3. Chemie Premnitz – Blau-Weiß Energie Prenzlau 2016/2017

—–> Bilder

Mit gesenkten Köpfen schlichen die Spieler des Fußball-Landesligisten TSV Chemie Premnitz nach der Partie gegen Blau-Weiß Energie Prenzlau vom Feld. Vor allem in der 2. Hälfte präsentierten sich die Chemiker bei der 0:3-Heimniederlage vollkommen ideenlos gegen einen gut sortierten Gegner.

Dabei hatte das Spiel gar nicht so schlecht begonnen. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne, wobei Prenzlau nach wenigen Minuten bereits den Pfosten traf. Aber auch Chemie war gefährlich und die Gäste konnten gefährliche Eingaben klären. Nach gut einer Viertelstunde gingen die Uckermärker aber doch in Front. David Schimmelpfennig hatte sich ein Herz gefasst und aus der Distanz wuchtig unter die Latte getroffen. Premnitz zeigte sich nicht geschockt und erspielte sich nun gute Chancen. Je zweimal standen Rades und Krumbholz im gegnerischen Strafraum frei, trafen aber das Tor nicht. Als Premnitz dann im Vorwärtsgang den Ball verlor und erneut Schimmelpfennig, kurz vor Pause, mit einem Sonntagsschuss in den Torwinkel zum 2:0 für die Gäste traf, wurde das schon bestraft. „Ich glaube, hätten wir eine der guten Chancen vor der Pause genutzt wäre das Spiel anders verlaufen“, meinte TSV-Trainer Olaf Krause.

Was jedoch nach der Pause zu sehen war, konnte dem Premnitzer Trainer nicht gefallen. Mut- und ideenlos präsentierte sich die Mannschaft und brachte die Gäste eigentlich gar nicht mehr in Gefahr. Im Gegenteil Prenzlau erhöhte mit einem direkten Freistoß durch Grosch auf 3:0 und hätte bei konsequenterer Spielweise sogar noch höher gewinnen können. „Wir haben heute gegen einen guten Gegner verloren, der einfach eine Klasse besser war. Das müssen wir in den nächsten Wochen aber auch einfach besser lösen“, so Olaf Krause abschließend.

Bericht vom Gegner : Quelle : http://www.sc-bw-energie-prenzlau.de/fu%C3%9Fball-16-17/erste/

Auch in Premnitz ohne Gegentor

 

11. September 2016,  Gunnar Haffer

 

In der Landesliga bleiben die Prenzlauer Aufsteiger weiter ungeschlagen und rücken nach einem bärenstarken 3:0-Erfolg beim TSV Chemie sogar auf Rang zwei vor.
[Premnitz, gh.] Was vor zwei Wochen in Borgsdorf noch so gar nicht klappte, funktionierte am Samstag im Stadion der Chemiearbeiter umso besser. „Hinten zu null zu spielen bedeutet am Ende stets mindestens einen Punkt.“ – diese Weisheit ist ebenso alt, wie schwer zu erfüllen. Schien in Borgsdorf des Gegners Kasten noch wie vernagelt, so probierten es die frischgebackenen Landesliga-Kicker des SC Energie mit breit angelegtem Offensivspiel von Anbeginn erneut, einen frühen Vorsprung zu markieren. Sturmspitze Artur Wojach fand sich nach schöner Vorarbeit allein vorm TSV-Schlussmann, überwinden aber konnte er ihn nicht (5.). Apropos Torwart: nachdem sich die beiden etatmäßigen Keeper Joseph Asaba und Felix Baitz verletzten und vor zwei Wochen in Bernau (1:4-Pleite) mit Sebas-tian Kremp gar ein nomineller Feldspieler ins Premnitzer Tor musste, reagierte Coach Olaf Krause prompt und reak-tivierte seinen Chef, Abteilungsleiter und TSV-Routinier Mario Rotter (45), der sich am Samstag zurück zwischen die Pfosten wagte. Den Abschluss von Wojach parierte Rotter gut, der Nachschuss flog an seinem Gehäuse vorbei. Deutlich präziser gelang der nächste Angriff der Uckermärker: Enrico Bressel donnerte das Leder aus gut 30 Metern krachend an den Pfosten (9.). Die Prenzlauer erwischten in der Ferne den deutlich besseren Start. Neu-Kapitän David Schimmelpfennig (34) versuchte es ebenso aus der Distanz, diesmal landete der Ball von der Unterkante des Querbalkens im Netz – na endlich! Kaum 13 Minuten brauchten die bestens vorbereiteten und eingestellten Gäste, um den „Fluch der mangelnden Chancenverwertung“ aus der letzten Ligapartie zu überwinden – 0:1 (13.). Die ambi-tionierten Platzherren reagierten und stellten im Mittelfeld um. Einige Rangeleien folgten, die Schiedsrichter Hannes Wilke aus Trebbin strikt bestrafte. Insgesamt aber holten die ‚Chemiker‘ auf. Von links flankte Daniel Pfefferkorn nach starkem Zweikampfgewinn in die Mitte, wo Sebastian Krumpholz frei zum Kopfball kam, jedoch abermals an Prenzlaus hervorragendem Goalie Marcin Markiewicz scheiterte (35.). Premnitz wollte den Ausgleich noch vor der Pause und rannte weiter an. Die Energieelf aber stand gut. Nach Ballgewinn am eigenen Sechzehner und blitzschnel-lem Umkehrspiel folgte ein Konter à la Lehrbuch gegen weit aufgerückte Premnitzer. Erneut fasste sich David Schimmelpfennig ein Herz und zog per Fernschuss ab. Das Geschoß passte punktgenau in den Winkel, keine Chance für Mario Rotter – 0:2 (38.). Was für ein Hammer mitten hinein in die Sturm- und Drangphase der Platzherren. Vor der Pause verzog noch einmal Sebastian Krumbholz (45.), ehe Robert Rades nach einem Freistoß per Kopf scheiterte (45+1.).
Nach dem Wechsel bot sich im mit lediglich 67 Zuschauern äußerst spärlich besetzten Rund ein aus Sicht des TSV bedauernswertes Bild: nahezu ohne eigenen Esprit der Platzherren, die kaum mehr in der Prenzlauer Hälfte zu finden waren, durften Trainer Krause und seine Mannen zufrieden sein, dass es auch ihre uckermärkischen Gegner deutlich ruhiger angehen ließen. Einen direkten Freistoß versenkte Alexander Grosch zum längst überfälligen 0:3 (66.). SC-Coach Heiko Stäck gab sich sichtlich zufrieden, auch Manager Marco Kohtz freute sich, gab aber auch zu bedenken, dass zumindest an diesem Tag einiges mehr fürs Torverhältnis möglich war.
Für den Energie-Club bot sich direkt nach dem Abpfiff ein herrlicher Blick, nämlich aufs Liga-Klassement aus luftiger Höhe – mit Platz zwei nach drei Spieltagen konnte wohl vor dem Saisonstart vor vier Wochen kaum jemand beim Aufsteiger rechnen. Als einziges Team noch ohne jedes Gegentor empfangen Kapitän David Schimmelpfennig und seine Kollegen am Samstag den zuletzt gleich doppelt erfolglosen FHV 03 aus Pritzwalk. In dieser Form müssen die ‚Energetiker‘ im Duell der beiden Aufsteiger wohl sogar als Favoriten im heimischen Uckerstadion gesehen werden

 

..:: für den SCP berichtete aus Premnitz: Gunnar Haffer ::..

 

Prenzlau mit: Marcin Markiewicz – David Schimmelpfennig (SF), Pawel Wojtalak, Wellington Schäfer, Arek Mysona, Enrico Bressel, Robert Sikorski (28. Bartosz Barandowski), Marcel Blume, Alexander Grosch (69. Eric Ziese), Stephan Bethke, Artur Wojach (76. Ricardo Ludwig)
Tore: 0:1 David Schimmelpfennig (13.), 0:2 David Schimmelpfennig (38.), 0:3 Alexander Grosch (66.)
Gelbe Karten: Robert Rades (26., ), Marvin Krause (31., ), Björn Stuhlmacher (65., ), Daniel Pfefferkorn (90., ) / Alexander Grosch (21., ), Marcin Markiewicz (26., Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Hannes Wilke (Trebbin), Chris Bude (Kloster Zinna), Martin Hermann (Ludwigsfelde), Zuschauer: 67

Back
zur Saisonübersicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.