30. Chemie Premnitz – Petershagen 2016/2017

Emotional ging es am Samstag im Stadion der Chemiearbeiter zu. Vor dem 3:2-Heimsieg des TSV Chemie gegen den SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf wurde mit Marco Lindemann ein verdienstvoller Spieler verabschiedet. Er hatte seit 2011 für den TSV die Stiefel geschnürt. „Ich habe bei Chemie einen Heimatverein gefunden. Es war ein tolle Zeit, die richtig Spaß gemacht hat. Ich möchte mich auch bei Josef Rampf bedanken, der mich seit meiner Zeit bei Optik Rathenow auf meinem Weg begleitet und unterstützt hat“, fasste Lindemann seine Premnitzer Zeit zusammen.
Die Premnitzer starteten stark in die Partie, man merkte, dass dieses Spiel ernst genommen wurde und keinen lauen Sommerkick bieten wollte. Chemie hätte früh in Führung gehen können. Konstantin Gäde wurde vom Gästekeeper gefoult und Sebastian Krumbholz trat zum Strafstoß an. Diesen konnte Blau-Weiß-Torwart Haupt halten und auch der Nachschuss von Gäde rauschte am Tor vorbei. Wenig später stand Björn Stuhlmacher völlig frei, aber auch sein Schuss wurde gehalten. „Die Anfangsphase von uns war richtig gut. Wir haben es nur nicht geschafft uns dafür zu belohnen“, fasste TSV-Trainer Olaf Krause zusammen. Etwas überraschend gingen dann aber die Gäste in Führung. Rehausen lief von der Mittellinie los, umkurvte die halbe Premnitzer Hintermannschaft und überlupfte TSV-Torwart Felix Baitz clever (19.). Aber Chemie zeigte sich nur wenig geschockt und legte weiterhin den Vorwärtsgang ein. Nach einem weiten Einwurf war es Gäde, der den Ball direkt nahm und zum verdienten Ausgleich traf (26.). Beinahe hätte der TSV das Spiel wenig später komplett gedreht. Eine Flanke köpfte der Petershagener Nagy an die eigene Latte. Bis zur Pause passierte dann aber nur noch wenig.

Premnitz dreht spät das Spiel

Aus dieser kamen die Gäste besser und konnten das Spiel nun ausgeglichen gestalten. Bei einem Fernschuss hatte Chemie Glück, dass der Ball knapp am Tor vorbei strich. Für die Premnitzer hatten Benjamin Huxol, Gäde und Krumbholz weitere Chancen um den TSV Chemie in Front zu schießen. Haupt parierte gleich mehrfach stark. Aber wie aus dem Nichts trafen wieder die Gäste. Einen langen Ball nahm Sobotta auf. Marian Krause wollte klären, schoss den Gästeakteur an und von dort prallte der Ball dann ins Tor. Doch Premnitz zeigte sich auch diesmal nicht geschockt und spielte weiter munter nach vorn. Chancen ergaben sich zunächst aber nicht und die Gäste blieben über Konter stets gefährlich und hätten durchaus für die Entscheidung sorgen können. Die Schlussphase sollte es dann noch einmal in sich haben. TSV-Trainer Krause bewies mit der Einwechslung von Ricardo Quast ein glückliches Händchen. Bei einer Flanke waren sich SV-Keeper Haupt und Nagy uneinig. Quast nahm den abprallenden Ball direkt und traf per sehenswertem Fallrückzieher zum 2:2-Ausgleich (86.). „So ein Tor gelingt einem nicht oft. Schön, dass es auch noch ein wichtiger Treffer war“, so der Torschütze. Doch damit nicht genug. Nur kurze Zeit später entwischte Daniel Pfefferkorn seinem Gegenspieler und lief auf Haupt zu. Pfefferkorns Schuss konnte der Gäste-Torwart noch abwehren, aber erneut stand Quast goldrichtig und schob zum glücklichen, aber verdienten 3:2-Siegtreffer für den TSV ein (89.).
„Wir haben heute Moral bewiesen. Die Mannschaft hat sich voll reingehangen, wollte unbedingt gewinnen. Auch wenn es für beide Teams eigentlich um nichts mehr ging war das kein Sommerkick. Beide Mannschaften haben sich einen tollen Fight geliefert. Wir konnten von der Bank nochmal nachlegen, haben da auch richtig Qualität, die heute vielleicht auch ein Stück weit den Unterschied gemacht hat“, so der Premnitzer Trainer, der die Saison seines Teams als absolut gelungen einschätzt, auch wenn es wieder, wie in den vergangenen Jahren, nur der 4. Platz geworden ist.“

 

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