Fußball 25.Pritzwalker FHV – Chemie Premnitz 2010/2011

Das geilste Spiel ever – 3:4 (2:0)

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Programmheft

 

 

25. Spieltag – Samstag, 30.04.2011 – 15:00

Pritzwalker FHV 03  – TSV Chemie Premnitz 3:4 (2:0)

TSV Chemie Premnitz: Mario Rotter, Olaf Krause, Sebastian Kaiser, Michael Buddeweg, Sascha Weser, Christian Freidank, Guido Block, Daniel Schönfeldt (73.Lars Posorski), Robert Rades, Björn Stuhlmacher, Konstantin Gäde

Tore: 1:0 Kevin Blumenthal (14.); 2:0 Ronny Wölfel (20.); 3:0 Kevin Blumenthal (48.); 3:1 Robert Rades (62.); 3:2 Robert Rades (65.); 3:3 Sebastian Kaiser (69.); 3:4 Christian Freidank (82.)

Schiedsrichter: Ronny Straach (Potsdam)

Zuschauer: 220

Nichts für schwache Nerven !

Am 25. Spieltag kam es zum Gipfeltreffen in der Landesklasse West. Tabellenführer Premnitz musste beim Pritzwalker FHV antreten. Vor über 200 Besuchern im Hainholzstadion spielte zunächst nur der Gastgeber. Pritzwalk hatte sich viel vorgenommen und wollte die wohl letzte Möglichkeit beim Schopfe packen und durch einen Sieg noch mal ins Titelrennen eingreifen. Man muss schon sagen das was die Mannschaft von Trainer Kistenmacher in der ersten Stunde ablieferte war guter Fußball. Aber es war auch Ausdruck der sehr passiven Spielweise der Gäste . Man ließ den FHV schalten und walten. Auch nach der frühen Führung durch Vogt, Rotter tauchte nach einer Ecke unter dem Ball durch und Freidank ließ Vogt gewähren so das dieser unbedrängt einköpfen konnte, ging der TSV von seiner Defensiven Spielweise nicht ab. Prompt wurde man wieder bestraft. Nach dem der Pfiff des Schiedsrichters nach Foul an Stuhlmacher ausblieb kam der Ball zu Luiz und es hieß 2:0. Gespielt waren da gerade einmal 25 Minuten und Pritzwalk sah wie der sichere Sieger aus. Die Premnitzer Angriffsbemühungen vielen eher Bescheiden aus. Irgendwie hatte man das Gefühl das es nicht der Tag des Aufstiegsaspiranten sein sollte. Als dann Wölfel in der kurz nach der Pause gar auf 3:0 für seine Pritzwalker erhöhen konnte dachten viele an die Entscheidung.Premnitz das seit Wochen auf Grund der langen Verletztenliste nie mit der gleichen Mannschaften antreten konnte, krempelte nun die Ärmel hoch. Im Gefühl des sicheren Vorsprungs ließ Pritzwalk nun merklich nach. Chemie investierte nun viel mehr für das Spiel und spätestens als Rades nach 65. min. zum 3:1 traf ging endgültig ein Ruck durch die Mannschaft. Natürlich hatte der Gast auch Glück das Weser den durchgebrochenen Blumenthal im letzten Moment den Ball vom Stiefel spitzelte. In den letzten 20 Minuten bestimmte der Spitzenreiter die Partie mehr als deutlich. Die permanent auf Abseits spielende Viererkette des FHV hatte in der 69. min. ein weiteres mal das Nachsehen. Wieder entwischte Rades und wieder hatte Boldt im Tor keine Chance. Premnitz setzte nun alles auf eine Karte . Für Schönfeldt kam mit Posorski ein weiterer Angreifer aufs Feld und aus der Abwehr rückte Libero Kaiser mit nach vorn. Eine Maßnahme die sich schon bald als Gold richtig erweisen sollte. Pritzwalk bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Kaiser traf mit einem platzierten Schuß zum 3:3 Ausgleich. Pritzwalk war nun endgültig angeschlagen und Premnitz gab sich mit dem Remis nicht zufrieden. Der Druck der Gäste wurde immer größer und was kaum jemand für möglich hielt geschah in der 85. min. Posorski legte am Fünfmeteraum auf Freidank ab und der hämmerte die Kugel unhaltbar zum 4:3 für die Premnitzer in die Maschen. Kurz vor dem Abpfiff hatte Freidank sogar noch die Chance zum 5:3 aber das wäre dann wohl des guten zuviel gewesen. Schon am Mittwoch geht es für den TSV Chemie weiter. Um 19.00 Uhr empfängt man den SV Empor Schenkenberg zum Nachholspiel.Trainer Rotter nach der Partie, “ Es ist schon unglaublich was meine Mannschaft nach dem 3:0 Rückstand noch aus sich raus geholt hat. Ein großes Kompliment an die Jungs.“

Peter Kaiser

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„Das was sich heute hier abgespielt hat ist einfach unglaublich“, sagte Gastgeber-Trainer Jan Kistenmacher enttäuscht. Sein Pritzwalker FHV 03 gab in der Fußball-Landesklasse gegen Chemie Premnitz eine 3:0-Führung aus der Hand und verlor noch 3:4 (2:0).Dabei sah es im ersten Abschnitt alles andere als nach einen Erfolg des Spitzenreiters aus Premnitz aus. „Wir haben die falsche Taktik gewählt. Wir wollten defensiv stehen“, erklärte der Premnitzer Spielertrainer Mario Rotter. „Wir können aber nur offensiv spielen“, legte er nach. Doch zur Halbzeitpause lag Chemie mit 0:2 zurück. „Wir haben richtig dominant gespielt und gut kombiniert“, beschrieb Kistenmacher das Spiel der Heimelf.

Das 1:0 besorgte Kapitän Robert Vogt per Kopf ach Ecke von Kevin Bumenthal (14.). Der Jubel war gerade verklungen, da legte Sebastian Stendel uneigennützig auf für Ronny Wölfel auf. Letzterer schob zum 2:0 (20.)-Halbzeitstand ein.Als Blumenthal kurz nach dem Wiederanpfiff mit einem Drehschuss Rotter überwand und auf 3:0 erhöhte, „war eigentlich alles klar“ wusste Kistenmacher. Doch seine Elf wurde nach dem 1:3 durch Robert Rades (62.) unsicher. „Dem geht aber eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters voraus, beim Freistoß vom Torwart ruhte der Ball nicht“, monierte der Pritzwalker Trainer. Rades war es egal und tunnelte FHV-Keeper Marcus Boldt. Die Gäste legten sofort nach. Rades erzielte per Lupfer den 2:3-Anschlusstreffer. Doch Sekunden später stockte Chemie der Atem, als Luiz Rodrigues Blumenthal schickte. Letzterer aber freistehend vergab. Auf der Gegenseite machte es Sebastian Kaiser, der freistehend zum 3:3 vollendete, besser. „Wenn etwas stimmt, dann ist es unsere Moral“, so Rotter, der in dieser Saison zuletzt zwei 0:2-Rückstände gedreht hatte. Als Wölfel ebenfalls frei im Gäste-Strafraum zum Abschluss kam, hoffte der FHV auf die erneute Führung. Doch das Leder ging über das Tor. Besser machte es Rades, der mit seinem dritten Treffer (82.) die Prignitzer aus allen Träumen riss und die 3:4-Niederlage besiegelte. Negativer Höhepunkt war die Gelb-Rote Karte wegen Meckerns für Sebastian Stendel (85).

 

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