Fußball 14. Oberhavel Velten – Chemie Premnitz 2014/2015

Ordentliche Leistung reicht nicht zu Punkten

Der TSV Chemie Premnitz hat den Jahresabschluss 2014 gründlich verpatzt. Trotz einer über weite Strecken guten Leistung musste sich der TSV dem SC Oberhavel Velten mit 0:3 geschlagen geben. Dennoch haben die Chemiker eine ordentliche Hinrunde gespielt.

Chemie übernahm von Beginn an die Kontrolle über die Partie und setzte Velten sofort unter enormen Druck. Zunächst war es Max Reinefeldt, der nach einem langen Ball seinen Schuss nur an die Latte setzte (10.). Wenig später war Sebastian Krumbholz durchgebrochen, umspielte den Veltener Torwart, doch wurde sein Schuss von der Linie gekratzt. Chemie blieb jedoch am Drücker. Mit schnellem, geradlinigem Spiel stellte Chemie die Gastgeber immer wieder vor Probleme. Erneut war es Krumbholz, der aus aussichtsreicher Position knapp verzog (16.). Wenn man dem TSV bis dahin einen Vorwurf machen wollte, war es die mangelhafte Chancenverwertung. Und wie es im Fußball meist ist, kam es auch an diesem Tag. Wenn man vorne die Tore nicht macht kriegt man sie hinter rein.

Mit der ersten Gelegenheit ging der SCO in Führung. Einen Freistoß konnte Felix Baitz noch parieren, gegen den Abstauber von Riccardo Kupka war er dann aber machtlos (26.). Doch Chemie zeigte sich wenig beeindruckt und spielte weiterhin mutig nach vorn. Als Christian Freidank von der Strafraumkante abzog, strich dieser Schuss knapp am langen Pfosten vorbei. Und auch kurz vor der Pause hätte Premnitz ausgleichen können. Marvin Krause zwang Matthias Winter zu einer Glanzparade (43.). „Wir haben uns genügend Chancen erarbeitet, müssen davon aber auch einfach mindestens eine Nutzen“, zeigte sich Olaf Krause mit der Leistung bis dahin zufrieden, haderte aber mit der Chancenverwertung.

Nach der Pause bot sich den Zuschauern ein anderes Bild. Velten agierte nun offensiver und erspielte sich Chancen. Als Ayham Alraai am langen Pfosten nach einer Flanke freistand, hätte das 2:0 fallen müssen (55.). Danach neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend. Premnitz rannte an, aber oft zu planlos. Velten spielte die möglichen Kontergelegenheiten zunächst schlecht aus. Erst als Felix Baitz gegen den freistehenden Daniel Schröter klärte kam wieder Tempo in das Spiel (73.).

Auf der Gegenseite schoss Daniel Pfefferkorn einen Freistoß knapp über das Gehäuse. Doch im Gegenzug entschieden die Gastgeber die Partie. Nach einem langen Ball und der folgenden Flanke stand Kupka völlig frei und brauchte nur noch einzuschieben (76.). Kurz danach musste Baitz mit zwei Glanzparaden in kürzester Zeit einen höheren Rückstand verhindern (81.). Aber auch Chemie versuchte weiterhin alles. Freidank zog von der Strafraumkante ab, Winter konnte aber parieren. Kurz vor dem Ende der Partie setzte Velten dann den Schlusspunkt unter eine intensive Partie als Sebastian Brychcy mit einem Sonntagsschuss auf 3:0 erhöhte (86.). Auch wenn der Sieg am Ende um ein, zwei Tore zu hoch ausfiel muss sich Chemie gefallen lassen, dass man vor dem Tor zu harmlos agiert hat.

„Wir haben hier heute einen sehr gute erste Halbzeit gespielt, uns dafür aber nicht belohnt. Nach der Halbzeit war Velten besser und hat sich den, wenn auch zu hohen, Sieg verdient. Dennoch denke ich, haben wir eine gute Vorrunde gespielt“, zog Olaf Krause sein Fazit. Für Chemie geht es jetzt in eine kleine Weihnachtspause, ehe Anfang Januar mit dem Training für die Rückrunde begonnen wird.

Premnitz: Baitz, Kaiser, Briese, Neudorf, Freidank, Marvin Krause, Lapin, Pfefferkorn, Stuhlmacher, Krumbholz, Reinefeldt (72. Paege)

Velten als letzte Hürde

Das Spieljahr 2014 endet für die Fußballer des TSV Chemie Premnitz am Sonnabend mit dem Auswärtsspiel beim SC Oberhavel Velten. Hinter dem TSV liegt ein sehr erfolgreiches Jahr, wurde die letzte Saison mit Platz vier abgeschlossen und auch aktuell steht Chemie im oberen Bereich der Tabelle.

Die Ofenstädter spielen bisher eine Saison, in der sich Siege mit Niederlagen permanent abwechseln. Da die letzten vier Partien allerdings alle verloren gingen, findet sich die Mannschaft von Eberhard Janotta auf Platz 12 der Tabelle und somit nur noch knapp vor den Abstiegsrängen. Respekt sollte dem SCO dennoch geboten werden, holte dieser 12 von 13 Punkten auf eigenem Platz. Gerade Siege, wie gegen Einheit Bernau, zeigen wie stark Velten zu Hause agieren kann. Außerdem steht mit Ayhan Alraai ein ausgewiesener Torjäger in den Reihen der Randberliner. Sollte es gelingen seine Kreise einzuengen, dürfte ein großer Schritt Richtung Punktgewinn getan sein.

Was war das für eine Hinrunde in Premnitz? Mit zwei überraschenden Siegen im Landespokal und dem guten Saisonstart. Zwischendurch ging der Anfangsschwung dann etwas verloren, doch pünktlich zum Rundenende sind die Chemiker in bestechender Form. Nur eines der letzten acht Spiele ging verloren. Das soll auch am Wochenende so bleiben. Jedoch ist die personelle Situation angespannt. Fehlen werden Marian Krause und Nico Ritter verletzungsbedingt und Marco Lindemann ist gelb-gesperrt. Darüber hinaus werden Sebastian Kremp, Jonathan Schmidt, Sebastian Nehring und Martin Otto wohl ausfallen. Die Mannschaft stellt sich also fast von selbst auf. Dennoch möchte Chemie punkten, daher erklärt Olaf Krause: „Wir wissen um die Heimstärke der Veltener, sehen uns aber schon in der Lage dort etwas mitzunehmen. Damit würden wir eine gute Hinserie abrunden.“

Gespielt wird am Samstag um 12.30 Uhr auf dem Sportplatz in der Germendorfer Straße in Velten.

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