Fußball Achtelfinale Chemie Premnitz – SV Altlüdersdorf 2014/2015

Die Sensation blieb aus

In einer einseitigen Partie hat der TSV Chemie die große Überraschung verpasst und ist gegen den SV Altlüdersdorf mit 0:6 deutlich aus dem Fußballlandespokal ausgeschieden. Im gesamten Spiel ließen die höherklassigen Gäste keinen Zweifel daran aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen wird. ButtonrechtsBilder

Doch zunächst machten es die Chemiker gut und die Räume geschickt eng. Die erste Gelegenheit hatten dennoch die Gäste als Sven Marten nach einer Ecke drüber köpfte. Wenig später war es eine identische Situation, diesmal verzog aber Torjäger Hassan Salhab. Chemie versuchte nach vorn Nadelstiche zu setzen, was allerdings selten gelang. Einzig nach Freistößen hatte man kleinere Möglichkeiten. Nach einem solchen kam Daniel Pfefferkorn an den Ball, zielte aber zu hoch (15.). Mit der nächsten Chance gingen die Lila-Weißen dann in Führung. Wieder war es eine Ecke und wieder war es Salhab, der jetzt aber einköpfen konnten (17.). Kurze Zeit später verpasste Salhab eine Eingabe von Marten nur knapp. Chemie war jetzt wieder darum bemüht, Ordnung in die eigenen Reihen zu bekommen und sicher in der Abwehr zu stehen. Bis zur Pause gelang das auch relativ gut, außer beim 0:2. Salhab legte mit all seiner Klasse auf Kevin Owczarek ab, der Felix Baitz keine Chance ließ (32.).

Nach der Pause wurde der TSV etwas frecher, ohne sich nennenswerte Gelegenheiten zu erspielen. Etwas Hoffnung keimte auf, als sich Altlüdersdorf nach einer Tätlichkeit selbst dezimierte (53.). Doch die Hoffnung hielt nicht lange. Nach einem eigentlich schon geklärten Ball kam Owczarek erneut an den Ball und es hieß 0:3 (56.). Damit war spätestens jetzt die Entscheidung gefallen und die Gäste aus der Oberliga hatten leichtes Spiel. So konnte Ozan Kalyoncu nach einer Flanke auf 0:4 erhöhen (61.). Danach nahm der SVA etwas das Tempo aus dem Spiel. Dennoch blieb beim TSV vieles Stückwerk. Die Offensivspieler hingen meist in der Luft. Altlüdersdorf zog kurz vor dem Ende das Tempo noch einmal an und kam folgerichtig zu zwei weiteren Treffern. Erst traf Steven Russow aus dem Gewühl heraus zum 0:5, ehe Sebastian Gigold nach einer sehenswerten Kombination der letzte Treffer zum 0:6-Endstand gelang (85.). Die Gäste haben sich keine Blöße gegeben und von Beginn an gezeigt, dass sie die bessere Mannschaft sind. Für den TSV war an diesem Tag einfach nichts zu holen. „Wir haben heute gegen einen sehr guten Gegner vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch verloren. Wir befinden uns in einer schwierigen Situation und müssen aus den nächsten Spielen dringend Punkte holen“, sagte Trainer Olaf Krause nach dem Spiel. In der nächsten Woche empfängt Chemie dann die Falkenthaler Füchse.

Premnitz: Baitz, Weser, Kaiser, Ritter, Kremp (66. Nehring), Marvin Krause, Lapin (72. Reinefeldt), Pfefferkorn (83. Paege), Otto, Krumbholz, Freidank

Pokalüberraschung – die Dritte?

Ein Duell David gegen Goliath hat immer den Reiz, dass sich David doch überraschend gegen seinen vermeintlich übermächtigen Gegner durchsetzt. Und der Pokal hat eigene Gesetze. Dass sind zwei der beliebtesten Redewendungen, wenn ein Underdog im Pokal antreten muss. Und genau solch eine Konstellation gibt es am Sonntag in Premnitz, wenn der heimische TSV auf den Oberligisten SV Altlüdersdorf trifft.

Die Gäste aus dem Ortsteil vom nordbrandenburgischen Gransee sind glänzend in die Oberliga-Saison gestartet und liegen derzeit auf Rang zwei der Tabelle und damit genau einen Rang vor dem FSV Optik. Apropos Optik, hier ergeben sich zahlreiche Schnittpunkte, spielen nicht weniger als fünf Spieler für die Lila-Weißen, die eine Rathenower Vergangenheit haben. Vor allem spielerisch sind die Mannen um Trainer Steffen Borkowski als ungemein stark einzuschätzen, gehören sie doch zu den torgefährlichsten Mannschaften ihrer Liga. Daher wundert es auch nicht, dass mit Hassan Salhab ein absoluter Torjäger in den Reihen der Altlüdersdorfer steht, der bereits acht Treffer erzielen konnte.

Klare Worte gab es in dieser Trainingswoche in Premnitz zu hören. Zu enttäuschend war der letzte Auftritt der Mannschaft in Templin. Ob diese Wirkung zeigen wird sich zeigen, auf jeden Fall war die Trainingsbeteiligung besser als zuletzt. Nichts desto trotz ist den Premnitzer Verantwortlichen klar, dass sie als absoluter Außenseiter in die Partie am Wochenende gehen. Christian Freidank steht wieder zur Verfügung und auch Nico Ritter wird aller Voraussicht nach in den Kader zurückkehren. Außerdem konnten David Paege und Marco Lindemann beschwerdefrei am Training teilnehmen. Hingegen werden Jonathan Schmidt (Bundeswehr) und Marian Krause (Rücken) fehlen. „Die Aufgabe wird enorm schwer. Aber ich erwarte von meiner Mannschaft eine deutliche Steigerung im Vergleich zu letzter Woche. Was dabei dann herausspringt wird sich zeigen“, gibt Olaf Krause die Marschrichtung deutlich vor.

Gespielt wird am Sonntag um 14 Uhr in Premnitz. Geleitet wird die Partie von Frank Heinze aus Großbeeren.

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