Fußball 23.Finow – Chemie Premnitz 2012/2013

Premnitz wird um Sieg gebracht

In einem dramatischen Fußballspiel wurde dem TSV Chemie Premnitz durch eine sehr zweifelhafte Schiedsrichter-Entscheidung der so dringend benötigte Sieg im Abstiegskampf verwehrt. Des Weiteren fehlen in den nächsten Wochen drei Spieler gesperrt oder verletzt.

Die Anfangsphase gehörte eindeutig den Gastgebern. Premnitz kam mit den meist lang gespielten Bällen zunächst schwer zu Recht. So hatte Fischer eine Möglichkeit, die von Rotter aber vereitelt wurde. Nach 5 gespielten Minuten schlug es dann doch im TSV-Kasten ein. Egbert legte für Fischer auf und dieser hatte wenig Mühe aus kurzer Entfernung zu vollenden. Chemie kam jetzt besser in die Partie und schaffte es die Gastgeber vom eigenen Tor weg zu halten und eigene Chancen heraus zu spielen. Nach einer Block-Ecke köpfte Krause den Ball knapp am Tor vorbei. Wenig später wurde Lindemanns Kopfball von Jürgens stark gehalten. In diese Drangphase hinein kam dann eine schwere Verletzung von Kremp, der zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Das Spiel wurde dadurch auch für gut 15 Minuten unterbrochen. Doch Premnitz versuchte weiterhin Druck aufzubauen. In der 30. Minute war es dann soweit. Block brachte einen Freistoß gefährlich vor das Tor und Huxdorff war aus dem Gewühl zur Stelle. Den Schwung mitnehmend schnürte Premnitz Finow jetzt hinten ein. Doch große Gefahr entstand daraus zunächst nicht. Erst als wiederum Block einen Freistoß nach innen brachte und Hintz vollenden konnte belohnte sich der TSV für seine engagierte Leistung(40). Wenig später musste ein zweites Mal ein Krankenwagen gerufen werden. Der Finower Seegebrecht schied mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung aus. Mit einer verdienten 2:1-Führung ging Chemie in die Pause. Nach dem Rückstand hat die Mannschaft Moral bewiesen und auch sehenswerten Fußball gespielt.

Aus der Pause kam die Mannschaft wieder schläfrig. Fischer hatte in kurzer Folge zwei sehr gute Möglichkeiten, verzog aber bei Beiden äußerst knapp. Danach bekam Premnitz die Partie wieder besser unter Kontrolle. Das Spiel bewegte sich jetzt größtenteils zwischen den Strafräumen. Finow war nicht in der Lage sich gute Chancen heraus zu spielen und der TSV spielte die Konter zu schlampig aus. Nur Paege enteilte seinem Gegenspieler, traf mit seinem sehenswerten Schuss aber nur den Pfosten. Wenig später rückte dann der schwache Schiedsrichter immer mehr in den Vordergrund. Nach einem Freistoß für Finow kam es zu einem Pfiff und alle Spieler dachten es gäbe Freistoß für den TSV. Doch zur totalen Verwunderung gab es Strafstoß für Finow und einen Platzverweis für Weser. Was Schiedsrichter Hübner dort gesehen haben will, weiß wohl nur er selbst. Den folgenden Strafstoß schoss Fischer. Rotter war zwar noch dran, konnte den Ball allerdings nicht mehr entscheidend ablenken. Premnitz versuchte es jetzt noch mal mit dem Mute der Verzweiflung. Schon in der Nachspielzeit gab es dann den zweiten Platzverweis für den TSV. Freidank wollte einen Abstoß von Torwart Jürgens blocken. Dieser fiel theatralisch und machte damit mehr aus dieser Situation. Auch hier ließ Schiedsrichter Hübner Fingerspitzengefühl absolut vermissen. Danach war Schluss und Premnitz wurde definitiv um einen Sieg gebracht, da die Gastgeber nicht in der Lage waren gute Möglichkeiten zu erspielen. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat leidenschaftlich gekämpft und hätte den Sieg absolut verdient gehabt. Leider hatte aber der Schiedsrichter einen ganz schwachen Tag erwischt. Bitter sind natürlich die Ausfälle von Kremp, Weser und Freidank, die uns in den nächsten Wochen fehlen werden“ so Olaf Krause nach dem Spiel. Für Premnitz geht es nächste Woche mit dem Heimspiel gegen Rot-Weiß Prenzlau weiter.

Premnitz : Rotter, Krause, Block, Lindemann, Weser ( 81. Rot), Huxdorff, Kremp (27. Kaiser), Gäde, Block, Paege, Hintz

 

Vorbericht

Duell der Tabellennachbarn

Vorentscheidenden Charakter besitzt am Samstag die Partie der Landesliga/Nord zwischen dem gastgebendem FV Stahl Finow und dem TSV Chemie Premnitz. Nur der Sieger des Spieles kann sich weiterhin berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.

Dabei geht die Elf aus dem Barnim als Tabellen-Vierzehnter in die Partie. Direkt hinter Ihnen liegt der TSV. Die Mannschaft von Sven Gutschmidt ist allerdings punktgleich mit dem TSV. Als Neuling zählt nur der Klassenerhalt, der sich noch nicht in aussichtsloser Ferne befindet. Doch gerade zu Hause drückt der Schuh gewaltig. Aus bisher 9 Heimspielen wurden gerade einmal vier Punkte gesammelt. Genau diese Schwäche gilt es für die Chemiker zu nutzen, um so nach die Hoffnung am Leben zu halten.

Enttäuscht war man in Premnitz nach dem Unentschieden gegen Erkner. Doch zieht man aus dieser Partie auch eine Menge Optimismus und Mut. Der Torfluch konnte endlich gebrochen werden und auch Chancen für weitere Tore waren vorhanden. Wenn man diese konzentrierte Leistung auch in Finow auf den Platz bekommt, ist ein Sieg sicherlich im Bereich des Möglichen. Personell sieht es gut aus. Weser hat seine Rot-Sperre abgesessen und auch Zorr ist wieder dabei. Die Angeschlagenen Kaiser und Paege werden ebenfalls zur Verfügung stehen. Fortschritte macht auch Otto, der demnächst wieder in das Training mit dem Ball einsteigen wird. „Das ist mit das Beste was wir haben. Jetzt müssen wir die Chance auch nutzen und uns selbst am Schopfe herausziehen“, blickt Trainer Mario Rotter optimistisch auf die Partie voraus.

Geleitet wird die Partie am Samstag von Stefan Hübner aus Potsdam. Anpfiff auf dem Sportplatz am Wasserturm ist um 15.00 Uhr.

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