24. Chemie Premnitz – Einheit Perleberg 2015/2016

„Wenn wir den Gegner nicht unterschätzen, sollten die drei Punkte in Premnitz bleiben“, hatte TSV-Trainer Olaf Krause vor dem Landesliga-Heimspiel gegen den SSV Einheit Perleberg gesagt. Unter der Premnitzer sollte Recht behalten. Nach einer konzentrierten Leistung besiegten die Chemiker den Tabellendreizehnten deutlich mit 6:1. -> Bilder

TSV schießt drei Tore in neun Minuten

Doch zunächst waren die Gäste tonangebend, spielten gefällig nach vorne und wurden vom TSV dazu auch eingeladen. Nach einem Fehlpass in der Premnitzer Hintermannschaft tauchte Bauersfeld allein vor Felix Baitz auf. Den ersten Schuss konnte der TSV-Schlussmann noch parieren, gegen den Nachschuss von Mönke war er aber machtlos (8.). Anscheinend hatten die Premnitzer dieses „Hallo Wach-Effekt“ aber benötigt. Mario Delvalle und Lucas Meyer hätten ausgleichen können, in beiden Situationen hielt SSV-Torwart Torster aber stark. Wenig später war es aber dann doch soweit. Meyer traf mit einem direkten Freistoß zum 1:1 (12.). In der Folge war es eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften ihr Heil in der Offensive suchten. Jedoch blieben die Chancen zunächst ungenutzt. Auffällig war schon hier, dass die Gäste vor allem über die Außenbahnen anfällig waren. So fiel dann auch das 2:1. Sebastian Krumbholz setzte sich stark durch und Meyer brauchte aus Nahdistanz nur noch einzuschieben (35.). Nur eine Minute später erhöhte Chemie auf 3:1. Marvin Krause konnte nach einer Eingabe von Meyer abstauben (36.). Trotz der komfortablen Führung blieb der TSV am Drücker und spielte sich weitere klare Möglichkeiten heraus. Eine davon nutzte Meyer kurz vor der Pause zur Vorentscheidung. Nach einem feinen Zuspiel von Marvin Krause traf er unhaltbar ins Eck (44.).

Nach der Pause erhöhten die Premnitzer weiter

Nach dem Seitenwechsel spielten die Premnitzer weiterhin stark. Weitere Treffer waren die logische Konsequenz. Nachdem Martin Otto noch mit seinem Schuss gescheitert war, war es Ricardo Quast, der auf 5:1 erhöhte (53.). Danach nahm der TSV etwas das Tempo aus dem Spiel und ließ die Gäste wieder aufkommen. Zu klaren Gelegenheiten kamen die Prignitzer aber nicht. Einige Distanzschüsse stellten für Baitz keine große Herausforderung dar. Einmal musste er sich dann aber doch gewaltig strecken, konnte den Freistoß von Mostaller aber über die Latte lenken. Auf der Gegenseite war der TSV ebenfalls nochmals über Standardsituationen gefährlich. Stuhlmacher traf sehenswert über die Mauer hinweg von der Strafraumkante (73.). In der Schlussphase trudelte das Spiel dann etwas aus. Premnitz wollte nicht mehr, tat nur noch das Nötigste und Perleberg war einfach zu schwach das auszunutzen. Daher blieb es beim hochverdienten Heimerfolg, der den TSV weiterhin auf Platz vier der Tabelle stehen lässt.

„Meine Mannschaft hat den Weckruf gebraucht, war danach aber klar überlegen. Ich glaube, dass wir auch in der Höhe verdient gewonnen haben. Man muss aber auch beachten, dass der Gegner heute sehr schwach war“, so Olaf Krause nach dem Spiel. Am nächsten Spieltag fährt der TSV Chemie zum SV Babelsberg 03 II.

Vorbericht

Eine ordentliche Rückrunde spielen bisher die Landesliga-Fußballer des TSV Chemie Premnitz. Das will die Mannschaft von Olaf Krause auch am Wochenende gegen den SSV Einheit Perleberg unter Beweis stellen. Dabei hatte diese Partie in der Hinrunde eine besondere Bedeutung für die Chemiker. Nach sieben sieglosen Spielen gelang dem TSV beim 2:1-Auswärtserfolg die Kehrtwende und die Mannschaft konnte danach fünf Spiele am Stück gewinnen. Anders sah es bei den Prignitzern aus. Diese fielen von einem sicheren Mittelfeldrang auf einen Abstiegsplatz zurück und konnten sich erst in den letzten Wochen stabilisieren. Auf Platz 13 liegend, ist man aber noch mitten im Abstiegskampf. Besonderes Augenmerk sollten die Premnitzer auf Lukasz Polak legen, der bereits zwölf Treffer erzielen konnte. Personell ändert sich bei Chemie wenig im Vergleich zur Vorwoche. Pfefferkorn wird fehlen, dafür kehren Lindemann und Kremp in den Kader zurück. „Wenn wir den Gegner nicht unterschätzen, sollten die drei Punkte in Premnitz bleiben“, so Olaf Krause. Das Spiel wird um 15 Uhr angepfiffen.

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