50000 für Judohalle

544px-TSV_Chemie_Premnitz.svgINFRASTRUKTUR: Kreis gibt 50 000 Euro für die Premnitzer Judohalle

Dezernent Andreas Ernst übergab gestern einen Fördermittelbescheid an die Stadt Premnitz

 

PREMNITZ – Dass viele Sportstätten im Havelland in schlechter Verfassung sind, ist wohl kaum zu übersehen. Umso erfreulicher ist es, wenn die Vereine von Seiten des Landkreises Unterstützung erhalten.

 

In kleiner Runde übergab Kreisdezernent Andreas Ernst gestern einen Fördermittelbescheid über 50 000 Euro an die Stadt Premnitz.

Mit dem Geld soll die rund zehn Jahre alte Judohalle in der Karl-Marx-Straße renoviert werden. Bereits im Vorjahr hatte sich die Stadt Premnitz um Fördergelder aus dem „Goldenen Plan Havelland“ beworben. Jedoch war der Topf im vergangenen Jahr bereits ausgeschöpft. In diesem Jahr stand einer Geldspritze allerdings nichts mehr im Wege.

„Die Betriebskosten für die Halle müssen dringend gesenkt werden, das Geld wird deshalb vor allem in Energiesparmaßnahmen fließen“, sagte Uwe Wittschorek vom Vorstand des TSV Chemie Premnitz.

Für die Mitglieder der Judo-Abteilung ist dies eine große Erleichterung: momentan müssen sie pro Person monatlich rund neun Euro für die Nutzung von Strom, Gas und Wasser bezahlen. Innerhalb von drei Jahren soll deshalb die Dämmung verbessert, die Türen erneuert und am Schallschutz gearbeitet werden.

Insgesamt wird das Projekt rund 200 000 Euro kosten, wovon 50 000 Euro aus dem „Goldenen Plan Havelland“ stammen.

Zur Zeit trainieren in der Judohalle Premnitz etwa 35 bis 45 Sportler. Seit die Judohalle vom Stadtzentrum neben die „Grundschule am Dachsberg“ gezogen ist, bekam der Verein immer mehr Zuwachs. Durch die Renovierungen erhofft sich der TSV Chemie Premnitz noch mehr Mitglieder. Der „Goldene Plan Havelland“ ist ein Förderprogramm, das vom Landkreis aufgelegt wurde. Es greift da, wo die Quellen von Bund und Ländern versiegen. So haben auch Sportstätten, die nicht durch den „Goldenen Plan Ost“ und den „Goldenen Plan Brandenburg“ gefördert werden, eine reelle Chance auf Unterstützung. „Sportstätten sind eine wichtige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche. Der goldene Plan Havelland hilft diese zu erhalten“, sagte Mike Stampehl, Fachbereichsleiter für Wirtschaft und Tourismus, der an diesem Tag Bürgermeister Roy Wallenta vertrat.

Dank des Fördertopfes, der in diesem Jahr eine Summe von 300 000 Euro umfasst, konnten in der Vergangenheit schon einige Projekte verwirklicht werden.

So gibt es beim „Rathenower Wassersportverein 1922 Kanu“ neue Sanitäranlagen und in den Bootshäusern des „Rathenower Wassersportsvereins Segeln“ wurde eine neue Elektroanlage installiert.

Auch im Jahr 2011 soll es Geld aus dem „Goldenen Plan“ geben. Bewerber gibt es genug.

Wie viel Geld insgesamt im Kreishaushalt bereitgestellt werden, kann allerdings bisher noch nicht gesagt werden. (Von Anne Musehold)

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