Fußball – 17. Union Klosterfelde – Chemie Premnitz 2014/2015

Premnitz wie im Rausch

Nach einer ganz starken Leistung haben die Landesligafußballer des TSV Chemie Premnitz mit 3:1 bei Union Klosterfelde gewonnen. Der Sieg war hochverdient und hätte bei etwas mehr Kaltschnäuzigkeit noch weit höher ausfallen können, wenn nicht sogar müssen.

Von Beginn an entwickelte sich eine temposcharfe Partie, in der die Gastgeber die technisch feinere Klinge schlugen, ohne sich daraus nennenswerte Möglichkeiten erspielen zu können. Auf der anderen Seite hatte Björn Stuhlmacher bereits ganz früh die Chance den TSV in Führung zu bringen. Daher bedurfte es eines sehenswerten Freistoßes von Martin Otto, aus großer Entfernung, für die Premnitzer Führung (10.). Wenig später hätte Daniel Pfefferkorn erhöhen können, Dennis Tietz hielt aber stark. Auch in der Folgezeit waren die Gastgeber optisch zwar überlegen, die klaren Möglichkeiten hatte aber Chemie. Immer wieder hebelte der TSV die sonst enorm starke Abseitsfalle der Gastgeber aus. Nach einem feinen Pass von Sebastian Krumbholz stand Stuhlmacher frei, auch hier war Tietz stark zur Stelle. Wenig später kam Klosterfelde dann zu zwei sehr guten Gelegenheiten. Erst parierte Felix Baitz einen Freistoß von Alexander Kraatz und wenig später hätte Miguel Fernandez den Ausgleich erzielen müssen. Sein Schuss aus wenigen Metern ging über das leere Tor (36.). Doch auch Premnitz blieb vornehmlich über Krumbholz stets brandgefährlich. Kurz vor der Pause hatte Chemie dann Glück als gleich drei Klosterfelder eine scharfe Hereingabe hauchzart verfehlten. Aber das Schlusswort hatte wieder der TSV. Nach einem Freistoß stand Krumbholz goldrichtig und jagte das Leder sehenswert zur 2:0-Führung ins Gehäuse der Gastgeber (45.). Chemie hatte bis hierhin stark gespielt und bei ein, zwei Situationen auch das nötige Glück ohne Gegentor zu bleiben.

Nach dem Seitenwechsel hätte Premnitz das Spiel zeitig entscheiden müssen. Sebastian Kremp und Otto ließen innerhalb kürzester Zeit aber sehr gute Chancen liegen. Im Gegenzug hätte Torjäger Tobias Marz beinahe zum Anschluss getroffen, war bei seinem Kopfball aber zu überrascht (54.). Das war es aber zunächst auch wieder von den Barnimern. Stuhlmacher lief allein auf Tietz zu, konnte diesen aber nicht überwinden. Daher musste wieder ein Standard herhalten. Ein Freistoß von Stuhlmacher flog unberührt an Allen vorbei zum 3:0 ins Tor (64.). Das sollte die Vorentscheidung gewesen sein. Wenig später musste Daniel Pfefferkorn den Platz nach einer harten Roten Karte vorzeitig verlassen. Kurz danach wurde der agile Stuhlmacher bei seinem Schuss gerade noch geblockt. Für Klosterfelde verfehlte Morten Jechow mit seinem Distanzschuss nur knapp den TSV-Kasten. Kurz vor dem Ende der Partie konnten die Gastgeber dann doch noch verkürzen. Mit einem Handelfmeter konnte Wojciech Moskalewicz den Ehrentreffer für Klosterfelde erzielen (86.). Doch damit war noch nicht Schluss. Premnitz hatte noch zwei sehr gute Chancen durch den eingewechselten Max Reinefeldt und Kremp. Und auch die Gastgeber kamen durch Fernandez noch zu einem guten Kopfball, der aber nichts einbrachte. Daher blieb es beim verdienten Auswärtssieg des TSV, womit man den Gastgeber erst einmal in der Tabelle auf Distanz hält. „Wir waren heute die klar bessere Mannschaft und haben auch in der Höhe verdient gewonnen. Wobei wir in der Chancenverwertung noch zu sehr gesündigt haben. Das war eine mannschaftlich geschlossene Leistung, wie ich sie mir vorstelle“, war Olaf Krause sichtlich zufrieden. In der nächsten Woche reist Premnitz dann zum Tabellennachbarn FSV Babelsberg 74.

Premnitz: Baitz, Weser, Marian Krause, Schmidt, Lindemann, Kremp, Lapin (83. Ritter), Otto (65. Nehring), Stuhlmacher, Krumbholz (79. Reinefeldt), Pfefferkorn (67. Rot)

Vorschau 

Duell der Tabellennachbarn

Wiedergutmachung möchten die Landesligafußballer des TSV Chemie Premnitz beim nächsten Auswärtsspiel betreiben. Wiedergutmachung für die bisher höchste Niederlage der Saison. Dafür reist der TSV zum starken Aufsteiger von Union Klosterfelde.

Die Barnimer sind im bisherigen Saisonverlauf eine Bereicherung für die Liga. Vor allen Dingen offensiv ist die Mannschaft aus der Nähe von Bernau nicht zu unterschätzen. Mit Tobias Marz haben sie einen ausgewiesenen Torjäger in ihren Reihen. Dafür steht die Defensive nicht besonders sicher, sodass auf Platz sieben stehend, ein negatives Torverhältnis verzeichnet werden muss. Das zeigte sich auch im Hinspiel. Nach vorne hui und nach hinten pfui. Bei der 1:4-Niederlage der Chemiker, hatten die Premnitzer genügend Möglichkeiten, um mindestens einen Punkt in Premnitz zu behalten. Klosterfelde nutzte seine Gelegenheiten dagegen eiskalt. Gerade daraus sollte der TSV seine Lehren ziehen.

Zufrieden war man in Premnitz mit dem Auftakt in die Rückrunde. Der Sieg gegen Schwedt soll nun natürlich vergoldet werden. Leicht wird das nicht, fehlen mit Marvin Krause und Christian Freidank zwei Leistungsträger gesperrt. Außerdem wird Denis Lapin fehlen. Hoffnung kann sich Trainer Olaf Krause auf Einsätze von Felix Baitz und Björn Stuhlmacher machen. Außerdem wird sich zeigen, ob die zuletzt stark spielende Defensive des TSV, den offensivstarken Gastgebern wird stand halten können. „Wir fahren da hin, um mindestens einen Punkt mit nach Hause zu bringen. Dann würden wir uns im Kampf um einen vorderen Mittelfeldplatz gut positionieren“, zeigt sich Olaf Krause optimistisch.

Gespielt wird am Sonnabend um 15 Uhr in Klosterfelde. Geleitet wird die Partie von Daniel sievers aus Berlin.

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