20. Pritzwalk – Chemie Premnitz 2016/2017

Das war gar nichts. Die Landesliga-Fußballer des TSV Chemie Premnitz haben beim bisherigen Tabellenvorletzten in Pritzwalk mit 0:3 verloren. Dabei hatten die Chemiker gar nicht so schlecht angefangen. „Die ersten 20 Minuten waren wir das bessere Team, hatten Chancen und hätten in Führung gehen können, wenn nicht gar müssen“, haderte Sebastian Kaiser, der Olaf Krause an der Seitenlinie vertrat, mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. Die beste Möglichkeit bot sich Sebastian Krumbholz, der von der Strafraumkante nur das Lattenkreuz getroffen hatte. Nach den anfänglichen 20 Minuten verflachte die Partie immer mehr. „Das Niveau ließ deutlich nach und war ohnehin schon nicht sonderlich hoch“, so Kaiser. Die Gastgeber, von denen zunächst wenig zu sehen gewesen war, wurden nun mutiger und erspielten sich einige gute Kontermöglichkeiten. Eine dieser führte kurz vor der Halbzeit zum 0:1-Rückstand aus Premnitzer Sicht. Damit ging es auch in die Pause. „Wir wollten ruhig bleiben und wussten, dass wir noch 45 Minuten Zeit haben, um wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen“, erklärte Kaiser.

Das 2:0 bedeutete die Entscheidung

Und das Spiel der Premnitzer wurde nun besser. In die Aktionen kam mehr Sicherheit. Allerdings blieben klare Chancen weiterhin Mangelware, da entweder zu überhastet abgeschlossen wurde oder letzte Pass nicht kam. „Dann hatten wir durch Krumbholz den Ausgleich auf dem Fuß, laufen aber in einen Konter und kriegen das 0:2. Das war eigentlich schon die Entscheidung“, so der Premnitzer Aushilfstrainer. Ein richtiges Aufbäumen war vom TSV Chemie nun nicht mehr zu erkennen. Der eingewechselte Jakob Woite hätte zwar noch verkürzen können, ansonsten blieb es aber ruhig vorm Pritzwalker Kasten. In der Schlussphase kamen die Gastgeber sogar noch zum 3:0. Eine Flanke unterlief Jonathan Schmidt und Pritzwalks Vogt drosch das Spielgerät direkt unter die Latte. „Das war eine absolut verdiente Niederlage. Unterm Strich haben wir weitgehend desolat agiert. Wenn man in drei Spielen kein Tor schißet, brauchen wir uns nicht wundern, wenn man nicht punktet. Man muss aber auch sagen, dass wir sechs Stammspieler nicht so einfach ersetzen können“, so Sebastian Kaiser abschließend. Am nächsten Wochenende kommt Einheit Perleberg nach Premnitz, dann sollten der TSV dringend wieder punkten.

 

 

Mit drei Punkten und einem klaren Sieg im Spiel gegen den Tabellenvierten hatte von den abstiegsbedrohten Pritz-walkern wohl niemand gerechnet. Sie kletterten mit ihrem Erfolg aus der Abstiegszone und stehen nun auf Tabellenplatz zwölf. Dabei hatten die Premnitzer von Beginn an druckvoll nach vorn gespielt und auch gute Einschussmöglichkeiten. In den ersten 20 Spielminuten scheiterten sie aber an FHV-Keeper Marcus Boldt oder am Pfosten. Pritzwalk hingegen spielte seine Konter nicht konsequent aus, so dass zunächst keinem Team ein Treffer gelang. Eine Minute vor der Halbzeitpause setzte sich der Gastgeber dann auf der linken Seite doch durch und Steven Ottos Schuss wurde vom Premnitzer Schlussmann Felix Baitz selbst in die lange Ecke seines Tores gelenkt.

Kaum Sehenswertes nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel war das Spiel bis zum 2:0 wenig ansehnlich. Es war ein Geplänkel, bei dem Premnitz lange Bälle spielte und Pritzwalk diese wiederum hinten rausschlug. Hatten die Premnitzer doch eine Einschussmöglichkeit, jagten sie sie weit über den Kasten von Boldt. „Hinten stehen bleiben und auf Konter lauern – das ist momentan unser Spiel. Wir haben das trainiert und können es eigentlich ganz gut“, erklärte Pritzwalks Co-Trainer Ronny Roth das Geschehen. Die 2:0-Führung wurde dann aber stark herausgespielt. Silvio Münch hatte den Ball in den Lauf von Jonas Ben-Cadi gespielt. Der bediente von der rechten Strafraumgrenze mit einem diagonalen Pass Tony Schulz (72.), der sicher ins lange Eck traf. Premnitz hatte in der Folge klasse Torchancen, nutzte aber keine. Einen Eckball von Tony Schulz drückte Robert Vogt (83.) dann per Dropkick zum 3:0-Endstand in die Maschen.

 

Am Samstag geht es schon weiter für unsere Fußballer. Die Reise geht in die Prignitz, wo der TSV um 15 Uhr auf den Pritzwalker FHV 03 e.V. trifft.

Sieben Punkte aus vier Spielen. Der Rückrundenstart ist den Landesliga-Fußballern des TSV Chemie Premnitz gelungen. Vor allem wenn man bedenkt, dass in der Hinrunde gegen die gleichen Gegner lediglich drei Punkte eingefahren wurden. Außerdem dürfte es die Premnitzer positiv stimmen, dass alle vier bisherigen Gegner im oberen Drittel der Tabelle angesiedelt sind. Dementsprechend zufrieden ist TSV-Trainer Olaf Krause. „Wir haben gegen gute Mannschaften gespielt und achtbare Ergebnisse erzielt. Herauszuheben ist natürlich der Heimsieg über den Spitzenreiter aus Bernau.“  Der TSV ist also im Soll. Am Wochenende stehen die Chemiker auf dem Papier zwar vor einer leichten Aufgabe, davon will man in Premnitz allerdings nichts wissen. „Pritzwalk hat schon seine Qualitäten. Das haben sie im Hinspiel auch unter Beweis gestellt. Wir haben zwar 2:0 gewonnen, aber das Spiel erst spät entschieden“, weiß Sebastian Kaiser zu berichten, der mit Routinier Marco Lindemann am Wochenende den im Urlaub weilenden Olaf Krause vertritt.

Sechs Stammspieler werden dem TSV fehlen

Kaiser selbst wird nicht auf dem Platz stehen. Nachdem er im Spiel gegen den FC Schwedt umgeknickt war, plagt er sich mit einer Knöchelverletzung herum, die einen Einsatz nicht möglich macht. Zur Aufgabenverteilung mit Lindemann meint der 28-Jährige, der auch die Premnitzer A-Junioren in der Kreisliga trainiert: „Marco wird auf dem Spielfeld das Kommando führen und auch bei Auswechslungen das letzte Wort haben. Ich werde ihn von draußen dabei unterstützen.“ Personell werden neben Kaiser weitere wichtige Spieler nicht zur Verfügung stehen. Mario Delvalle, Martin Otto und Konstantin Gäde sind berufsbedingt verhindert. Max Reinefeldt sowie Marco Neudorf sind verletzt und Marvin Krause fällt nach seiner 5. gelben Karte aus. Erschwerend kommt hinzu, dass Lukas Block und Christian Freidank nicht voll trainieren konnten. Sie werden aber dennoch mit in die Prignitz fahren. „Wir werden aber trotz aller Ausfälle eine ordentliche Elf auf den Platz bringen. Unser Kader ist groß genug“, verrät Kaiser. Außerdem werden die beiden A-Juniorenspieler Jakob Woite und Clemens Meyer mit in den Kader rutschen. „Wir fahren schon nach Pritzwalk, um dort Punkte einzusammeln. Die Truppe ist gut drauf, wir gehen optimistisch in dieses Spiel“, verrät der Vertreter von Olaf Krause.

Die Gastgeber belegen derzeit mit dem 15. Platz einen Abstiegsrang, wollen diesen aber so schnell wie möglich verlassen. „Wir wollen das Bestmögliche rausholen. Freiwillig werden wir die Zähler nicht abgeben. Viel wird davon abhängen, wie lange wir konzentriert zur Sache gehen können“, zeigt sich Pritzwalks Co-Trainer Ronny Roth kampfeslustig. Gespielt wird am Samstag, um 15 Uhr, in der Pritzwalker Dinnebier-Arena.

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