20. Chemie Premnitz – BSC Rathenow 2015/2016

„Wir waren heute gar nicht richtig auf dem Platz. Das war insgesamt zu emotionslos.“ Aus den Worten von BSC-Trainer Christian Welk hörte man deutlich die Enttäuschung heraus. Zu schwach hatte sich seine Mannschaft im prestigeträchtigen Nachbarschaftsduell gegen den TSV Chemie Premnitz präsentiert. -> Bilder

Drei Tore innerhalb von vier Minuten entschieden die Partie

Dabei hatten die Rathenower gar nicht schlecht angefangen. Hinten sicher stehend, ließ man wenig zu und versuchte mit schnellen Gegenstößen gefährlich zu werden. Bei einem Ausflug von TSV-Torwart Felix Baitz gab es wenigstens etwas Torgefahr. Und auf der anderen Seite? Sebastian Krumbholz wurde von Tibor Borbely zwar gelegt, der mögliche Elfmeterpfiff blieb aber aus. Zwar war der TSV optisch überlegen, zu klaren Gelegenheiten kamen aber auch die Gastgeber zunächst nicht. Als entscheidend sollten sich dann fünf Minuten zeigen. Nach einem Freistoß kam der Ball zu Lucas Meyer, welcher mit dem Fuß zum 1:0 für den TSV traf (38.). Wenig später fiel der nächste Treffer nach einer Standardsituation. Dieses Mal wuchtete Marco Lindemann einen Eckball per Kopf ins Rathenower Gehäuse (42.). Wiederum nur wenige Augenblicke später war das Spiel dann entschieden. Eine Flanke von Björn Stuhlmacher flog an Allen vorbei und auch Pascal Rietschel im Rathenower Tor sah beim Gegentreffer nicht gut aus (43.). „Wir haben heute innerhalb von fünf Minuten das Spiel verloren. Die Standardsituationen waren entscheidend“, kommentierte der BSC-Trainer den 0:3-Pausenrückstand.

Premnitz war dem vierten Treffer näher als der BSC dem Ehrentreffer

Nach dem Seitenwechsel verflachte das Spiel zunächst. Premnitz tat nur noch das Nötigste, ohne dass der BSC gefährlich wurde. Der TSV hatte sogar die besseren Chancen. Einen Kopfball von Lindemann konnte Rietschel stark parieren und auch beim Nachschuss von Ricardo Quast war er zur Stelle. Über Konter blieben die Chemiker weiterhin gefährlich, Sebastian Krumbholz marschierte immer wieder Richtung Rathenower Tor, ohne erfolgreich abschließen zu können. Von den Rathenowern kam wenig, zwar versuchte man mit langen Bällen das Mittelfeld schnell zu überbrücken, das gefährliche Sturmduo Torsten Meier und Kevin Schmoock war bei der Premnitzer Hintermannschaft aber in guten Händen. Somit blieb es beim verdienten 3:0-Sieg der Premnitzer. „Wir hatten keine Mittel und daher verdient verloren“, so der kurze Kommentar von Christian Welk. Sein Gegenüber, TSV-Trainer Olaf Krause, war natürlich glücklich über den Sieg. „Meine Mannschaft hat die taktische Marschroute zu 100 Prozent umgesetzt. Wir haben fast gar nichts zugelassen und am Ende auch in der Höhe verdient gewonnen. Ich habe mich auch sehr über die würdige Derby-Kulisse gefreut.“

 

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