Fußball – 20. SR Neustadt – Chemie Premnitz 2014/2015

TSV marschiert und marschiert

Als Mannschaft der Stunde können derzeit die Landesligafußballer des TSV Chemie Premnitz bezeichnet werden. Auch beim Tabellenzweiten Schwarz-Rot Neustadt gewannen die Grün-Weißen mit 1:0 und bauten die Serie der ungeschlagenen Partien auf fünf Spiele aus. Bemerkenswert dabei ist, dass alle fünf Gegner in der oberen Tabellenhälfte zu finden sind.

Doch bevor der TSV über den Auswärtssieg jubeln konnte, war eine Menge Arbeit zu verrichten. Neustadt drückte von Beginn an mächtig aufs Tempo. Große Chancen konnten sich die Gastgeber zwar zunächst erspielen, aber optisch ließen sie den Ball gefällig laufen. Nach gut 20 Minuten lag der Ball dann aber im Premnitzer Kasten. Kevin Gotthardt soll aber im Abseits gestanden haben. Hier hatte Premnitz Glück. Wenig später klärte Dennis Lapin eine gefährliche Freistoß-Flanke. Der TSV war bemüht den Ball weit vom eigenen Tor wegzuhalten, was über weite Strecken auch gelang. Kontermöglichkeiten ergaben sich aber auch nur wenige und diese wurden dann nicht konsequent zu Ende gespielt. So war es Felix Baitz, der im Mittelpunkt stand, als er erst einen Ball aus spitzem Winkel klärte und wenig später einen Freistoß von Erik Sonnenberg etwas unorthodox klärte. Daher ging es für Chemie mit dem durchaus schmeichelhaften 0:0 in die Pause.

Egal was Olaf Krause seinen Männern in der Kabine gesagt hatte, es schien zu fruchten. Lapin hätte den TSV nach einer Ecke in Führung bringen können, Kevin Apitz verhinderte aber den Treffer. Im Nachschuss kam Sebastian Nehring zu seiner Gelegenheit, aber auch ihm gelang es nicht den Ball über die Linie zu drücken. Wenig später waren es Daniel Pfefferkorn und Sebastian Krumbholz, die bei einem Konter sehenswert kombinierten. Krumbholz scheiterte aber ebenso an Apitz (57.). Danach wurde die Partie ruppiger und Erik Sonnenberg musste nach einer Gelb-Roten Karte vorzeitig zum Duschen (59.). Premnitz spielte nun eine knappe halbe Stunde in Überzahl, an der taktischen Ausrichtung änderte sich aber wenig. Neustadt versuchte den Premnitzer Riegel zu knacken und Chemie lauerte weiter auf Konter. Nach einem starken Pass von Marvin Krause war Krumbholz auf und davon und ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen (78.). Danach wurden die Angriffe der Neustädter noch wütender. Premnitz hatte aber immer ein Bein dazwischen. Die Schlussphase sollte es dann in sich haben. In der fünften Minute der Nachspielzeit kam es zur Rudelbildung, in dessen Folge Kapitän Marian Krause ebenfalls die Ampelkarte sah. Noch schlimmer traf es Trainer Olaf Krause, der sich kurz vorher eingewechselt hatte. Nach einem Disput mit seinem Gegenspieler bekam er die glatt Rote Karte. Chemie brachte den Sieg letzten Endes aber glücklich über die Zeit. „Wir haben taktisch mal wieder klasse gespielt. In einigen Situationen hatten wir mit Sicherheit auch etwas Glück. Ich denke auch mit einem Unentschieden hätten wir uns nicht beschweren dürfen. Die Schlussphase war natürlich Hektik pur“, bilanzierte Olaf Krause nach dem Spiel. Mit diesem Sieg schiebt sich der TSV auf Rang drei vor. In der nächsten Woche empfangen die Premnitzer dann Victoria Templin.

Premnitz: Baitz, Weser, Marian Krause (90+4. Gelb-Rot), Schmidt, Freidank, Neudorf (46. Nehring), Lapin, Marvin Krause (87. Olaf Krause (90+4. Rot)), Reinefeldt (80. Lindemann), Krumbholz, Pfefferkorn

Vorbericht

Chemie hat Spitzenspiel vor der Brust

Die Landesligafußballer des TSV Chemie Premnitz befinden sich aktuell in ihren Topspielwochen. Nach dem Sechsten, Fünften und Dritten der Tabelle, wartet nun mit dem SV Schwarz-Rot Neustadt der ärgste Verfolger von Spitzenreiter Brieselang.

Man kann das Spiel zwischen beiden Mannschaften durchaus als Derby bezeichnen, gibt es doch durchaus Schnittpunkte zwischen beiden Teams. In den letzten Jahren waren die Spiele daher auch meist besonders intensiv. Vorteile für einen der beiden Kontrahenten waren dabei nicht auszumachen. Die Mannschaft von Peter Oberschmidt ist in dieser Saison spielerisch stark und steht kompakt in der Abwehr. Auch den Ausfall von Toptorjäger Paul Döbbelin – er wurde für 16 Spiele gesperrt – verkraften die Schwarz-Roten bisher sehr gut.

Bei Chemie war man sich nicht sicher, ob das Unentschieden gegen Bernau als Punktgewinn oder Verlust zu werten ist. Dennoch blieb Premnitz im Jahr 2015 ungeschlagen. Zum Spiel in Neustadt hat Trainer Olaf Krause die Qual der Wahl. Marco Neudorf, Dennis Lapin und der zuletzt gesperrte Daniel Pfefferkorn kehren in den Kader zurück und bieten zahlreichen Varianten. Einzig bei Björn Stuhlmacher gibt es noch Zweifel, er knickte im Training um. Olaf Krause zeigt sich aber optimistisch: „Wir fahren dort hin um etwas Zählbares mitzubringen. Wir wissen um die Stärke der Neustädter, aber spielen derzeit auch einen guten Ball. Wir müssen für den Gegner wieder eklig sein, dann haben wir auch unsere Chance.“

Das Spiel wird am Sonnabend um 15 Uhr in Neustadt angepfiffen. Leiten wird die Partie Stefan Fleschner.

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