Fußball 11. Chemie Premnitz – Michendorf 2014/2015

TSV entscheidet Kampfspiel für sich

Ein Offensivspektakel war es nicht gerade was die wenigen Zuschauer am Sonnabend zwischen dem TSV Chemie Premnitz und der SG Michendorf zu sehen bekamen. Letztlich konnte sich der TSV das eine Tor, welches bereits die Entscheidung darstellen sollte, aber erarbeiten. -> Bilder

Beiden Mannschaften war von Beginn an anzusehen, dass sie aus einer geordneten Defensive ihr Spiel aufbauten. Chancen blieben dadurch Mangelware. Zwar hatte Premnitz in der Anfangsviertelstunde eine Vielzahl an Standardsituationen, gefährlich wurde man dadurch aber kaum. Aber auch die Gäste boten im Spiel nach vorne wenig an. Nach gut 30 Minuten lag der Ball dann im Tor. Nach einer Flanke versenkte Björn Stuhlmacher sehenswert per Fallrückzieher, stand dabei aber im Abseits. Der Treffer fand daher zu Recht keine Anerkennung. Chemie versuchte nun mit schnellen Kombinationen zum Erfolg zu kommen. Immer wieder versuchte man es über die Außen. Der zuletzt formverbesserte Daniel Pfefferkorn konnte einige Akzente setzen. So auch kurz vor der Halbzeitpause, als er seinem Gegenspieler entwischte und der in der Mitte lauernde Stuhlmacher gerade noch geblockt werden konnte. Das war es aber auch schon und in einem bis dahin äußerst mäßigen Landesliga-Spiel ging es torlos in die Pause.

Nach dieser merkte man dem TSV an, dass er die drei Punkte unbedingt in Premnitz behalten wollte. Schnelleres Spiel in die Spitzen brachte auch gleich etwas Unruhe in die Hintermannschaft der Gäste. Sebastian Krumbholz zog von der Strafraumkante ab, verfehlte das Tor aber knapp (47.). Doch Michendorf machte geschickt die Räume eng und dem TSV damit das Leben sichtlich schwer. Erst als Stuhlmacher einen Freistoß schnell auf Krumbholz spielte und dieser Pfefferkorn auf die Reise schickte ergab sich wieder eine Möglichkeit. Pfefferkorn behielt vor dem Tor die Nerven und traf unhaltbar direkt unter die Latte (65.). Danach wurde das Spiel munterer, da auch die SGM offensiver werden musste. Erneut war es Pfefferkorn, dessen Schuss aber Alexander Kroop halten konnte. Der Abpraller kam zu Stuhlmacher, der aber nur einen Michendorfer auf der Linie anschoss. Kurz danach sprangen alle Spieler an einem Otto-Freistoß vorbei, der Ball aber auch knapp am Tor. Daher blieb es bis in die Schlussphase bei dieser knappen Führung. Als Carlo Czarnofski per Freistoß einen Ball vor das Premnitzer Gehäuse brachte und auch dort alle Akteure vorbei sprangen, hatte der TSV Glück, dass dieser Ball hauchzart am Pfosten vorbei ging. Die Gäste wehrten sich leidenschaftlich, eine Folge von Eckbällen brachte aber nichts mehr ein. Insgesamt hatte Premnitz aber als Mannschaft sehr gute Abwehrarbeit verrichtet und damit den Gästen kaum Möglichkeiten gewehrt. Somit blieb es beim nicht unverdienten Heimsieg für Chemie. „Wir haben gewonnen und das ist wichtig. Ich bin mit der kämpferischen Leistung mehr als zufrieden. Im Endeffekt haben wir auch mehr für das Spiel getan“, zeigte sich Olaf Krause nach dem Spiel zufrieden. In der nächsten reist der TSV dann zum starken Aufsteiger Einheit Bernau.

Premnitz: Baitz, Weser, Freidank, Schmidt, Marvin Krause (78. Kremp), Lindemann (83. Nehring), Pfefferkorn, Neudorf, Otto, Stuhlmacher, Krumbholz (90. Reinefeldt)

Vorbericht

Chemie will zu Hause nachlegen

Nachdem Sieg gegen den FSV Forst Borgsdorf vor Wochenfrist haben die Fußballer des TSV Chemie Premnitz ein Polster von zehn Punkten zwischen sich und die Abstiegsränge geschaffen. Dieses soll am Wochenende mit einem weiteren Heimsieg gegen die SG Michendorf weiter anwachsen.

Die SG Michendorf spielt im zweiten Jahr in der Landesliga Nord und dort bisher eine solide Runde. Die Mannschaft von Horst Strebe liegt derzeit mit 12 Punkten auf dem zehnten Tabellenrang. Drei Siegen stehen bei drei Unentschieden vier Niederlagen gegenüber. Allerdings hat die Mannschaft im Vergleich zur letzten Saison eine bemerkenswerte Entwicklung im Defensivverhalten genommen, waren die Randpotsdamer im letzten Jahr mit fast 80 Gegentoren noch die Schießbude der Liga. Mit derzeit 16 Gegentoren steht man dort bisher an fünfter Stelle. Außerdem kommt mit Carlo Czarnofski ein alter Bekannter nach Premnitz zurück, schnürt er seit diesem Sommer die Stiefel für die Michendorfer.

Mit einem Sieg kann Chemie sich im vorderen Mittelfeld etablieren. Und wenn man auf die Spiele der letzten Saison gegen Michendorf zurückschaut (Heim 2:1, Auswärts 0:4), sollte das durchaus im Rahmen des Möglichen sein. Außerdem entspannt sich die Personalsituation und Trainer Olaf Krause kann fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich der verletzte Marian Krause und der im Urlaub befindliche Sebastian Kaiser werden fehlen. Dafür kehren Marco Lindemann, Sebastian Kremp, Jonathan Schmidt und Nico Ritter in den Kader zurück. Daher wird sich die Aufstellung auch erst kurz vor dem Spiel herauskristallisieren. „Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung und wollen daher sofort nachlegen“, sagt Olaf Krause vor dem Spiel.

Geleitet wird die Partie von Chris Budde aus Kloster Zinna. Er wird am Sonnabend um 13 Uhr anpfeifen.

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