir einige Male durch ein Wellental gegangen. Es war nicht immer einfach und trotzdem hat er es immer wieder geschafft eine Mannschaft aufs Feld zu schicken, die auch erfolgreich Fußball spielte. Die Geschicke der Mannschaft wird nun Olaf Krause als Cheftrainer leiten. Ich glaube die Truppe ist bei Ihm in besten Händen. Er kennt viele der Spieler von Kindesbeinen an und hat einen sehr guten Draht zur Mannschaft.

Weiterhin wird Guido Block nur noch im Notfall zur Verfügung stehen. Gerade Ihm war anzumerken das er sich nicht mit einem Abstieg verabschieden wollte. Frank Hegner wird den TSV nach nur einem Jahr wieder verlassen.

Zur Zeit stehen  wir mit einigen Spielern in Verbindung die sich eine Zukunft in Premnitz vorstellen können. Ich bitte um Verständnis, das ich mich über einzelne Namen  nicht äußern möchte. Zu gegebener Zeit wird es dann Informationen geben.“

 

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