Fußball Hallenturnier Niemegk

Premnitz gewinnt das Hallenturnier von Grün-Weiß Niemegk knapp vor Union Linthe

BAD BELZIG – Zur Titelverteidigung war der Gastgeber am Sonnabend in der Bad Belziger Albert-Baur-Halle angetreten. Für die Grün-Weißen aus Niemegk, die dieses Turnier in der Kurstadt bereits zum 15. Mal ausgetragen haben, kam es in diesem Jahr aber ganz anders. Der FSV erwies sich als wirklich guter Gastgeber und kam mit nur einem Erfolg nicht über den letzten Platz hinaus. Überrascht haben dagegen die Gäste von Chemie Premnitz, die sich erst im letzten Spiel den Turniersieg sichern konnten.

 Quelle : http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12450079/60899/Premnitz-gewinnt-das-Hallenturnier-von-Gruen-Weiss-Niemegk.html

Kurz nach 13 Uhr waren neben dem Gastgeber schon fast alle eingeladenen Mannschaften vor Ort. Die Bad Belziger Borussen, Grün-Weiß Niemegk, der TSV Wiesenburg, der SV Union Linthe und die am weitesten gereisten Spieler von Chemie Premnitz kickten sich munter ein. Währenddessen wurde der Niemegker Organisator des Turniers, Thomas Schulz, unruhig, da weit und breit nichts vom sechsten eingeladenen Team, dem FSV Luckenwalde, zu sehen war. Kurz vor Turnierbeginn war das Team immer noch nicht da. Nachdem dann Thomas Schulz endlich jemand von den Luckenwaldern am Telefon hatte, bekam er die Kunde das sie unbegründet einfach absagten. Leicht angesäuert entschied sich das Veranstalterteam somit mit den fünf anwesenden Mannschaften eine Hin- und eine Rückrunde im Turniermodus „jeder gegen jeden“ zu spielen. Dabei dauerte eine Begegnung zehn Minuten.

Die Linther Vertretung spielte eine hervorragende Hinrunde. Gleich im Eröffnungsspiel bezwangen sie den Niemegker Gastgeber mit 2:1 und blieben im weiteren Verlauf ohne Niederlage. Nur gegen die Borussen blieben sie ohne Sieg. Diese Partie endete 2:2-Unentschieden. Auch die Rückrunde eröffnete Union mit einem Sieg gegen den Gastgeber. In der zweiten Partie gegen Bad Belzig mussten die Linther dann ihre erste Turnierniederlage hinnehmen. Sie verloren gegen die Borussen mit 0:1.

Die Premnitzer Kicker waren überraschend agil am Ball. Nach anfänglichen Erfolgen über Niemegk und die Borussia knickte Chemie dann aber ein. Es folgten zwei Pleiten gegen Wiesenburg und Union. In der Rückrunde zündeten die Westhavelländer dann aber den Turbo und konnten sich gegen Niemegk, Bad Belzig und Wiesenburg durchsetzen. Somit stand fest: das zweite Aufeinandertreffen zwischen Linthe und Premnitz, das gleichzeitig das letzte Spiel des Turniers war, sollte den Sieger hervorbringen. Den Unionern, die Chemie im Hinspiel 2:0 schlugen, hätte ein Unentschieden zum Pokalerfolg gereicht. Die Premnitzer mussten dagegen unbedingt gewinnen, wollten sie den Sieg im Fläming feiern. Knapp einhundert Zuschauer sahen anfänglich eine sehr spannende Partie. Beide Teams fighteten energisch um den Turniersieg. Schon nach drei Minuten kam dann die Ernüchterung. Premnitz führte bereits mit 2:0. In der verbleibenden Zeit fand Union keine Mittel, wenigstens noch den Ausgleich herzustellen. So konnte Premnitz am Ende den Siegpokal in die Höhe recken. Den dritten Platz sicherte sich die Borussia vor den tapferen Wiesenburgern, die immerhin dem Turniersieger in der Hinrunde einen 1:0-Erfolg abringen konnten. Wiederum konnte Gastgeber Niemegk den TSV in der Rückrunde deutlich mit 5:1 bezwingen. Mehr war für Grün-Weiß aber nicht drin. „Ich bin schon etwas enttäuscht über unser Abschneiden. Schließlich sind wir hier als Titelverteidiger angetreten“, meinte Thomas Schulz. „Insgesamt war es aber ein schönes Turnier. Alle haben sich wohlgefühlt und wir haben uns diesmal als sehr gastfreundlich erwiesen“, schmunzelte er. (Von Jörgen Heller)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.