Fußball 9. Chemie Premnitz – GW Brieselang 2014/2015

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Stark gespielt, aber dennoch verloren

Wenn ein bisher ungeschlagener Tabellenführer bei einem Mittelfeldteam zu Gast ist, ist die Favoritenrolle klar verteilt. So war es auch Samstag im Stadion der Chemiearbeiter als Chemie Premnitz Grün-Weiß Brieselang empfing. In einer guten Landesligapartie unterlagen die Chemiker dem Spitzenreiter mit 1:3.

Dabei begann die Partie für den TSV denkbar schlecht. Einen Flankenball konnte die Premnitzer Hintermannschaft nicht klären und Nino Hippe schoss zum frühen 0:1 ein (3.). Damit war die Taktik des TSV’s, über schnelle Konter zum Erfolg zu kommen, schnell dahin. Brieselang bespielte Chemie weiter, ohne zu zwingenden Gelegenheiten zu kommen. Mit zunehmender Spielzeit kam aber auch Premnitz in der Partie an. Martin Otto war es, der die erste Gelegenheit verzeichnen konnte. Wenig später konterte Chemie doch einmal schnell und brachte Sebastian Krumbholz in Schussposition, der sich die Chance nicht entgehen ließ (33.). Kurze Zeit später war es wieder der stark spielende Krumbholz, der diesmal aber am Torwart scheiterte. Doch auch Brieselang blieb stets gefährlich und traf kurz vor der Pause den Pfosten des TSV-Gehäuses. Felix Baitz hätte hier keine Chance gehabt. Damit aber nicht genug, auch Chemie hatte durch Christian Freidank noch eine kleinere Gelegenheit vor dem Seitenwechsel.

Aus der Pause kamen die Gäste mit mächtig Schwung. Jetzt schnürten sie den TSV in deren Hälfte ein und Felix Baitz musste in zwei Situationen eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern. Doch in dieser Drangphase erzielte Patrick Richter nach einer Ecke das 1:2 für Brieselang (56.). Dieser hätte zu diesem Zeitpunkt eigentlich gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen, hatte er sich doch mehrere rustikale Fouls geleistet. Premnitz steckte jedoch nicht auf und hatte direkt im Gegenzug die Möglichkeit zum Ausgleich. Krumbholz verzog seine Direktabnahme aber knapp. Chemie wurde nun offensiver und bot Brieselang damit Räume zum Kontern an. Richter stand nach einem schnellen Gegenzug alleine vor Baitz, scheiterte aber an diesem. Doch wenig später war es dann doch soweit. Erneut entwischte Richter den Premnitzern und schob überlegt zum 1:3 ein (74.). Das war natürlich die Entscheidung und Chemie konnte nicht mehr antworten. Dennoch hat der TSV eine ordentliche Leistung geboten mit der man zufrieden sein kann. Dass sah auch Olaf Krause so: „Wir haben heute ordentlich gespielt, uns nur leider nicht für unseren Aufwand belohnt. Ich denke dennoch können wir auf dieser Leistung aufbauen.“ Für die Premnitzer geht es in der nächsten Woche dann zum Tabellennachbarn aus Perleberg.

Premnitz: Baitz, Weser, Kaiser, Schmidt, Lindemann, Marvin Krause, Freidank, Lapin (70. Paege), Otto (80. Nehring), Krumbholz (80. Reinefeldt), Kremp

Video von Gunnar Kaiser

 

Vorbericht :

Chemie zu Hause nur Außenseiter

Der Sieg des TSV Chemie Premnitz in der letzten Woche beim SV Babelsberg 03 II war in zweierlei Hinsicht wichtig. Zum einen konnte nach vier Pflichtspielen ohne Sieg endlich gewonnen werden, zum anderen gastiert an diesem Wochenende der unangefochtene Tabellenführer im Stadion der Chemiearbeiter.

Patrick Schlüter hat im Sommer ausgemistet und den Kader des SV Grün-Weiß Brieselang komplett umgekrempelt. 29 Spieler stehen seit diesem Umbruch im Kader der Randberliner. Und das alles nur für das eine große Ziel – Aufstieg. Denn nicht weniger möchte man beim letztjährigen Aufsteiger erreichen. Bisher hielt man sich schadlos uns konnte alle acht Punktspiele gewinnen. Darüber hinaus zog die Mannschaft ins Viertelfinale des Landespokals ein und erwartet nun den Drittligisten Energie Cottbus. So verwundert auch nicht, dass Brieselang bisher die meisten Treffer erzielt hat und mit Patrick Richter sowie Maximilian Schmidt gleich zwei Grün-Weiße die Torjägerliste anführen.

Steine sind den Verantwortlichen von Chemie nach dem Auswärtssieg in Potsdam von den Herzen gefallen. Drohte doch der TSV in die Niederungen der Tabelle abzurutschen. In wie weit man aus dem Erfolgserlebnis Selbstvertrauen ziehen konnte wird sich zeigen. Personell bleibt die Lage angespannt. Marian Krause und Marco Neudorf sind weiter verletzt. Bei Marco Lindemann macht die alte Verletzung wieder sorgen, ein Einsatz bleibt ungewiss. Dazu kommt, dass Martin Otto und Sebastian Kremp voraussichtlich arbeiten müssen. Dafür stehen aber Jonathan Schmidt und Nico Ritter wieder zur Verfügung und bieten sich als Alternativen an. „Wir sind Außenseiter, aber wollen Brieselang den ersten Punktverlust bei bringen“, spricht Olaf Krause knapp von den Zielen vor der Partie.

Geleitet wird das Spiel, Sonnabend um 14 Uhr, von René Welzer aus Berlin.

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