Fußball Aufstiegsspiel Premnitz-Babelsberg 1980/1981

1.Aufstigespiel zum Aufstieg zur DDR-Liga Saison 1980/1981

 

Chemie Premnitz-Motor Babelsberg 2:1 (0:0)

 

Torfolge: 0:1 Rosin ( 76.) 1:1 , 2:1 Rosenberg (87.,89.)

 

Zuschauer: 2100

 

 

180 Sekunden vor Schluß führte die Motor-Elf noch 1 :0

Dann riß Rosenberg mit 2 Toren den 2 :1-Sieg aus dem Feuer

Als die Babelsberger Fußballer schon an den 1:0-Sieg glaubten, wurden sie plötzlich doch noch aus allen Träumen gerissen. 180 Sekunden waren noch zu spielen, und das leidenschaftslose Publikum hafte sich offensichtlich mit der Niederlage der Chemie-Elf abgefunden, da wendete ein Spieler das Blatt: Rosenberg! In der 87. Minute zirkelte er per Kopf das Leder ins Netz, und kurz vor Toresschluß ließ er Schlußmann Breetz mit einem angeschnittenen Freistoß keine Chance: Der 2:1-Erfolg der Gastgeber war perfekt.

Damit nahm die erste Finalbegegnung zur Bezirksmeisterschaft den von vielen erwarteten Ausgang, den Hoffnungen beider Übungsleiter aber entsprach das Resultat nicht. Beim Gastgeber hatte man mit einem 2 : 0 geliebäugelt, die Babelsberger hatten sich ein 1 :1 oder ein 2 : 2 gewünscht. Augenfällig in dieser vor 2100 Zuschauern geführten Partie: Beide Kontrahenten zeigten großen Respekt voreinander. Kaum einer der Aktiven wagte das Risiko, niemand wollte leichtfertig die Chancen auf den Wiederaufstieg in die DDR-Liga vergeben.. Zaghaft er als zaghaft erwies sich Motor in der ersten halben Stunde, überließ dem Gastgeber bereitwillig das Mittelfeld, so daß der Platzbesitzer zwangsläufig ein Übergewicht bekam. Goldmann, Hurtig und Spanier besaßen Möglichkeiten, bewiesen aber wenig Nervenkraft. Einmal allerdings rettete Marienhagen für Schlußmann Breetz auf der Linie. Der Ex-Neubrandenburger Verteidiger bewies viel Übersicht, was man in dieser Drangperiode auch Libero Sommer, Rosin und F. Edeling bescheinigen muß.

Nach der Pause wendete sich das Blatt, Babelsberg bekam Oberwasser. Im Mittelfeld wurden Thomalla und König mobiler, und resolute Vorstöße einzelner Abwehrspieler unterstützten die Bemühungen der Motor-Angreifer. So besaß Sommer eine gute Möglichkeit, während Torwart Ginzel bei einem Fiedler-Freistoß sein beträchtliches Können aufbieten mußte. Gegen den Sonntagsschuß von Rosin aus 30 Metern aber war auch er machtlos. 1: 0 also nach 76 Minuten, und die Chemie-Elf zeigte Wirkung. Doch dann kam der oben beschriebene große Auftritt von Rosenberg.

Horst Sandowski, Übungsleiter von Premnitz: „Wir wollten klarer gewinnen, sind nun aber erst einmal froh, daß überhaupt ein Erfolg herausgesprungen ist.“

Günter Lüdicke, Übungsleiter von Motor Babelsberg: „Natürlich ist es ärgerlich, kurz vor Toresschluß noch zu verlieren. Trotzdem gehen wir optimistisch ins Rückspiel.“

PETER BRANDES

 

 

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