Fußball 6. Victoria Templin- Chemie Premnitz 2014/2015

Fußball – Chemie unterliegt Templin

Was die Zuschauer am Sonnabend im Templiner Stadion der Freundschaft zu sehen bekamen hatte wenig mit Landesligafußball zu tun. In einer äußerst niveauarmen Partie gewann der SC Victoria Templin gegen den TSV mit 2:1. 

Dabei fing es für die Grün-Weißen gar nicht schlecht an. Bereits in der ersten Minute bediente Martin Otto Daniel Pfefferkorn, der aber nur das Außennetz traf. Das war es aber auch schon was in der Anfangsviertelstunde für Aufregung sorgte. Gefährlich wurde es erst wieder als der ansonsten fast beschäftigungslose Felix Baitz einen Fernschuss nur nach vorne abklatschen konnte und Marcel Steinbrecher zur Führung abstaubte (17.). Nur wenig später kam Chemie nicht zwingend in die Zweikämpfe. Nach einer ordentlichen Kombination stand Lukas Berkner frei vor Baitz und ließ sich die Chance nicht entgehen (23.). Im Gegenzug jagte Björn Stuhlmacher einen Fernschuss knapp über den Kasten. Chemie übernahm die Kontrolle über die Partie und Templin kam bis zum Schlusspfiff nicht mehr zu einer nennenswerten Möglichkeit. In einer kurzen Premnitzer Druckphase schoss Dennis Lapin von der Strafraumgrenze und Sebastian Krumbholz konnte zum 1:2 abstauben (30.). Kurz vor der Pause hatte Krumbholz die große Gelegenheit zum Ausgleich, nachdem er sich stark gegen zwei Gegenspieler durchsetzte scheiterte er aber an SC-Torwart Kevin Franzen.

Halbzeit zwei ist schnell erzählt. Der TSV rannte an, kam aber kaum zu guten Gelegenheiten. Templin stand hinten drin und versuchte zu kontern, was jedoch nicht ansatzweise gelang. Martin Otto testete Franzen mit einem ordentlichen Distanzschuss (49.). Danach waren es vor allem Freistöße die Hoffnung brachten, aber meist keine sonderlich große Gefahr darstellten. Erst in der Schlussphase hatte Marvin Krause den Ausgleich auf dem Fuß, aber Franzen parierte stark (90.). Außerdem entschärfte Franzen gegen Pfefferkorn in der Nachspielzeit. Das war es dann aber auch schon und Chemie muss sich fragen lassen, wieso gegen einen biederen Gegner nicht mehr gelungen ist. „Ich bin heute maßlos enttäuscht. Das war nicht das, was ich mir von meiner Mannschaft vorstelle. Wir haben hier heute bei einem sehr schwachen Gegner drei Punkte vollkommen her geschenkt. Ich hätte gedacht wir wären schon etwas weiter“, stand Olaf Krause die Enttäuschung nach dem Spiel ins Gesicht geschrieben. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich dem TSV bereits nächsten Sonntag, wenn im Landespokal der SV Altlüdersdorf in Premnitz zu Gast ist.

Premnitz: Baitz, Weser, Kaiser, Schmidt, Kremp, Marvin Krause, Lapin, Pfefferkorn, Otto (70. Reinefeldt), Stuhlmacher, Krumbholz

Tore:
1:0, Marcel Steinbrecher (17′)
2:0, Lukas Berkner (23′)
2:1, Sebastian Krumbholz (30′)

Zuschauer: 100 (11 Premnitzer)

Auswärts beim Lieblingsgegner

Eine lange Auswärtsfahrt haben die Fußballer des TSV Chemie Premnitz am Wochenende vor sich. Die Reise führt die Männer um Trainer Olaf Krause in das uckermärkische Templin. Dabei kann man vom heimischen SC Victoria durchaus von einem Lieblingsgegner der Chemiker sprechen, gingen die letzten vier Spiele alle zu Gunsten des TSV aus.

Vor der Saison hatten die Victorianer arge personelle Probleme, haben eine ganze Reihe von erfahrenen Spielern den Verein, mit unterschiedlichen Zielen, verlassen. Dennoch steckten die Verantwortlichen den Kopf nicht in den berühmten Sand und bauten eine neue Mannschaft auf. Doch genau das benötigt Zeit, sodass es in Templin um nichts anderes als den Klassenerhalt gehen kann. Bisher sprangen sechs Punkte heraus, was durchaus in Ordnung ist. Offensiv konnte die Mannschaft überzeugen, aber mit 19 Gegentoren stellt man ebenfalls die schlechteste Defensive der Liga.

Der Ärger über die unnötige Niederlage gegen Neustadt war auch unter der Woche noch bei den Grün-Weißen zu merken. Dennoch ging der Blick in die Zukunft und man will sich die verlorenen Punkte nun unbedingt in Templin zurückholen. Personell sieht es für Trainer Krause wieder etwas besser aus. Zwar fallen die Verletzten (Paege, Neudorf) zwar weiterhin aus, Freidank weilt immer noch im Urlaub und Ritter sowie Schmidt müssen arbeiten. Dennoch gibt es auch positive Nachrichten. Marco Lindemann, Sebastian Kremp und Daniel Pfefferkorn kehren in den Kader zurück. Einzig hinter Marian Krause steht wegen Rückenproblemen noch ein dickes Fragezeichen. „Wir fahren nach Templin um zu gewinnen. Die personelle Lage entspannt sich etwas und ich habe dadurch wieder etwas mehr die Möglichkeit zu variieren“, zeigt sich Olaf Krause optimistisch. Gespielt wird am Sonnabend um 14 Uhr im Templiner Stadion der Freundschaft.

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