Fußball 19.Ludwigsfelde – Chemie Premnitz 2013/2014

Lindemann-Tor bringt Auswärtspunkt

Die Landesligafußballer des TSV Chemie Premnitz haben mit sehr viel Moral sich einen Punkt beim Ludwigsfelder FC verdient. In einer kampfbetonten Partie erzielte Marco Lindemann kurz vor dem Schlusspfiff den erlösenden Ausgleichtreffer.

 

Beiden Teams war der Respekt vor einander anzumerken und Offensivaktionen waren zunächst Mangelware. Aggressiv suchten die Mannschaften die Zweikämpfe, schon in dieser frühen Phase ließ der äußerst schwach pfeifende Toni Stein eine klare Linie vermissen. Nach 9 Spielminuten waren es die Ludwigsfelder, welche als erste die Fesseln ablegten. Nach einem schönen Spielzug stand Philip Pollow frei, traf allerdings nur den Pfosten. Nur wenig später flog ein langer Ball in den Gästestrafraum. Felix Baitz wurde klar gefoult, Schiedsrichter Stein ließ aber weiterlaufen und Pollow brauchte nur einzuschieben (10.). Danach zeigte Chemie mehr Engagement und Konstantin Gäde wurde nach einem langen Einwurf vor dem Torschuss gerade noch geblockt. Die nächste Möglichkeit hatte wieder der LFC, als Maximilian Schmidt nach eine Ecke über das TSV-Gehäuse köpfte. Nach gut 25 Minuten hatte Premnitz eine riesige Chance. Martin Otto bediente Sebastian Krumbholz mustergültig, aber Tormann Toni Erne hielt stark. Auch den Nachschuss von Daniel Pfefferkorn konnte Erne vereiteln. Jetzt verflachte die Partie ein wenig. Erst als Marcel Zorr von der Strafraumkante abzog, musste sich Erne wieder mächtig strecken. Die folgende Ecke brachte nichts ein. Somit ging es mit der 1:0-Führung für Ludwigsfelde zum Pausentee.

Nach der Pause neutralisierten sich beide Mannschaft über die größte Zeit und Chancen blieben Mangelware. Wieder war es Schiedsrichter Stein, der negativ auffiel. Krumbholz wurde elfmeterreif gelegt, bekam für eine angebliche Schwalbe aber Gelb. Wenig später wurde er auch wegen dieser gelben Karte vom Platz verwiesen (59.). Premnitz schnürte den LFC jetzt phasenweise hinten ein, ohne dass klare Torchancen daraus resultierten. Als ein Schuss von Pfefferkorn abgefälscht wurde und Erne hielt, läutete dies eine turbulente Schlussphase ein (75.). Der eingewechselte Matthias Münzer hätte die Partie entscheiden müssen. Aber bei beiden Möglichkeiten behielt Torwart Felix Baitz das bessere Ende für sich. Der TSV spielte weiter konsequent nach vorn. Kurz vor Schluss war es Björn Stuhlmacher, der einen langen Ball auf Marco Lindemann tropfen ließ. Lindemann zog von der Strafraumkante unhaltbar ab und erzielte damit den späten, aber durchaus verdienten Ausgleich (90.). Wenig später war die über weite Strecken zerfahrene Partie dann beendet. „Wahnsinn wie die Mannschaft mit den Rückschlägen umgegangen ist und sich mit enormen Einsatz zurück gekämpft. Dadurch haben wir uns den Punkt auch absolut verdient.“ In der nächsten Woche empfangen die Chemiker dann Schwarz-Rot Neustadt.

 

Premnitz: Baitz, Weser, Kaiser (59. Schmidt), Krause, Zorr, Otto (53. Kremp), Gäde (53. Stuhlmacher), Pfefferkorn, Lindemann, Krumbholz (59. Gelb-Rot), Huxdorff

 

Vorbericht

TSV vor Spitzenspiel in Ludwigsfelde

Die Landesligafußballer des TSV Chemie Premnitz stehen vor der schwersten Aufgabe der Saison. Am Sonnabend reisen sie zum derzeitigen Tabellenführer Ludwigsfelder FC. Doch Chemie ist glänzend aus der Winterpause gekommen und belegt in der Rückrundentabelle den Platz an der Sonne. Ein Duell auf Augenhöhe ist zu erwarten. Positiv für Trainer Olaf Krause ist, dass er nur auf die schon länger ausfallenden Christian Freidank, David Paege und Marco Neudorf verzichten muss und somit die Qual der Wahl hat. Das Hinspiel hatten die Chemiker, dank an einer überzeugenden Leistung, mit 2:0 für sich entschieden. Vor dem Spiel sprachen wir mit dem Mannschaftskapitän Marian Krause über die aktuelle Situation.

Herr Krause, Ihrer Mannschaft sind drei Siege zum Rückrundenstart gelungen. War das zu erwarten?

Marian Krause: Wenn man sieht, dass wir in der Hinrunde gegen diese drei Gegner keine Punkte holten, ist es sicherlich etwas überraschend. Vor allem mit dem Sieg in Schönwalde rechneten die Wenigsten.

Was rechnen Sie sich für das kommende Spitzenspiel in Ludwigsfelde aus?

Krause: Wir haben in der Hinrunde gegen den LFC gewonnen, daraus ziehen wir eine Menge Selbstvertrauen. Wenn es uns gelingt taktisch diszipliniert zu agieren und wir mit der nötigen Aggressivität die Zweikämpfe suchen, dann glaube ich auch an einen Punktgewinn beim Tabellenführer.

Ihre Mannschaft steht aktuell auf Platz vier. Ist das Saisonziel immer noch nur der Klassenerhalt?

Krause: Ich denke wir stehen zu Recht auf diesem Platz. Dennoch sollten wir noch einige Punkte holen, um absolut sicher zu gehen. Die Liga ist sehr eng. Wir haben mit Ludwigsfelde, Neustadt, Brieselang und Teltow vier schwere Brocken vor uns. Danach werden wir weiter sehen. Wir haben bisher von Spiel zu Spiel gedacht und sind damit auch sehr gut gefahren.

Anstoß im Ludwigsfelder Waldstadion ist am Sonnabend um 15 Uhr. Geleitet wird die Partie von Tino Stein aus Brieselang.

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