20 Jahre TSV Chemie Premnitz

20 Jahre DDR -20 Jahre Chemie Premnitz

Es begann mit einem Fuhrwerk.

Nach dem faschistischen Krieg kam auch in Premnitz nur langsam das normale Leben wieder in Schwung. Viele Arbeiter, zurückgekehrte Antifaschisten liehen sich jedoch nicht beirren, gaben ein Beispiel. Auch über den Sport machte man sich Gedanken. Noch 1945 fanden sich ehemalige Handballer zusammen. Sie bauten eine Mannschaft auf und organisierten einen „wilden° Spielbetrieb. Ihnen machte es nichts aus, Fahrten zu freundschaftlichen Begegnungen mit dem Fuhrwerk des Bauern Peters anzutreten.

 

1946 nahm sich dann die FDJ des Sports an; die ersten Punktspiele wurden organisiert. Was 1949 kaum möglich schien Im Jahre 1949 begann mit der Gründung der DDR ein neuer Abschnitt in der Geschichte der Sportbewegung. Damals, zur Geburtsstunde der Republik, schien es kaum möglich, eine Betriebs- ortgemeinschaft in den heutigen Ausmaßen in Premnitz aufzubauen.

Der Handballsport bildete den Ausgangspunkt für die heutige BSG Chemie. 1949 kamen 3 weitere Sektionen (Schwimmen, Fuhball und Tischtennis) hinzu. 125 Mitglieder zählte man bei ihrer Gründung. Die einzige Sportstätte, die zur Verfügung stand, war der Sportplatz am Hauptbahnhof. 1958 waren es dann schon 8 Sektionen mit 523 Mitgliedern. Zum 15. Jahrestag hatte sich die BSG auf 14 Sektionen mit 1202 Mitgliedern entwickelt, und heute zählt die BSG bereits 1450 Mit- “ glieder, die von 75 Übungsleitern betreut werden.

Mit der fortschreitenden Entwicklung blieb es nicht aus, dass auch neue Sportstätten entstehen mußten. Dank der großzügigen Unterstützung des Staates und des Chemiefaserwerkes wurden Sportstätten geschaffen, die selbst internationalen Anforderungen gerecht wurden und werden. Fast 2 Millionen Mark wurden zur Verfügung gestellt. Die Sportler taten dazu Mehrmals in der Woche Sport. Stadtmeisterschaften im Hallenhandball, Fußball und Schach, Vergleichskämpfe im Kegeln, sowie in der Leichtathletik zählen nun schon zur Tradition.

Auf Grund des Staatsratsbeschlusses über Körperkultur und Sport vom September 1968 ergeben sich weitere Perspektiven. Wettkämpfe von Brigade zu Brigade, von Brigade zur Patenklasse, um nur einige Beispiele zu nennen, sind bereits heute feste Bestandteile der Kultur.

Die Turner und Sportler, wie die vielen Funktionäre und Übungsleiter von Premnitz, haben es verstanden, unter einer guten Anleitung und Kontrolle der BSG-Leitung auch die im Jahre 1962/63 selbst höher gesteckten Ziele vorfristig zu erreichen.  In Anerkennung dieser großartigen Leistung erhält die BSG Chemie Premnitz als Kollektivauszeichnung die höchste Auszeichnung des DTSB, die Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille.

Nicht unerwähnt bleiben soll zum Abschluß, dah die BSG Chemie in den nachfolgenden Wettbewerben bis auf eine Ausnahme ständig Wettbewerbssieger des Kreises Rathenow wurde. So u. a. auch beim Wettbewerb zum V. Deutschen Turn- und Sportfest. Diese 20 erfolgreichen Jahre wären gleichfalls undenkbar, wenn es nicht die vielen ehrenamtlichen Funktionäre, Übungsleiter und Betreuer gäbe. Verständlich, daß gerade ihnen der Beifall galt, als Genesse Gerhard Taucher, stellvertretender Direktor des Chemiefaserwerkes, während der Festveranstaltung am 20. September die Ehrungen vornahm. Stellvertretend für alle seien hier diejenigen Sportfunktionäre genannt, die als „Aktivist der sozialistischen Arbeit“ geehrt wurden. Es sind: Doris Strehle, Werner Porep.  Fritz Köppen, Roland Gordner

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