Fußball 10. Einheit Perleberg – Chemie Premnitz 2014/2015

Leidenschaft bringt TSV verdienten Auswärtspunkt

In einem klassischen Mittelfeldduell haben sich die Landesligafußballer des TSV Chemie Premnitz einen Punkt beim starken Aufsteiger SSV Einheit Perleberg erarbeitet. Mit diesem bleibt Chemie auf Rang zehn in der Tabelle.

Der TSV begann mutig und suchte sofort sein Heil in der Offensive. Doch derzeit fehlt auch das nötige Quäntchen Glück. Nach einer sehenswerten Kombination traf Björn Stuhlmacher nur den Pfosten (9.). Doch das war es zunächst auch, was Chemie an nennenswerten Gelegenheiten hatte. Abzusehen war bereits hier, dass es ein Kampfspiel mit vielen Zweikämpfen werden sollte. Unglücklich geriet Premnitz dann in Rückstand, als der Ball von Dennis Lapin ins eigene Tor prallte (15.). Die Gastgeber lauerten danach vermehrt auf Konter, die sie meist zu ungenau ausspielten. Und wenn es doch einmal brenzlig wurde, klärte meist der stark spielende Sascha Weser. Chemie hatte zwar unzählige Standardsituationen, konnte daraus aber keinen Nutzen ziehen. Vielmehr verpufften diese sogar komplett ohne Wirkung. Dementsprechend unzufrieden war auch Trainer Olaf Krause mit dem Spiel seiner Mannschaft. „In der ersten Halbzeit hat mir das Engagement gefehlt. Die nötige Geilheit, ein Tor erzwingen zu wollen“, so Krause.

Dies sollte sich in der zweiten Halbzeit deutlich ändern. Premnitz trat jetzt wesentlich energischer auf und versuchte über ein robustes Zweikampfverhalten ins Spiel zu finden. Erste kleinere Gelegenheiten ergaben sich zwar, brachten aber nicht die erwünschte Wirkung. Nach gut einer Stunde hatte dann Schiedsrichter Jung seinen Auftritt. Er schickte Marco Lindemann aus nicht nachvollziehbaren Gründen vorzeitig zum Duschen (62.). Doch der TSV blieb dran. Natürlich hatte Perleberg weiterhin seine Kontergelegenheiten, spielte diese aber schlampig aus. Insgesamt gelang es Chemie auch in Unterzahl Druck aufzubauen. Nach einem Foul an David Paege gab es folgerichtig Strafstoß. Björn Stuhlmacher blieb cool und konnte zum verdienten Ausgleich einschießen (76.). Danach nahm die Partie insgesamt wieder an Schwung zu, große Chancen gab es aber auf beiden Seiten nicht mehr. Unter dem Strich steht ein Unentschieden mit dem beide Mannschaften zufrieden sein können. „Nach der Pause habe ich meine Mannschaft so gesehen, wie ich es mir von Beginn an gewünscht hätte. Energisch und mit Selbstvertrauen haben wir uns ins Spiel gearbeitet. Aber wir müssen uns bewusst werden, dass wir uns alles hart erarbeiten müssen. Wir sollten jetzt im Heimspiel gegen Borgsdorf aber auch mal wieder vor heimischem Publikum gewinnen“, zeigte sich Olaf Krause nach dem Spiel durchaus zufrieden. In der nächsten Woche spielen die Premnitzer dann in einem vorgezogenen Spiel vom 15. Spieltag auf den Tabellenvorletzten aus Borgsdorf.

Im Besonderen bedanken möchte sich die Mannschaft beim langjährigen Sponsor, der Rampf Bau GmbH, für die Bereitstellung der neuen Langarmtrikots.

Premnitz: Baitz, Weser, Kaiser, Freidank, Lindemann (62. Gelb-Rot), Marvin Krause, Lapin (57. Ritter), Paege (79. Reinefeldt), Kremp (57. Otto), Stuhlmacher, Pfefferkorn

 

 

 

 

Vorbericht

Chemie vor Mittelfeldduell

Durchwachsen waren die Ergebnisse des TSV Chemie Premnitz in den letzten Wochen. Siege wechselten sich mit Niederlagen ab. Doch ungeachtet der Ergebnisse zeigt die Formkurve der Chemiker wieder ansteigende Form. Die Niederlage gegen Brieselang war unglücklich. Mit dem SV Einheit Perleberg wartet am Wochenende einer der Aufsteiger auf den TSV.
Eine leichte Aufgabe wird es aber in keinem Fall werden, hatte die Mannschaft von Trainer Frank Plokarz keine Probleme sich an das höhere Niveau zu gewöhnen. Daher stehen die Prignitzer auch zu Recht auf Platz acht und damit zwei Ränge vor Chemie. Größte Stärke der Mannschaft ist die mannschaftliche Geschlossenheit und macht sie daher auch so unberechenbar. Wenn man dann doch auf einen Spieler besonders achten muss, ist das Björn Bauersfeld, der maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte und auch in dieser Saison schon mehrmals erfolgreich war. Nur dosiertes Training war in dieser Woche in Premnitz möglich. Einige Spieler waren nach dem Spiel gegen Brieselang angeschlagen. Dennoch wurde mit den verbliebenen Spielern konzentriert gearbeitet, um in Perleberg punkten zu können. Personell bleibt die Situation aber angespannt. Marian Krause wird in der Hinrunde nicht mehr eingreifen können. Jonathan Schmidt muss arbeiten und Torjäger Sebastian Krumbholz ist aus privaten Gründen verhindert. Dazu stehen hinter den Einsätzen von Daniel Pfefferkorn und Martin Otto, aufgrund ihrer Blessuren, noch Fragezeichen. Björn Stuhlmacher kehrt nach abgesessener Gelb-Sperre aber zurück. Erfreuliches gibt es auch von Marco Neudorf, der mit leichtem Training begonnen hat. „Wir wollen trotzdem in Perleberg gewinnen und uns bis zur Winterpause schon noch ein paar Plätze nach oben arbeiten“, gibt Olaf Krause die Marschroute für die nächsten Wochen vor. Gespielt wird am Sonnabend um 14 Uhr in Perleberg. Schiedsrichter der Partie wird Christian Jung sein.

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