Fußball – 21. Chemie Premnitz – Viktoria Templin 2014/2015

Nächster Sieg für den TSV

Die Landesligafußballer des TSV Chemie Premnitz haben gegen den SC Victoria Templin den nächsten Sieg eingefahren und damit den 3. Tabellenrang gefestigt. Nach einem über weite Strecken zähen Spiel gewann der TSV am Ende verdient mit 2:0. —-> Bilder 

Es war keine Partie für Fußballästheten was beide Mannschaften auf dem Platz boten. Dazu trug aber auch das Geläuf bei, welches ein gepflegtes Kurzpasspiel nur schwer ermöglichte. Den Gästen war von Beginn an anzumerken, dass sie mit einem Punkt in Premnitz sehr gut leben könnten. Nur auf Defensive bedacht, trugen sie nichts zum Spiel bei. Chemie war aktiver konnte zunächst aber auch keine größeren Möglichkeiten verbuchen. Daniel Pfefferkorn zog zweimal von der Strafraumkante ab, verfehlte aber jeweils knapp den Templiner Kasten. Spielerisch war es aber auch vom TSV zu wenig um die kompakten Gäste vor größere Probleme zu stellen. Erst als Marvin Krause einen Freistoß aufs Tor brachte, musste Gästetorwart Jakob Zurell erstmals eingreifen (28.). Danach verflachte die Partie wieder. Felix Baitz im TSV-Tor blieb bis zur Pause komplett beschäftigungslos. Für Chemie hätte es trotz des chancenarmen Spiels mit einer Führung in die Pause gehen können. Bei Dennis Lapins Schuss aus 10 Metern reagierte Zurell aber stark (43.).

Aus der Pause kam Chemie wütend. Eine scharfe Eingabe von Daniel Pfefferkorn verpasste Björn Stuhlmacher nur knapp. Wenig später stand Christian Freidank nach einem Freistoß goldrichtig, konnte aber Zurell aus Nahdistanz nicht überwinden (53.). Doch Chemie blieb jetzt am Drücker und zog das Tempo merklich an. Mehrmals fand man über die Außenbahn den Weg zum Tor, ohne dass der letzte Ball genau gespielt wurde. Nach gut einer Stunde dezimierten sich die Gäste nach einem Platzverweis für Richard Redetzke (59.). Den daraus resultierenden Freistoß setzte Stuhlmacher knapp am Gehäuse vorbei. Wenig später war es dann doch soweit. Krumbholz verlängerte eine Ecke zu Pfefferkorn, der keine Mühe hatte den Ball über die Linie zu drücken (68.). Nach der Premnitzer Führung wurde das Spiel immer unansehnlicher. Der TSV musste nicht und Templin konnte nicht. Erst kurz vor dem Ende kamen die Uckermärker zu ihrer einzigen Möglichkeit, als Robert Benzmann aus spitzem Winkel an Baitz scheiterte. Auf der Gegenseite stand Krumbholz nach einem Freistoß frei, konnte dem Ball aber nicht die entscheidende Richtungsänderung verpassen. Dennoch war es Chemie welches den Schlusspunkt unter diese, über weite Strecken langweilige, Partie setzte. Krumbholz zog noch einmal an und konnte erst im Strafraum durch ein Foul gestoppt werden. Stuhlmacher verwandelte diesen Elfmeter gewohnt sicher und erhöhte damit auf 2:0 (90.). Letztlich hatten die Premnitzer durchaus verdient gewonnen, ohne dabei zu glänzen. „Es war die erwartet schwere Partie. Heute war es wichtig Fußball zu arbeiten und das hat meine Mannschaft getan. Wir haben die drei Punkte geholt, wenn auch spielerisch nicht viel zusammen lief. Mund abputzen und weitermachen heißt jetzt die Devise“, zog Trainer Olaf Krause sein Fazit. Am Osterwochenende sind die Premnitzer spielfrei, ehe am 11. April die Reise zu den Falkenthaler Füchsen ansteht.

Premnitz: Baitz, Weser, Schmidt, Briese, Marvin Krause (88. Reinefeldt), Lindemann, Lapin, Freidank, Stuhlmacher, Krumbholz, Pfefferkorn

Vorbericht

Das Schlusslicht kommt

Vor dem wohl schwersten Spiel der bisherigen Ruckserie stehen die Landesligafußballer des TSV Chemie Premnitz. Mit dem SC Victoria Templin kommt der Tabellenletzte ins Westhavelland und genau darin liegt die Gefahr. Zum ersten Mal in diesem Jahr ist der TSV Favorit und steht somit unter Druck dieses Spiel eigentlich gewinnen zu müssen. 

Dass das kein Selbstläufer wird zeigt das Hinrundenergebnis. Nach völlig indiskutabler Leistung verlor Chemie mit 1:2 in Templin. Dabei war der SC Victoria keinesfalls besser, aber Premnitz konnte das an diesem Tag nicht nutzen. Seit dem ist Templin bis ans Tabellenende gerutscht, Trainer Enrico Zierow warf hin. In dieser Woche übernahm mit Holger Bartel ein neuer Trainer die Mannschaft. Die größte Aufgabe wird die Stabilisierung der Defensive sein. 75 Tore sprechen eine deutliche Sprache. 24 geschossene Treffer sind ebenso ein Ligatiefstwert. Aber genau daraus ergibt sich die Problematik. Der TSV darf Templin auf gar keinen Fall unterschätzen, sonst kann es ganz schnell nach hinten los gehen, wie im Hinspiel.

Es läuft wie am Schnürchen in Premnitz. Fünf ungeschlagene Spiele in Serie und dabei vor allem defensive Stabilität machen den TSV derzeit aus. Gegen Templin will man daran anknüpfen. Marian Krause wird gesperrt fehlen. Sebastian Kremp steht ebenfalls nicht zur Verfügung und hinter Björn Stuhlmacher, Marco Lindemann und Marco Neudorf stehen Fragezeichen. Erfreulich ist, dass Martin Otto nach seiner Knieverletzung wieder mit leichtem Training begonnen hat. „Wir haben uns bis auf Platz drei vorgearbeitet und den wollen wir natürlich verteidigen. Templin ist zwar Letzter, aber darf von uns auf gar keinen Fall unterschätzt werden“, sagt Olaf Krause. Wünschenswert wäre es, dass auch die Premnitzer Anhänger die zuletzt guten Leistungen honorieren und wieder zahlreicher ins Stadion pilgern.

Gespielt wird am Sonnabend um 15 Uhr in Premnitz. Geleitet wird die Partie von Artwin Archut aus Dallgow.

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