18.B-Jugend – GW Brieselang 2010/2011

Endstand 4:0 (2:0)

 

 

Quelle : http://www.fussball-brieselang.de/forum_gw/showthread.php?tid=4413

Zwischen 2 Gefühlen…

Ja, zwischen 2 Gefühlen hieß der Titel auf der Rückreise, welcher im Radio dahin und her-dudelte. Und er beschrieb so alles, was und wie es sich abspielte, dieser Song im Radio. Wiedergutmachung war angesagt, nach dem etwas fahlem Auftritt letzte Woche in Pritzwalk. Die Ausgangssituation, aus eigener Kraft es zu schaffen, hatte sich nicht verändert. Trainiert haben die Jungs unter der Woche gut, also war man doch gut gewappnet. Zwar konnten wir nicht auf Dennis und Jannik zurück greifen, aber das ist eben so. Die Sportanlage am Vogelsang, Leute, einfach formidable. Ein Geläuf vom feinsten und so ging’s dann mal los…

Die Partie begann wahrlich nicht so gut. Alex Köppen verletzte sich so in der 2.Minute, dass er umgehend die Notaufnahme aufsuchen musste. Wir wünschen Alex schnelle, sehr schnelle Besserung. Also erste Umstellung und die Truppe brauchte und brauchte… Herrjeh. In der 12.Minute ein Freistoß für die Gastgeber. „Aufpassen und Nachsetzen“ hieß es aus der Coaching-Zone. Ja genau und das tat der Gegner, in dem er den gut parierten Schuss, von Ike (einigermaßen wieder fit), einfach abstaubte – 1:0. Erste Chance, erstes Tor. Hier sah das Team geschlossen zu und reagierte einfach nicht. Ok ok und weiter. Leider ging bei uns nicht viel. Pässe kamen nicht an. Hier ein Haken, da ein Haken zu viel. Hohe und lange Bälle, welche wir nicht spielen wollen. Aufputschversuche von außen blieben ungehört. Und so war es der Gegner, welcher mit seiner zweiten Chance, die wir auch noch klassisch vorbereiteten, auf 2:0 (27.) erhöhte. Ein schöner Lupfer und der Ball war drin. Wir reagierten und wechselten noch vor der Pause. Dies schien auch ein bisschen mehr Schwung zu entfachen und es ergaben sich Chancen. Zur Pause wurde noch mal appelliert, einfach die Tugenden zu aktivieren und das Ding umzubiegen.
Die ersten 5 Minuten nach dem Wechsel schienen auch Hoffnung zu geben, scheiterten wir am Aluminium. Danach flaute unser Spiel wieder deutlich ab. Die Rathenower liefen und ackerten was das Zeug hielt und schlossen mit einem Bilderbuchkonter zum 3:0 (56.) ab. Hier verloren wir den Ball in der Mitte und die Gastgeber nahmen uns in einer Überzahl auseinander. Unglaublich. Warum? Später dazu mehr. Aus Gästesicht war dies schwer zu begreifen. Selbst bekam man keinen Fuß runter und die Rathenower glänzten durch eine hervorragende Effektivität. Und es kam noch schärfer. Der Gegner dezimierte sich, durch fehlendes Wechselpersonal, selbst und setzte auch noch den Schlusspunkt – 4:0 (73.). Wir hatten dem nichts entgegen zu setzen. Am Ende ging ein Spiel zu Ende, welches man nicht verstehen kann. Sogar jetzt noch wähnt man sich im falschen Film. Respekt, sehr großer Respekt an den Gegner für diese kämpferisch, vorbildliche und sehr faire Leistung. Das muss man anerkennen und den Rathenower Jungs auch gratulieren. Nun denkt der Leser, meinje, war doch nur ein 4 zu Null. Ja, ja, aber so ist es nicht. Und nun die Auflösung. Der Gegner spielte seit Beginn der Partie mit 9(!) Akteuren und ab der 63. Minute gar mit 8 Feldspielern. Der eine Junge hatte im Spiel Krämpfe bekommen, vom hohen Laufeinsatz für sein Team. Das muss man erst mal wirken lassen. Da es als außenstehender Verantwortlicher doch sehr unangenehm war, dezimierten wir auch unser Team um einen Spieler. Was auch zum Nachdenken anregen soll…Es geht gar nicht darum, dass man nicht erfolgreich ist/war, sondern das Wie, das ist entscheidend. Noch eine kurze Anmerkung zum Schiedsrichter, ein gute Spielleitung des jungen Mannes. Das wars… Ende! Und dann war dieser Song im Radio…zwischen 2 Gefühlen, Enttäuschung und Wahnsinn.

Fazit: Man kann gar nicht beschreiben, was das war. Persönlich habe ich so etwas noch nie erlebt. Von einer dermaßen dezimierten Mannschaft so vorgeführt zu werden. Kopfschütteln. Geschämt hat man sich, ja geschämt für Grün-Weiss. Man möchte ja gar nicht so draufhauen, aber es war überheblich, lustlos, egoistisch und vor allem respektlos und fehlende Achtung gegenüber dem Gegner. Den Gegner nicht ernst genug zu nehmen – kein guter Stil. Man trainiert Woche für Woche und die ersten 4 Spiele geht man engagiert und mit Herz an die Sache. Und man sah eine Weiterentwicklung. Lob! Vielleicht ist es genau das, dass man sich, nach den anfänglichen Erfolgen, jetzt überschätzt. Es betrifft nicht alle Spieler, hier wird nicht pauschalisiert und das klären wir auch intern. Es gibt durchaus einige Jungs, die ihre Leistung Woche für Woche erbringen. Insgesamt war dies heute, für uns Verantwortliche, unvorstellbar und hinterlässt ziemliche Spuren. Entschuldigen möchten ich mich, seitens der Trainer, bei den mitgereisten Eltern. 

Ausblick: Die Jungs haben als Aufgabe mitbekommen, in sich zu gehen und sich selbst zu hinterfragen. Mal vor der eigenen Türe kehren. Sie legen als Team fest, wohin, letztendlich, die Reise gehen wird. Auf dem Platz stehen sie zusammen und entscheiden ganz allein, inwiefern sie die Spielzeit nutzen wollen. Als Coach kannst du nur versuchen zu helfen, zu unterstützen. Es verbleiben noch 4 Spiele(beim derzeit Tabellenletzten und gegen die Top 3) und dann werden wir schauen. Das Team ist jetzt in sich gefordert. Selbst ein Außenseiter hat die Chance, wenn er sie nutzen WILL!

Es spielten: Ike Possehl (TW), Tobias Erbgut, Fabrice Böttcher (65. ohne), Marc-Aurel Hanschke, Moritz Lübcke, Alex Köppen (2. Tobi Graap), Pascal Geppert, 
Alex Lehnert (36. Martin Heuer), Alex Gimmel (56. Nemanja Kljajic), Philipp Möller ©, Sascha Stober 

Daten:
SG Rathenow/Premnitz vs. Grün-Weiss Brieselang 4:0 (2:0)

1:0 – Benjamin Martin (12.) – SG Rathenow/Premnitz 
2:0 – Benjamin Martin (27.) – SG Rathenow/Premnitz 
3:0 – Michel Martin (56.) – SG Rathenow/Premnitz 
4:0 – Max Reinefeldt (73.) – SG Rathenow/Premnitz 

Chancen 5:3 – Ecken 1:3 – Gelbe Karten: keine

 

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