Fußball 11.Oberhavel Velten – Chemie Premnitz 2012/2013

11.Spieltag SC Oberhavel Velten – Chemie Premnitz 3:1

Chemie verschenkt Punktgewinn

Der TSV Chemie Premnitz hat  sein  Auswärtsspiel beim SC Oberhavel Velten nach einer durchschnittlichen Leistung mir 1:3 verloren. Premnitz begünstigte die Gegentore durch individuelle Fehler selbst.

Der TSV begann mit einer defensiven Grundeinstellung und wollte über Konter zum Erfolg kommen. Nach einer Flanke von Christian Freidank probierte es Sebastian Kaiser mit einem Torschuss, der aber gehalten wurde. Chemie hatte die Gastgeber sehr gut unter Kontrolle, so dass die Ofenstädter erst nach 20 Minuten Torgefahr ausstrahlten als Oliver Brames eine scharfe Eingabe knapp verpasste. Nach einer feinen Einzelleistung von Konstantin Gäde landete der Ball bei Kaiser, der völlig freistehend an Sebastian Anders scheiterte (24.). Premnitz blieb am Drücker und Kremp sowie Gäde verpassten eine Flanke von Freidank. Im Gegenzug musste sich Torwart Mario Rotter nur bei einem Distanzschuss von Alexander Sturm auszeichnen. Nach 41 Minuten klärte Kaiser für den bereits geschlagenen Rotter, als er einen Schuss von Rene Körter auf der Linie klärte. Nach einem Missverständnis zwischen Kaiser und Lapin stand Nico Schmidt frei vor Rotter und ließ sich die Chance nicht entgehen (43.). Premnitz wirkte geschockt und Schmidt hätte mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze noch vor der Halbzeit erhöhen können.

Premnitz hatte bis dahin gut und diszipliniert gespielt, ging aber auf Grund eines unnötigen Stellungsfehlers mit einem Rückstand in die Pause. Mit einem offensiven Wechsel wollten die Trainer Mario Rotter und Olaf Krause ein deutliches Signal setzen.

Doch der SC Oberhavel kam besser aus der Pause und Phillip Männel setzte einen Ball knapp am Tor vorbei. Wenig später setzte sich Tom Sander gegen zwei Premnitzer durch und schoss haarscharf am Tor vorbei. Ein erstes Achtungszeichen für den TSV gab Christopher Hilmer ab, dessen Schuss gehalten wurde. Im Gegenzug erzielten die Ofenstädter das 2:0 durch Körter (68.). Vorausgegangen war ein zu kurzer Befreiungsschlag von Daniel Huxdorff. Kurz danach hätte Körter alles klar machen können, fand jedoch in Rotter seinen Meister. Rotter rückte zu dieser Zeit wieder stärker in den Blickpunkt und musste sich gegen den Schuss mächtig strecken. Nach 83 Minuten gab es dann nochmal Hoffnung für den TSV. Björn Stuhlmacher konnte ungehindert durch das Mittelfeld laufen und erzielte mit einem sehenswerten Distanzschuss den Anschlusstreffer. Nun versuchte der TSV nochmal alles und Hilmer konnte abgeblockt werden. Kurz vor Schluss musste Anders einen Block-Freistoß aus dem Eck holen. Im direkten Konter konnte Sander allen entwischen und umkurvte auch noch Rotter. Mit dem Treffer zum 1:3 war natürlich die Entscheidung gefallen. Premnitz hatte sich selbst um den Lohn der Mühen gebracht. „In der ersten Halbzeit haben wir unsere taktische Linie gut umgesetzt und sind auch zu Chancen gekommen. Nach der Pause konnten wir daran aber kaum noch anknüpfen“, so Mario Rotter. Olaf Krause sah noch andere Probleme: „Die Mannschaft muss endlich verstehen, dass sie im Abstiegskampf steckt. Da erwarte ich gerade in kämpferischer Hinsicht mehr von ihr.“ Premnitz belegt jetzt den 12. Platz in der Landesliga. Nächste Woche kommt es dann zum mit Spannung erwarteten Lokalderby gegen den BSC Rathenow.

Premnitz : Rotter, Block, Weser, Freidank, Huxdorff, Zorr, Gäde (86. Zimmermann), Lapin (46. Hilmer), Kremp (72. Fingerhut),  Stuhlmacher, Kaiser

Vorbericht

TSV hofft auf Wiedergutmachung

Eine lange Tradition wahren am Samstag die Fußballer des TSV Chemie Premnitz, wenn sie zum Auswärtsspiel beim SC Oberhavel Velten antreten.

Die Veltener gehörten ebenso wie der TSV vor der Wende lange Zeit der Bezirksliga Potsdam an und spielten meist mit den Chemikern um die Spitzenplätze. Doch das ist lange her und die Ofenstädter haben nach einem Intermezzo in der Regionalliga den Gang bis in die Landesliga antreten müssen. Auch auf Grund finanzieller Probleme. Doch dort hat sich die Mannschaft von Trainer Sören Albrecht mittlerweile als Dauergast eingerichtet. Nach einer schwachen letzten Saison, die nur knapp mit dem Klassenerhalt endete stehen die Veltener nun auf einem respektablen sechsten Rang. Die Mannschaft konnte bisher vor allem auf fremden Plätzen überzeugen und besiegte Mannschaften wie Rüdersdorf oder Oranienburg. Herausragender Torschütze ist bisher Rene Körter mit 6 erzielten Treffern, der vor der Saison vom FC Hennigsdorf kam.

In Premnitz war in der letzten Woche Wunden lecken angesagt. Nach der üblen Heimniederlage gegen Neustadt richtet die Mannschaft von Mario Rotter und Olaf Krause den blick aber wieder nach vorne. Mut geben die Partien aus der letzten Saison, die der TSV beide für sich entscheiden konnte. Zu Hause gab es ein 3:2-Erfolg und in Velten konnte die Mannschaft völlig überzeugend 4:1 gewinnen. Fragen gibt es noch hinsichtlich des Kaders. Marco Lindemann wird nach seiner Verletzung im Heimspiel so gut wie sicher ausfallen und auch Jens Fingerhut ist fraglich. Dazu fällt Marian Krause mit einer Gelb-Rot-Sperre aus. Es wird also eine schwierige Aufgabe für den TSV, der nicht mit leeren Händen die Rückreise antreten will.

Anstoß auf dem Sportplatz an der Germendorfer Straße wird um 14.00 Uhr durch Kay Seifarth aus Seddiner See.

 

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