Fußball 3. Chemie Premnitz – FSV Babelsberg 2014/2015

TSV gewinnt offenen Schlagabtausch

Für die Zuschauer im Stadion der Chemiearbeiter war die Landesligapartie zwischen dem TSV Chemie Premnitz und dem FSV Babelsberg 74 ein toll anzusehendes Spiel. Rassige Zweikämpfe, Torraumszenen auf beiden Seiten und am Ende ein verdienter Heimsieg für den TSV.

Die Heimelf setzte den Gast aus Potsdam von Beginn an unter Druck und das sollte sich auszahlen. Ein Freistoß von Martin Otto segelte durch den kompletten Strafraum, wo Sebastian Krumbholz am zweiten Posten nur noch einzuschieben brauchte (3.). Doch auch Babelsberg versteckte sich nicht und kam zu Möglichkeiten. Jakob Mayer und Christoph Brandt hatten innerhalb kürzester Zeit gute Gelegenheiten den Ausgleich zu besorgen, scheiterten aber jeweils an Felix Baitz. Doch dann war Chemie wieder an der Reihe. Nach einer Ecke kam der Ball zu Björn Stuhlmacher, der bei seinem Schuss gerade noch geblockt wurde. Wenig später war es Marco Lindemann, der Krumbholz bediente. Dieser stand allein vor Gästetorwart Alexander Sterz und ließ sich die Chance zum 2:0 nicht entgehen (25.). Danach beruhigte sich die Partie etwas. Erst kurz vor der Pause zog der TSV das Tempo wieder merklich an und konnte sich Chancen erarbeiten. Otto scheiterte mit seinem Distanzschuss an Sterz. Kurz danach war der kaum zu bremsende Krumbholz durchgebrochen verfehlte mit seinem Schuss das Gehäuse aber knapp. Die letzte Möglichkeit bot sich Daniel Pfefferkorn der aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz traf. Daher ging es mit dieser, für die Gäste schmeichelhaften, 2:0-Führung für den TSV in die Kabinen.

Und dort muss Gästetrainer Jan Kähne offensichtlich genau die richtigen Worte gefunden haben. Als Brandt sich über außen durchsetzte fehlte noch der Abnehmer, brandgefährlich war es dennoch. Wenig später ging es wieder über die Außenbahn. Die Flanke erreichte Sebastian Schenk, dessen Schuss Marian Krause noch blocken konnte, der Nachschuss von Schenk schlug aber unhaltbar neben dem Pfosten ein (54.). Chemie wankte jetzt kurz, konnte sich aber recht bald wieder in die Partie zurückkämpfen. Otto’s Kopfball ging knapp am Kasten vorbei. Nur kurze Zeit später konnte Krumbholz nur mit einem Foul im Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Stuhlmacher gewohnt sicher (63.). Wiederum nur wenig später sorgte Chemie dann für die endgültige Entscheidung. Nach einem Eckball prallte der Ball zu Christian Freidank, der an der Strafraumkante lauerte. Mit einem mächtigen Schuss unter die Latte erzielte er das 4:1 für Premnitz. Danach hatte Stuhlmacher sogar das 5:1 auf dem Fuß, verzog aber freistehend. Für Babelsberg war es jetzt Brandt, der sich in den Vordergrund spielte. Bei zwei hartgeschossenen Distanzschüssen musste sich Felix Baitz mächtig strecken, um die Gegentore zu verhindern. Beim dritten Versuch fehlte etwas die Genauigkeit. Für Premnitz hatte der eingewechselte Max Reinefeldt noch eine Chance zu erhöhen. Doch sein Haken war zu viel und so wurde sein Abschluss gerade noch über das Tor gelenkt. Das letzte Wort hatten aber wieder die Gäste, welche sich bis zum Schluss nicht aufgaben. Premnitz hatte den Ball zwar eigentlich schon in seinen Reihen, aber verlor diesen am eigenen Strafraum. Der Ball kam zu Patrick Schenk der sich die Chance zum 2:4-Endstand nicht entgehen ließ (90.). Danach pfiff der ausgezeichnet pfeifende Tobias Starost die Partie ab. „Wir haben hier heute absolut verdient gewonnen. Aber auch der Gegner hatte in meinen Augen einen großen Anteil an dieser unterhaltsamen Partie. Geärgert hat mich das zweite Gegentor kurz vor Schluss, das müssen wir besser zu Ende spielen. Dennoch ist der Saisonstart inklusive Pokal gelungen“, zeigte sich Trainer Olaf Krause zufrieden. Am nächsten Freitag geht die Reise dann zum FSV Bernau.

Premnitz: Baitz, Weser, Marian Krause, Kaiser, Lindemann, Lapin (46. Ritter), Freidank, Pfefferkorn, Otto, Stuhlmacher (82. Nehring), Krumbholz (76. Reinefeldt)

Vorbericht

Konstanz ist gefragt

Quo vadis TSV – wohin wird der Weg des TSV Chemie Premnitz in den kommenden Wochen führen? Dass dürfte die entscheidende Frage sein, wenn Chemie am Wochenende die Gäste vom FSV Babelsberg 74 empfängt. Zu schwankend waren in den letzten Wochen die Leistungen.

Mit Babelsberg 74 ist eine Mannschaft in Premnitz zu Gast, gegen die der TSV in der letzten Saison nicht gewinnen konnte. Einer 0:2-Heimniederlage folgte ein 0:0-Unentschieden, der besseren Sorte, in Potsdam. Doch seitdem hat sich vor allen bei den Landeshauptstädtern einiges getan. Bereits nach der Hinserie hat der Torschütze vom Dienst, Jeff Salpeter, den Verein verlassen und in der Sommerpause hat Ex-Profi Patrick Moritz seine Schuhe an den berühmten Nagel gehangen. Inwiefern dieser Qualitätsverlust zu verkraften ist wird sich erst noch zeigen müssen. Der Start verlief mit einem Sieg in Borgsdorf und einer Niederlage gegen Schwedt im erwarteten Rahmen. Im Pokal musste sich die Mannschaft von Jan Kähne dem RSV Eintracht Teltow knapp nach Verlängerung geschlagen geben. Quervergleiche sind also möglich, bieten allerdings nie die Möglichkeit einer Tendenz. Vor allem im taktischen Bereich sind die Babelsberger enorm stark.

Zu viel Euphorie wollte Olaf Krause nach dem starken Spiel seiner Mannschaft im Pokal nicht aufkommen lassen, zu sehr hatte er noch das Klosterfelde-Spiel im Hinterkopf. Dem entsprechend konzentriert gingen seine Akteure im Training zu Werke. Im Vergleich zum Pokalspiel wird sich an der Besetzung nur wenig ändern. Sebastian Kremp wird arbeitsbedingt fehlen und auch der zuletzt starke Jonathan Schmidt wird eine Sperre absitzen. David Paege und Marco Neudorf sind weiterhin verletzt. In den Kader kehren dafür Daniel Pfefferkorn und Marian Krause zurück, die dem Trainer weitere Optionen ermöglichen. „Wir müssen jetzt Kontinuität in unsere Leistung bringen. Ich fordere von meinen Jungs eine konzentrierte Leistung, um es den Potsdamern so schwer wie möglich zu machen, sich Chancen zu erarbeiten. Vorne sind wir eigentlich immer für ein Tor gut“, gibt Olaf Krause klar die Marschrichtung vor.

Geleitet wird die Partie am Sonnabend von Tobias Starost aus Perleberg. Er wird um 15 Uhr im Stadion der Chemiearbeiter anpfeifen.

 

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