Fußball FS Chemie Premnitz – FSV Optik Rathenow 2012/2013

TSV Chemie Premnitz  – FSV Optik Rathenow 0:8 (0:7)

 


 

Spielbericht : fsv-optik.de

Bei Chemie Premnitz feierte Optik Rathenow mit 8:0 den bislang höchsten Testspielsieg. Im Unterschied zu den Spielen gegen die Berlin-Ligisten gab es vorn mehr Tore und hinten stand die Null.Was sich leider im Hinblick auf die beiden vorangegangenen Partien nicht änderte, war das Wetter. Erneut gab es neben kurzen trockenen Phasen heftige Regengüsse. So erklärt sich auch, dass nur 91 zahlende Zuschauer das Traditionsderby sehen wollte.

 

Die erste Halbzeit erinnerte in leicht abgewandelter Form an das berühmte Gorbatschow-Zitat: „Wer zu spät kommt, den bestraft die Optik-Offensive.“ Tatsächlich legte der FSV los, als hätte es nie eine Konditionseinheit gegeben. Der erstmals das Premnitzer Tor hütende Frank Hegner konnte einem fast leid tun. Nach einer Viertelstunde hatte er zwar zwei Schüsse von Süleyman Kapan und Murat Yilmaz gehalten, aber schon doppelt so viele aus dem Netz holen müssen.

 

Vor allem Kapan erwies sich als Unruheherd. Nicht nur wegen seiner drei Treffer. Wie er Situationen auflöste und immer wieder den Blick für den Mitspieler hatte, stimmte für die Saison optimistisch. Es gab noch nicht viele Neuzugänge, die sich in so extrem kurzer Zeit derart perfekt in das Team integrierten. Apropos Zugänge: Bei seinem zweiten Tor profitierte Süleyman von einer ganz starken Vorarbeit von Pelle Klötzing.

 

Ganz ohne Angriff blieb Chemie natürlich nicht. Aber beim Versuch von Christian Hilmer war Felix Baitz zur Stelle. Auf der anderen Seite setzte Vasilios Tsiatouchas einen Freistoß an die Latte, bevor sich der Torreigen mit den Treffern fünf, sechs und sieben fortsetzte.

Nach der Pause ging es jedoch nicht so weiter. Nun wurde das zum einen viel zu viel durch die Mitte versucht, zum anderen nahm die Laufbereitschaft deutlich ab. Vielleicht war das der Grund, dass der zu Beginn gut gelaunte Ingo Kahlisch am Ende nur ein „War `ne ordentliche Trainingseinheit“, als Statement abgab.

 

Einige Möglichkeiten sprangen schon noch heraus. Frank Hegner konnte sich gegen Petrus Baldes und Hakan Cankaya auszeichnen. Bei einigen Schüssen fehlte auch nicht viel. Und zwei Mal lag der Ball auch noch im Netz. Zunächst traf Hakan Cankaya, doch Schiedsrichter Matthias Wendorf gab den Treffer nicht, obwohl Murat Turhan nicht etwa ein Foul beging, sondern im Gegenteil selbst gehalten wurde.Kurz vor Schluss fiel aber das 0:8. Und es war ein ganz besonderes Tor. Der etatmäßige Keeper Marcel Subke, für die letzte Viertelstunde als Feldspieler eingewechselt, war mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze erfolgreich. Dem ehemaligen Optiktorwart und heutigen Trainer des TSV Chemie, Mario Rotter, gelang das übrigens auch schon. In der Vorbereitung auf die erste Rathenower Regionalligasaison traf Mario in Spaatz. Der FSV schaffte den Klassenerhalt. Wenn das kein gutes Omen ist…

 

Unmittelbar nach Subkes Erfolg hatten die Gastgeber ihre größte Gelegenheit. Nach einem Freistoß kam Daniel Huxdorff zum Kopfball, bugsierte das Leder aber über die Latte. Den Schlußpunkt setzte Moris Fikic. Wie er die scharfe Hereingabe, höchstens drei Meter vor dem Tor stehend, am Pfosten vorbeischieben konnte, blieb aber unerklärlich.Den Rathenower Fans war es egal, sie feierten ihre Helden nach dem Abpfiff trotzdem.

 

(Detlev Nießner)

 

Tore:

 

0:1 (8.) Kapan

 

0:2 (11.) Kapan

 

0:3 (13.) Fikic

 

0:4 (15.) Yilmaz

 

0:5 (21.) Yilmaz

 

0:6 (32.) Fikic

 

0:7 (36.) Kapan

 

0:8 (85.) Subke

 

Aufstellung: Premnitz: Hegner,Kaiser,Huxdorff,Sommer,Freidank,Fingerhut,Krause,Otto,Stuhlmacher,Hilmer(46.Kremp),Zimmermann

Rathenow: Baitz – Klötzing, Hildebrand, Hellwig (46. Baldes), Tröger (46. Quast) – Testspieler (73. Subke), Tsiatouchas – Fikic, Kapan (46. Cankaya), Pfefferkorn – Yilmaz (46. Turhan)

 

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