Fußball 25. Prenzlau – Chemie Premnitz 2013/2014

Verkehrte Welt in Prenzlau

Der TSV Chemie Premnitz hat sein Spiel in der Fußball-Landesliga beim Prenzlauer SV Rot-Weiß völlig unnötig mit 0:2 verloren. Spielerisch war eine Steigerung im Vergleich zu den Vorwochen zwar zu erkennen, aber das größte Manko bleibt derzeit die Chancenverwertung. Am Ende wussten die Gastgeber wohl selbst nicht so genau, warum und vor allem wie sie dieses Spiel für sich entscheiden konnten.

 

Auch in Prenzlau hatte Chemie ein deutliches Chancenplus und hätte das Spiel schon bis zur Pause entschieden haben können, wenn nicht sogar müssen. Den Anfang machte Daniel Pfefferkorn, der eine Flanke sehenswert mit einem Seitfallzieher an den Querbalken des Prenzlauer Gehäuses setzte. Auf der Gegenseite war es Bartosz Barandwoski mit der ersten und einzigen Gelegenheit für die biederen Gastgeber. Sein Schuss von der Strafraumkante verfehlte das Tor aber deutlich (14). Mit zunehmender Spielzeit nahm der Druck des TSV stetig zu und Prenzlau reagierte nur noch auf die Angriffe der Chemiker. Udo Burmeister im Tor der Uckermärker musste sein ganzes Können aufbieten, um einen Volleyhammer von Pfefferkorn zu entschärfen. Wenig später wurde ein Kopfball von Björn Stuhlmacher auf der Linie geblockt. Beim folgenden Eckball stand Marco Lindemann völlig frei, setzte seinen Kopfball aber hauchzart neben den Kasten. Weiterhin spielte nur der TSV und Prenzlau war nicht anzumerken, dass es für sie eigentlich um die letzte Chance gegen den Abstieg ging. Burmeister im PSV-Kasten hielt kurz vor der Pause dann noch einen Distanzschuss von Sebastian Krumbholz. Und so kam es wie es kommen musste. Quasi mit dem Halbzeitpfiff gingen die Gastgeber in Führung. Bei einer Grätsche von Daniel Huxdorff, sprang diesem der Ball unglücklich an die Hand und der schwach pfeifende Roberto Baumgärtel zeigte auf den Punkt. Michael Kraft ließ sich die Chance nicht entgehen und traf sicher zur unverdienten Führung für Prenzlau.

Auch aus der Pause kam der TSV mit viel Schwung. Doch auch jetzt waren die Premnitzer nicht in der Lage beste Gelegenheiten zu nutzen. Nach einer guten Kombination stand Krumbholz frei, verzog allerdings knapp. Mit dem nächsten Angriff gab es die nächste Riesenmöglichkeit. Stuhlmacher schoss den Ball aus gut fünf Metern aber volley über das Tor. Und Gelegenheiten gab es weiter. Nach einer Flanke von Christian Freidank köpfte Dennis Lapin auf das Prenzlauer Tor. Burmeister konnte den Gegentreffer gerade noch verhindern (53.). Nun verlor die Partie etwas an Tempo und Chemie setzte den Gegner nicht mehr so früh unter Druck. Auch Prenzlau näherte sich dem Tor von Felix Baitz wieder etwas an. Marcel Blume verfehlte mit seinem Freistoß aus zentraler Position aber knapp. Wenig später war es dann endgültig um den TSV geschehen. Bei einem Konter stand der schnelle Barandowski frei und schob überlegt zur 2:0-Führung für die Gastgeber ein (72.). Premnitz versuchte es weiter und öffnete damit immer mehr Räume in die gerade Barandowski stieß. So musste Baitz eine Chance von ihm vereiteln und auch wenig später gegen Jerome Schulz klären, wobei Sascha Weser den abprallenden Ball artistisch von der Linie schlug. Danach dezimierten sich die Premnitzer, als Kapitän Marian Krause vorzeitig zum Duschen geschickt wurde (83.). Jetzt passierte nur noch wenig, einzig der eingewechselte David Paege zog noch einmal ab, zielte aber zu hoch. „Wir haben heute zwar spielerisch wieder etwas zugelegt, aber die Chancenverwertung war eine einzige Katastrophe. Ich glaube wir waren heute das bessere Team. Im Moment haben wir außerdem auch ein wenig Pech bei den Schiedsrichtern, in den letzten sechs Spielen gab es fünf Elfmeter gegen uns“, zeigte sich Olaf Krause sichtlich enttäuscht. Chemie ist damit auf Platz acht abgerutscht und muss in der nächsten Woche dringend gegen Falkenthal einen Sieg einfahren, um nicht doch noch in die gefährdete Zone zu rutschen.

Premnitz: Baitz, Weser, Krause (G-R 83.), Freidank, Lindemann, Huxdorff, Lapin (60. Kremp), Pfefferkorn, Otto (72. Zorr), Stuhlmacher, Krumbholz (60. Paege)

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